Umzug in die USA mit Kind bei geteiltem Sorgerecht möglich?

8 Antworten

Grundsätzlich gilt, das derjenige, der das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, dieses auch uneingeschränkt ausüben kann. Wenn er dabei aber die Rechte des Kindes oder des anderen Elternteils verletzt, entscheidet das Familiengericht!

Tatsächlich sollte sich aber die Mutter mal Gedanken machen, ebenso natürlich der Vater, was für das Kind gut ist. Ein Kind braucht immer beide Elternteile. Das sehen auch die Familiengerichte immer mehr so. Allein die Annahme, der Vater könnte das Jugendamt unter Vorbringung falsche Behauptungen hinzurufen, wirft nicht auf den Vater ein schlechtes Licht, sondern vielmehr auf die Mutter.

Wer sich Erziehungs- oder/und Sorgerecht teilt hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Wenn die Mutter dann, ohne den Vater zu unterrichten, einfach wegzieht, ist nicht allein der Vater das Opfer, sondern in erster Linie das Kind. Unter solchen Umständen kann man dann schon von einer mutwillig provozierten Kindeswohlgefährdung ausgehen. Die Mutter ist verpflichtet in ihre Lebensplanung auch das Wohl des Kindes mit einzubeziehen. Der Umzug in ein anderes Land, in eine andere Gesellschaft und Kultur, dazu noch eine unbekannte Sprache und dann noch mit der Aussicht, das in 3 Jahren wieder ein Kulturwechsel statt findet, der das Kind wiederum entwurzeln wird, läßt nicht vermuten, das die Mutter ihrer Verantwortung in dem Umfang gerecht wird, wie es die Gesellschaft von ihr fordert.

Die Lösung kann nur darin bestehen, das die Planung der Mutter mit dem Vater umfänglich kommuniziert wird. Akzeptanz kann man nicht einfach fordern, man baut sie auf!

Sehr richtig!

Sollte sie einfach umziehen und dem Vater des Kindes nichts davon sagen?

Hallo!

Definitiv: Nein! Solch ein Verhalten finde ich in keinster Weise in Ordnung. Solche gravierenden Einschnitte sollten im Vorfeld besprochen werden. Es sind in erster Linie die Interessen des Kindes zu berücksichtigen. Es hat ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen! Und das Kind einfach so mal eben dem Vater zu entreißen und den Umgang auf ein Minimum zu beschränken, ist nicht gut.

Er liebt seinen Sohn ...

Diese Aussage für sich allein betrachtet dürfte schon ausreichen, den Vater des Kindes nicht einfach außen vor zu lassen.

Die Mutter hat von 2 Anwälten gesagt bekommen das das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht ausreicht und er generell nicht verhindern kann das sie weg zieht.

So ist es! Wenn Die Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, kann sie auch den Aufenthalt bestimmen; also auch mit dem Kind umziehen.

Allerdings kann der Vater dann verlangen, dass sich die Mutter an den Kosten des Umgangsrechtes beteiligt.

Wie ist das aber wenn er lauter Dinge beim Jugendamt erfindet und die denken das das Kind gefährdet ist?

Wenn das Jugendamt einen Verdacht hat, sollte es dem Verdacht nachgehen. Allerdings hat das Jugendamt nichts zu entscheiden, sondern das Gericht!

Der Vater wird ganz sicher alles versuchen damit die Mutter mit ihrem Kind nicht umziehen kann, es ist gut möglich das er zum Jugendamt geht und schlimme Dinge erfindet damit es verhindert werden kann

Ich kann sehr gut verstehen, wenn sich ein Vater dagegen wehrt. Auch wenn´s falsch ist - Leider sind viele Väter so hilflos und machtlos, dass sie sich nicht anders zu wehren wissen!

Mein Rat:

Der Umzug sollte von der Mutter wohl überlegt und mit dem Kindsvater im Vorfeld abgesprochen werden, um eine einvernehmliche Lösung zu finden, damit er sein Kind regelmäßig sehen kann. Die Interessen des Kindes müssen zu seinem Wohl unbedingt berücksichtigt werden. Eine Kostenbeteiligung sollte von der Mutter im Vorfeld angeboten werden. Den Mann zu übergehen oder sogar vor vollendete Tatsachen zu stellen ist nicht richtig.

Schöne Grüße

Vielleicht sollte sich die Mutter, die sich ja bereits bei Anwälten erkundigt hat, auch beim Jugendamt erkundigen bzw. dort zu Protokoll geben, dass sie umziehen möchte und was sie für Befürchtungen hat. Somit nimmt sie u.U. dem Vater des Kindes den Wind aus den Segeln.

