Unbezahlter Urlaub, Arbeitgeber antwortet nicht mehr?

 - (Arbeitsrecht, Kündigung, Kündigungsfrist)

5 Antworten

Dein Arbeitsvertrag ist nicht beendet.

Schreibe per Einwurfeinschreiben, dass Du mit dem Vorschlag Urlaub zu nehmen nicht einverstanden bist und man Dir bitte einen Auftrag vermitteln möge.

Fordere den Arbeitgeber auf den ausstehenden Lohn bis zum 21. März zu zahlen mit dem Hinweis das nach Ablauf der Frist Lohnklage eingereicht wird.

Das dürfte in der Regel den Arbeitgeber dazu veranlassen, das Geld zu zahlen, denn falls die öfter sowas machen und es vor das Arbeitsgericht geht fällt das da negativ auf und das wird die Firma bestimmt nicht wollen.

Nach § 615 BGB befindet sich der Arbeitgeber im Annahmeverzug. Du musst weder Urlaub nehmen, man darf auch nicht einfach an Dein Zeitkonto und Minusstunden darf man Dir auch nicht aufschreiben.

Obige Nachricht behalten als Beweismittel.

Ich habe nun folgenden Brief geschrieben (habdschriftlich) :

„Sehr geehrter Herr ......

am 02.03.2017 war ich bei Ihnen im Büro aufgrund der ärztlichen Untersuchung. Danach teilten Sie mir mit , dass Sie aktuell keinen Arbeitseinsatz für mich haben, und ich deshalb einen unbezahlten Urlaub oder eine Kündidgung hinnehmen soll und mich dementsprechend bis 15:00 Uhr bei Ihnen melden soll. Leider haben Sie mir bis heute nicht geantwortet, trotz gelesener Nachricht per Whatsapp.

Nach wie vor nehme ich keinen unbezahlten Urlaub an, da ich es mir finanziell nicht leisten kann. Auch Minusstunden oder Ähnliches lehne ich ab. Wie ich es Ihnen bereits mitgeteilt habe, möchte ich weiterhin bei Ihnen arbeiten und nehme dementsprechend jeden Arbeitseinsatz an, den Sie mir vermitteln.

Falls ich erneut keine Antwort Ihrerseits erhalte und ich keinen Zahlungseingang bis zum 21.03.2018 verzeichnen kann, werde ich beim Arbeitsgericht klage einreichen müssen.“

Passt das so mit dem Anschreiben oder sollte ich da noch etwas ändern ? Ich werde es morgen Vormittag absenden per Einschreiben.

@Taner122321

Auch Minusstunden oder Ähnliches lehne ich ab.

Das auf jeden Fall ändern und zwar in:

Minusstunden dürfen Sie mir auch nicht aufschreiben, weil es laut § 615 BGB zu Ihren Lasten geht.

Hinweis:

Die werden Dich meiner Ansicht nach eh kündigen, da kannst Du denen gleich zeigen, dass Du weißt welche Rechte Du hast.

Wenn, dann sollen die dich kündigen und nicht umgekehrt. Du hast einen Arbeitsvertrag abgeschlossen und bietest deine Dienste an. Wenn das ZAU keinen Einsatz für dich hat, ist das deren Risiko, das du nicht zu tragen hast.

Da eine Kündigung schriftlich erfolgen muss, hast du bis jetzt ganz offensichtlich noch ein Arbeitsverhältnis mit allen Pflichten des Arbeitgebers.

Okay, und wie soll ich nun vorgehen ? Soll ich ihn bitten mir zu antworten endlich ?

Du schreibst jetzt einen Brief, den gibst Du selbst ab (mit Zeugen oder lass Dir eine Empfangsbestätigung geben) oder schickst ihn per Einwurfeinschreiben.

