Umsatzsteuervoranmeldung Rückwirkend von Januar 2010 an,was wie wo?

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Hab ich mich jetzt etwa in die Pleite gerissen ?

Ja :-(

Eins vorweg - ich bin kein Steuerberater und empfehle Dir, unverzüglich einen solchen aufzusuchen. Auch wenn er vielleicht nur eine Ratenzahlung für Dich herausholen kann.

Wie kamst Du bloss auf die Idee, Geschäfte mit dem Ausland ohne Steuerberater zu machen? Allein die Frage, wer unter welchen Umständen die Umsatzsteuer für einen innergemeinschaftlichen Erwerb zu zahlen hat, übersteigt das Fassungsvermögen eines Normalsterblichen :-(

Bei einem Umsatz von 120.000 scheidet die "Kleinunternehmerregelung" aus. Abziehbare Vorsteuer scheint es bei den Rechnungen auch nicht zu geben (auch da sollte der Steuerberater einen Blick drauf werfen), und von einer Einfuhrumsatzsteuer schreibst Du auch nichts.

Für Ware, die Du in Deutschland verkauft hast, musst Du auf jeden Fall 19% Umsatzsteuer abdrücken - hast Du das etwa nicht gewusst? Und wenn, was zu befürchten ist, dem keine abziehbare Vorsteuer gegenübersteht, dann wirst Du ziemlich viel Lehrgeld bezahlen :-(

Nur aus Neugier: Welche Art Waren hast Du denn importiert?

Hallo,

Waren für den Kinderwunsch. (Firma Clearblue,wenn das erlaubt ist zu nennen) Der Händler hat meine Steuer Nummer,und diese sind auch auf jeder Rechnung ausgewiesen. Na dann kann ich ja grade Insolvenz anmelden,ich komme grob auf eine Zahlung (wenn es wirklich nichts gegen zu rechnen gibt) von 22.800 bei 19% auf 120.000 gerechnet . Ebay und PayPal Gebühren werde ich da wohl genau wie die Ausgaben ja nicht verrechnen können,geht ja "nur" um den Umsatz den ich habe,Pro Artikel von 110-150 Euro. Bei nur 11.000 (minus der Steuer) verdienst 2010 die ich ja nicht mehr habe wg. Lebensunterhaltung logischerweise,und dann auch nicht weiter machen kann da ich mich ja sonst wieder ins Minus arbeite,juhu..

@lechuckempire

Waren für den Kinderwunsch. (Firma Clearblue,

Und die konntest Du aufgrund der vergessenen Umsatzsteuer etwas billiger anbieten als die Konkurrenz und hast deshalb auch viel Umsatz gemacht. Und bei einem um 19% höheren Preis vermute ich mal, bist Du nicht mehr konkurrenzfähig.

Der Händler hat meine Steuer Nummer,

Du meinst die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer? Damit wärst dann Du und nicht Dein Lieferant für die umsatzsteuerliche Behandlung der Lieferung zuständig. Was zwar nicht Deine Kosten, aber Deinen Papierkram weiter erhöht. Noch ein Grund, umgehend zum Steuerberater zu gehen.

Überrede das Finanzamt zu etwas Geduld mitr dem Argument, dass Du nicht mehr durchblickst und einen Steuerberater brauchst. Wenn Du den schon nennen kannst, erhöht das evtl. die Bereitschaft zur Geduld.

Na dann kann ich ja grade Insolvenz anmelden,

Dann nutze die Zeit, Dir ein Pfändungsschutzkonto einzurichten und Hartz IV zu beantragen.

ich komme grob auf eine Zahlung (wenn es wirklich nichts gegen zu rechnen gibt) von 22.800

Ich auch :-(

Ausgaben ja nicht verrechnen können,geht ja "nur" um den Umsatz

So ist es.

logischerweise,und dann auch nicht weiter machen kann da ich mich ja sonst wieder ins Minus arbeite,juhu..

Jedenfalls nicht zu dem bisherigen Preis. Außerdem kannst Du, wie schon phsss schrieb, davon ausgehen, dass Deine Konten gepfändet werden. Wenn Du also weiterhin Handel treiben willst, dann erkundige Dich vorher, wie Du vermeiden kannst, dass Dir die Zahlungseingänge gepfändet werden.