Rechtlich ist die Frau auf der sicheren Seite, da ja 2 Anwälte dies bestätigt haben.

Wenn sie das Eingreifen des Ex-Partners über das Jugendamt befürchtet, dann einfach zu den Leuten gehen und die über ihre Pläne und den Vorfall bei der Trennung melden.

Dann ist das Verhalten Aktenkundig und der Herr dürfte es schwer haben, seine Anschuldigungen zu beweisen.

Aber den bevorstehenden Umzug auf jeden Fall dem Kindsvater mitteilen, so nimmt man dem wieder Wind aus den Segeln. Am Besten in solch einem Fall in einem persönlichen Gespräch unter Zeugen oder nochmalig in schriflicher Form mit bezugnahme auf das geführte Gespräch.

Einfach im Vorfeld alles tun, damit er nicht behaupten kann das Kind sei "Entführt" worden.

Wenn ich so was hier lesen, dann kommt mir der Verdacht, als wären die meisten Mütter davon überzeugt, dass Väter Elternteile 2. Klasse sind!

@BillDung

Nee, nur Väter die sich nicht kümmern.

Soll die Frau ein Leben lang Rücksicht nehmen ? Der Vater des Kindes hat bestimmt auch ein eigenes Leben. Vielleicht mit Freundin, vielleicht ohne.

Der einzige Unterschied ist, daß er sein privates Leben in Deutschland hat.

Ich kann mir gut vorstellen, daß es dem Kind nicht schadest wenn es in eine intakte Familie kommt, da einen festen Umgang mit einem Mann hat, der auch in der Erziehung die männliche Seite einbringt.

Außerdem dürfte es auch, da bin ich mal kommerziell eingestellt, dem Kind und der Mutter nach dem Zusammenzug um eniges besser gehen was die finanzielle Ausstatttung geht.

Des weiteren lernt das Kind eine andere Sprach in Perfektion. Desweiteren verschiedene Kulturen kennen, da die USA ja bekanntermassen ein Auswandererland ist.

Alles Punkte die in die Überlegungen mit einbezogen werden sollten.

Und wenn Mann das mal objektiv sehen würde, dann käme er zu dem Schluss, das er jedem gerecht werden kann, wenn er sich offen zeigt.

Übrigens das Kind muss nicht dauernd fliegen, der Papa kann das auch !!!!!!

@BillDung

Wenn er sich überhaupt nicht um das Kind kümmern würde, fände ich es verständlich, wenn sie keine Rücksicht nehmen will. 

Es klingt aber eher so, als wäre er schon regelmäßig involviert. Und dann sollte sie sich im Interesse ihres Kindes überlegen, was sie macht.

Um einen Reisepass für das Kind zu bekommen, brauchst du schon mal die Unterschrift des 2 Sorgeberechtigten. Sprich, ohne dessen Zustimmung, kein Ausland. Wenn du mit ihm umziehst, musst du aber dafür Sorge tragen, dass das Kind seinen Vater regelmäßig sehen kann und 2-3x im Jahr ist zu wenig.

Einen Reisepass hat der Kleine, dieser ist noch mehrere Jahre gültig. Nunja, man kann es einem Kind aber auch nicht zumuten mehr als 2-3 mal im Jahr diesen langen Flug zu machen?

@0LostSoul0

Aber man kann einem Kind den Vater wegnehmen? Bei deiner Liebe, vergisst du offenbar, dass dein Kind wohl auch seinen Vater liebt. Egal was er und du hatten. Er kann die Ausreise verhindern. Zum Beispiel Kindesentzug. Auch wenn du das Aufenthaltsbestimmungsrecht hast, kannst du dir nicht alles erlauben.

@0LostSoul0

Nunja, man kann es einem Kind aber auch nicht zumuten mehr als 2-3 mal im Jahr diesen langen Flug zu machen?

Überlege doch bitte mal, was generell dem Kind alles zugemutet werden soll!

@BillDung

Also ist es generell unverantwortlich mit einem Kind auszuwandern Deiner Meinung nach?

Die Mutter ist jetzt alleinerziehend, der Vater kümmert sich kaum. Sie würde mit ihrem Kind zu ihrem Mann ziehen, der vom Kind sehr gut akzeptiert wird. Das allein würde dem Kind doch schonmal wieder mehr Stabilität geben. Die Sprache gefällt ihm sehr und er wird sich in dem jungen Alter schnell einleben zumal er auch sehr Kontaktfreudig ist.

@0LostSoul0

Alleinerziehend hin oder her.. Du entziehst somit dem Kind den Vater, das Kind hat ein RECHT darauf

@miniwo

So ist es @ miniwo

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