Schreib der ZAF dass Du gerne arbeiten würdest, aber keinen Einsatz bekommst. Teil mit, dass Du weder bezahlten noch unbezahlten Urlaub nimmst und auch keine Minusstunden akzeptierst, da sich die ZAF nach § 615 BGB in Annahmeverzug befindet und auch das Betriebsrisiko trägt.

Dann setzt Du eine Zahlungsfrist von 7-10 Tagen und schreibst dazu dass Du, sollte bis zum angegebenen Termin kein Zahlungseingang zu verzeichnen sein, Klage beim Arbeitsgericht einreichst.

Zahlt die ZAF nicht, wird ein Anwalt für Dich Klage beim Arbeitsgericht einreichen wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist.

Du kannst aber auch selbst zur Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts gehen. Bei der Klageformulierung hilft man Dir (nimm dann alle Unterlagen mit) und das ist kostenlos.

Vielen Dank! So werde ich das machen!

@Hexle2

Ich habe nun folgenden Brief geschrieben (habdschriftlich) :

„Sehr geehrter Herr ......

am 02.03.2017 war ich bei Ihnen im Büro aufgrund der ärztlichen Untersuchung. Danach teilten Sie mir mit , dass Sie aktuell keinen Arbeitseinsatz für mich haben, und ich deshalb einen unbezahlten Urlaub oder eine Kündidgung hinnehmen soll und mich dementsprechend bis 15:00 Uhr bei Ihnen melden soll. Leider haben Sie mir bis heute nicht geantwortet, trotz gelesener Nachricht per Whatsapp. 

Nach wie vor nehme ich keinen unbezahlten Urlaub an, da ich es mir finanziell nicht leisten kann. Auch Minusstunden oder Ähnliches lehne ich ab. Wie ich es Ihnen bereits mitgeteilt habe, möchte ich weiterhin bei Ihnen arbeiten und nehme dementsprechend jeden Arbeitseinsatz an, den Sie mir vermitteln. 

Falls ich erneut keine Antwort Ihrerseits erhalte und ich keinen Zahlungseingang bis zum 21.03.2018 verzeichnen kann, werde ich beim Arbeitsgericht klage einreichen müssen.“

Passt das so mit dem Anschreiben oder sollte ich da noch etwas ändern ? Ich werde es morgen Vormittag absenden per Einschreiben

@Taner122321

Schreib bitte noch den Verweis auf § 615 BGB (Annahmeverzug) rein und dass die Firma das Betriebsrisiko, keine Aufträge zu haben, trägt und nicht der Arbeitnehmer.

Bitte unbedingt mit Einwurfeinschreiben schicken.

Was im WhatsApp steht ist völlig egal. Es zählt nur was in einem Brief, den du per Einschreiben geschickt hast, steht.

Wir haben bisher jede Kommunikation per Whatsapp geführt. Alle Einsätze, alle Zahlungen usw. Ich habe nichts per Einschreiben gesendet, aber ich habe auch nichts erhalten.

@Taner122321

Ist ja auch normal. Nur wenn es darum geht Geld einzufordern bringt WhatsApp halt oft nichts. Dein Arbeitgeber kann ja einfach sagen er habe die Nachricht nicht gelesen und das Gegenteil zu beweisen ist quasi unmöglich.

Beim Briefkasten ist er gesetzlich verpflichtet die Briefe zu lesen. Da gibt es keine Ausrede.

@verreisterNutzer

Naja, ich war bei ihn im Büro am selben Tag und er hat mir gesagt, dass ich ihn spätestens bis 15 Uhr (am selben Tag) antworten soll, ob ich nun eine Kündigung haben möchte oder unbezahlten Urlaub. Ich konnte dann ya nicht nach paar Stunden ihn einen Brief zukommen lassen. Also er hat aufjedenfall auf meine Nachricht gewartet und die Nachricht wurde auch sofort als „gelesen“ markiert.

du stellst deine Arbeitskraft zur Verfügung, du willst arbeiten. Dein ZAU hat keinen Job für dich, ist leider deren Problem; die Vergütung ist zu zahlen.

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