Mal eine kurze Gegenfrage. Einerseits schreibst Du, da hast 11.558 € 'eingenommen', andererseits hast aber einen Umsatz von 120.000 € ? Irgendetwas stimmt da mit deinen Zahlen nicht ...

Doch diese Stimmen. Ich habe einen "Gewinn" am Ende vom Jahr 2010 mit 11.558.- gehabt-der Versteuert wurde , also mein Einkommen. Sorry,dann hab ich das falsch ausgedrückt. Ich zahle für Waren und Ebay Gebühren eine Menge.-der Umsatz in Ebay waren wie gesagt um die 120.000.- , aber meine Ausgaben halten sich mit der Summe (Für Waren,Versand und Ebay/PayPal Gebühren) die Waage.

Das sieht in der Tat nach einer fetten Nachzahlung für dich aus. Und das zu Recht. Was hattest du denn bei deiner steuerlichen Erfassung angegeben? Kleinunternehmer mit vorauss. Jahresumsatz < 17.500 €? Und dann kommst du 120.000 € daher! Soviel Naivität bei dem Umsatz glaubt dir keiner. Du hast wahrscheinlich nicht mal großartig Vorsteuern zu verrechnen. Deine Einkäufe in England sind entweder innergem. Erwerb (hast du mit USt-Id agiert?) oder es wurde engl. USt erhoben. Beim innergem. Erwerb musst du USt anmelden und abführen, darfst sie aber gleichzeitig als Vorsteuer verrechnen. Englische USt kann nicht mit dt. verrechnet werden. Die abzuführende USt musst du bei deinen Verkaufspreisen eben mit einkalkulieren.

Richte dich darauf ein, die USt nachzahlen zu müssen.

Ne hab ich nicht,ich hab alles angegeben ! Ich hab sämtliche Rechnungen vom Händler mit geschickt,weil die bei der Einkommensteuer eben auch wissen wollten,wieso 120.000 Umsatz,aber nur so ein läppischer Gewinn im Eddefekt. Ich hab eine Einkommenssteuer mit anlage EFÜ gemacht,da habe ich meine Einnahmen mit den Ausgaben gegengerechnet. Die hatten sämtliche Untrlagen zur Überprüfung da.

@lechuckempire

Ich meine nicht deine EStE, sondern den Fragebogen, den jeder ausfüllen muss, der ein Gewerbe anmeldet und eine Steuernummer beantragt. Da wird u.a. nach dem erwarteten Umsatz und Gewinn gefragt. Hättest du da einen Umsatz in der Größenordnung wie du jetzt erlangt hast, angegeben, wären von dir automatisch monatl. USt-Voranmeldungen verlangt worden. Also muss da schon was falsch gelaufen sein.

USt ist im Übrigen eine eigenständige Steuer und hat nichts mit der ESt zu tun.

@MenschMitPlan

Hm,hatte ich aber nicht ? Ich habe einen Gewerbeschein beantragt,gleich bekommen und das war es,da habe ich nur angegeben was ich tue (Internethandel) und ob Neben,-oder Hauptgewerblich/beruflich. Dann eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragt,dazu brauchte ich die Steuernummer,aber keine Angaben auf das evtl. Handelsvolumen.

@lechuckempire

Ich habe einen Gewerbeschein beantragt,

Wenn Du einen Gewerbeschein beantragst, wird das Finanzamt darüber informiert und Du bekommst einen Fragebogen.

Du bist im Moment zweifellos in einer schwierigen Situation, weil du steuertechnisch wichtige Dinge versäumt hast. Ich sage das als "auch Geschäftsmann" mit Langzeiterfahrung.

Bevor du noch mehr Schaden anrichtest, aufgrund von möglicherweise gut gemeinten, aber "suboptimalen" Ratschlägen bei GF, empfehle ich dir dringendst einen versierten Steuerberater aufzusuchen. Nur er weiß auch in deiner Situation mit der Sache und dem Finanzamt richtig umzugehen.

Ich will dir keine Angst machen, aber wenn dein Umsatz stimmt, dann hast du auch die Forderung des Finanzamts schon richtig ermittelt. Egal, ob du verdient hast, oder nicht, die Umsatzssteuer hat mit deinem Verdienst nichts zu tun und wird unabhängig davon erhoben. Vorsteuer, die mit der Umsatzsteuerforderung aufzurechnen wäre, hast du ja offensichtlich nicht bezahlt. Es sieht schlecht aus. Versuche daher beim Finanzamt morgen einen Aufschub zu erwirken und ab zum Steuerberater!!

hey,

also leider wird dir hier keiner helfen können ( ich hoffe es zumindest dass es keiner versucht weil es absoluter humbuk ist )!

klar kann ich dir jetzt erklären was das heisst , was du hättest machen müssen, für was es zu spät ist, was vielleicht dein Glück sein könnte ( auch in dem ganzen Mist ) etc....

