Unbezahlte Probearbeit...?

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"(2) Die Dauer der Einzel- oder Gruppenmaßnahmen muss deren Zweck und Inhalt entsprechen. Soweit Maßnahmen oder Teile von Maßnahmen nach Absatz 1 bei oder von einem Arbeitgeber durchgeführt werden, dürfen diese jeweils die Dauer von sechs Wochen nicht überschreiten. Die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen in Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung darf die Dauer von acht Wochen nicht überschreiten." http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__45.html

Wichtig ist also vielmehr, ob "Zweck und Inhalt" der Maßnahme ihrer Dauer entsprechen!

Lernt man nur das Anspitzen von Bleistiften, sollte eine Dauer von vier Wochen übertrieben sein.

Und falls man nur wenig lernt, aber viel produktiv arbeitet (auch im Vergleich zum Aufwand an Betreuung, der nötig ist und gewährleistet wird vom Unternehmen), könnte auch ein Gehalt fällig werden. Aber eben nicht in jedem Fall! Im Streitfall ruft man das Arbeitsgericht an. Das hört sich dann an, was genau getan und was genau angeleitet und was genau gelernt wurde.

Und wenn wenig angeleitet wurde, aber viel produktiv malocht wurde, könnte ein entsprechendes Gehalt fällig werden.

Wenn nicht, dann nicht!

Gruß aus Berlin, Gerd

Wenn du eine "Arbeitserprobung" in Absprache mit dem JobCenter absolviert hast, ist das möglich.

Dann hast du aber Anspruch auf Erstattung der Fahrtkosten.

wenn das Jobcenter die Arbeitserprobung vorher genehmigt ist das in Ordnung

Man kann natürlich alles Hinnehmen, was JobCenter und Arbeitgeber einen Vorpredigen. Man kann sich auch eine braune Zunge holen, weil man ohne Widerspruch alles hinnimmt.

Probearbeit für 1 Tag bis eine Woche ist OK, aber nur mit Fahrgeldausgleich durch den AG.

Wozu gibt es in Arbeitsverträge eine Probezeit mit täglichen Kündigungsrecht ?

das Ganze soll aber vier Wochen dauern und ich halte das auch für zu lang bzw. halte ich das Ganze sowieso für Ausbeutung. An Geld habe ich bis jetzt nichts bekommen. Das mit der Probezeit frage ich mich ehrlich gesagt auch, ich verstehe nicht, dass da immer so ein Trara gemacht wird... ist doch Verarsche, wenn man umsonst Vollzeit arbeiten soll...

Der Fragesteller bekommt während der Zeit ja sein AlG weiter zzgl. der Fahrtkosten.

Um überhaupt in einem Betrieb eine Chance zu bekommen, ist das schon OK

@DerHans

Wie ich schon geschrieben hatte, ist ein Tag bis zu einer Woche OK. 4 Wochen auf keinen Fall. Nach einer Woche kann der AG schon entscheiden, ob er den Bewerber einstellen möchte oder nicht. Bei 4 Wochen will er sich an die kostenlos zur Verfügung gestellte Arbeitskraft  bereichern. Und von eine tätigkeitsgerechte Entlohnung durch das ALG II kann man auch nicht sprechen. Schließlich gibt es einen Mindestlohn von 8,84€/Std (70,72 €/Tag). ALG II sind etwa 13,64 €/Tag. Wo ist da eine gerechte Entlohnung ??

Es gibt kein Kündigungsrecht von weniger als drei Werktagen, dabei Tag der Aussprache der Kündigung und Tag des Inkrafttreten der Kündigung nicht mitgerechnet. Solche zu kurzen Regelungen von drei oder weniger Tagen werden immer von den Arbeitsgerichten einkassiert. Da kann auch im Tarifvertrag stehen was will. Kein Richter spielt da mit.

Für eine angemessene Dauer einer Probearbeit werden von Arbeitsgerichten regelmäßig ein bis drei Tage angenommen. Bei längerer Probearbeit oder Praktikum greift rückwirkend ab Beginn der Tätigkeit das Mindestlohngesetz.

Ausnahmen gibt es nur im Berufsbildungsbereich, zur Berufsfindung und im Rahmen der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.

fordere den mindestlohn ein. ein praktikum muss bezahlt werden.

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