ABER : das sind alles nur allgemeine Aussagen die ohne einen Blick auf deine Buchführungen , Rechnungen, Verkäufe etc alles richtig oder alles falsch sein kann! ausserdem würdest du es auch nicht verstehen ( bitte nicht persönlich nehmen )!

Geh zum Steuerberater und zwar sofort(!!!), aber denke dran dass das auch einiges kosten wird je nachdem wie deine Buchführung ( je nachdem ob du überhaupt eine richtige hast ) aussieht!

Das FA macht dir gnadenlos die Konten dicht und leitet ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung ein !!!

Familienhilfe ablehnen

Hallo, wir hatten im Januar 2010 freiwillig eine Familienhilfe beantragt, weil wir mit unseren Sohn (Januar 2008 geboren) nicht so klar kamen. Wir hatten bisher 3 offizielle FH (die erste von 02/2010 bis 03/2011, dann die zweite von 03/2011 bis 02/2012 und ab 02/2012 die dritte FH), plus 2 Vertretungen. Die erste FH tat uns als Familie noch gut, sie half uns und gab uns Tipps. Im Mai 2010 kam unser zweiter Sohn zur Welt. Bei der zweiten FH gab es einige Veränderungen: unser Sohn kam Ende Juni 2011 in eine Pflegefamilie (Vorschlag vom JA, wir bewilligten ein), weil er erhebliche Sprachstörungen hat und von einer geistigen Behinderungen befallen wäre, zeitgleich kam unsere Tochter auf die Welt und unser zweiter Sohn kam in die Kita. Ich mache seitdem das Elternjahr (bis 07/2012), meine Frau geht arbeiten. Es klappt auch sehr gut mit dem Haushalt, mit dem Geld, mit Vorsorgeuntersuchungen etc.. Seit Oktober 2011 sage ich immer wieder zum JA und zur FH, dass wir keine Hilfe mehr brauchen. Auch weil wir seit Januar 2012 meinen, dass wir unseren Sohn wieder zurückhaben wollen. Als Grund gibt man uns aber immer nur an: "Rückführung vom Sohn", dann sollen wir ein Haushaltsbuch führen (wir haben zum Ende des Monats noch Geld übrig, wird aber von meiner Frau gerne ausgegeben -.-), und die FH soll mit mir wegen Arbeit schauen (ich habe mich aber freiwillig in einer Komeptenz-Agentur gemeldet, will das alleine machen). Wir brauchen die FH nicht, aber wir bekommen sie nicht los. Immer wieder wird nach Gründen gesucht, ich habe den Eindruck, dass das JA nach Fehlern sucht und das es nicht mehr nur um die "Rückführung" geht. Ich will endlich wieder selbstständig und frei leben können. Zweimal pro Woche kommt sie zum Hausbesuch, wir haben als Familie keine freie Woche. Das JA meint immer nur, dass ich schriftlich die FH ablehen soll, bloß ich habe nie etwas unterschrieben, meine Frau hat sich ja damals freiwillig gemeldet, und nun werden alle Kinder mitreingezogen. Der Mittlere wird ja 2 Jahre, das ist ja ein gefundenes Fressen für das JA, betreffs Trocken werden und Sprechen lernen. Aber um die 2 Jüngsten haben wir doch nie Hilfe beantragt (die Termine der FH fallen so aus, dass sie immer beide Kinder sieht, also m.M.n geht es hier mehr als um die "Rückführung"). Und jetzt seit 2 Wochen lassen wir die FH nicht mehr in die Wohnung, heute kam ein Brief, wo drin steht, dass die FH eine Meldung machen muss, wenn wir sie nächste Woche nicht reinlassen. Ich wollte jetzt mal fragen, wie so eine Meldung abläuft? Kann das JA die Polizei einschalten? Kindeswohlgefährdung liegt (100%!) nicht vor. Wie können wir endlich diese nervige FH loswerden?

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