Überweisung an Begünstigten mit falschen Buchstaben?

7 Antworten

Die Bank richtet sich nach Ihren Geschäftsbedingungen und nicht nach Deinen Vorstellungen. Mit der Einführung der Iban gibt es neue Überweisungsregeln. Ein erwachsener Mensch ist für seine Handlung verantwortlich. Du kannst versuchen Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung gegenüber dem Zahlungsempfänger durchzusetzen. Eine Rückzahlung ist somit nur mittels rechtskräftigem Urteil durch ein Gericht möglich oder wenn der Zahlungsempfänger dies freiwillig tut.

Ich nehme mal an, das es sich um eine Betragsgröße handelt, die weder einen Rechtsanwalt, noch die Kosten für ein gerichtliches Urteil rechtfertigt; deshalb falls nicht freiwillig Rückzahlung erfolgt, den Betrag vergessen und dazulernen.

Gemäß § 675r BGB ist die Bank berechtigt, "einen Zahlungsvorgang ausschließlich anhand der von dem Zahlungsdienstnutzer angegebenen Kundenkennung auszuführen" - also z.B. anhand der IBAN. Der Name braucht daher nicht geprüft zu werden.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__675r.html

Das bedeutet zwar nicht, dass der Name unerheblich wäre, aber für den interessiert sich dann eher die Bank des Empfängers, wie dieses Beispiel zeigt: https://www.gutefrage.net/frage/bankkonto-gesperrt-weil-falscher-name-angegeben

Einzelne falsche Buchstaben oder ähnliche Fehler spielen dabei aber keine Rolle.

Mit Einführung von IBAN hat sich das grundlegend geändert ...

Seit Einführung der IBAN gleichen Banken nicht mehr den Namen des Kontoinhabers mit der dazugehörigen Kontonummer ab. Wenn Sie sich bei einer Überweisung vertippen und versehentlich eine falsche IBAN eingeben, dann bemerkt das Banking-System den Fehler nur, wenn diese IBAN nicht existiert.
Haben Sie aber Pech und geben aus Versehen eine existierende IBAN ein, dann wird Ihr Geld auf ein anderes Konto als gewollt überwiesen, auch wenn der Name des Empfängers mit Ihren Angaben nicht übereinstimmt. ...
Ist Ihnen eine Fehlüberweisung unterlaufen, haben Sie nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen der meisten Banken schlechte Karten. Die Banken sind nämlich nicht verpflichtet, Ihnen in so einem Falle zu helfen. Probieren sollten sie es trotzdem – und zwar schnell! ...
Problematisch wird es, wenn das Geld schon auf einem anderen Konto ist. Dann kann der Inhaber dieses Kontos nämlich darüber verfügen.

sehr informativer Artikel! https://www.mdr.de/umschau/quicktipp/quicktipp-falsch-ueberwiesen-100.html

Jetzt kannst Du

Das war mal...

Die Bank prüft nur ob es eine Bankverbindung gibt, dann wird überwiesen. Verwendungszweck oder Name sind völlig egal.

Ich war aber überzeugt, dass wenn der Begünstigte falsch ist, muss die Bank nachfragen oder zurückbuchen, wenn ich das möchte?

@hansjoerg1234

Da warst du dann leider "falsch überzeugt".

Das ist schon viele Jahre her, da wurde Begünstigter und Kontodaten abgeglichen. Heute ist man als Bankkunde verpflichtet genau zu prüfen bevor man eine Überweisung tätigt, da kann ein Zahlendreher schon mal viel Zeit und Mühe bedeuten...

@hansjoerg1234

Woraus leitest Du das ab? Zumal es ja hier nicht um einen „falschen Begünstigten“ geht, sondern um einen scheinbaren Tippfehler.

@germanils

Ja word und world ist ja schon nicht ganz das Gleiche, es wäre einfach auch für die Bank einen möglichen Grund gewesen, dass Geld möglichst schnell zurückzubuchen, weil ich habe das der Bank innerhalb von 1-3 Tagen gemeldet weil ich der Meinung war es sind Betrüger / Kriminelle und ich bekomme mein Geld sonst gar nie mehr und es war ein Betrag über 100'000 und ich habe das Geld jetzt auch tatsächlich nicht mehr bekommen und es ist weg !!!!

@hansjoerg1234

Ja klingt total plausibel dass Du Kriminellen absichtlich 100.000 EUR überweist, weil es ja nicht ankommt weil Du einen Buchstaben weglässt...

@germanils

Er meint bestimmt bestimmt 100.000 Bolivar. ;)

@germanils

Sorry, das habe ich erst nachher per Zufall rausgefunden und es war wirklich ein Schreibfehler nich Absicht, aber ich wollte die Frage so stellen.

Und jetzt weiss ich nicht mehr was machen weil der Begünstigte ist nicht mehr erreichbar und wenn die Bank sofort reagiert hätte wäre das vielleicht nicht passiert

@Kamikaze2001

ist ein Beispiel genau

@hansjoerg1234

Die Bank muss nicht reagieren...!
Du musst prüfen an wen du überweist, nicht die Bank. Die Bank halt alles richtig gemacht.

@Kamikaze2001

Ja richtig. Die Bank hätte aber das Geld zurückbuchen müssen oder können mit dem Vermerk "falscher Begünstigter/Kontonummer" und sie haben das nicht sofort gemacht.

@hansjoerg1234

NEIN! Hätte sie nicht müssen...

gschyd hat es oben doch auch ausführlich gepostet, die Bank schließt eine Haftung aus. Du musst genau schauen an wen du überweist und nicht die Bank.

Du hast der Bank den Auftrag gegeben zu überweisen, das hat sie gemacht. Zu mehr ist die Bank nicht verpflichtet. Alles andere wäre evtl. Kulanz, aber kein Muss.

@Kamikaze2001

Ja richtig, das habe ich schon verstanden und ich rede schon von Kulanz und ich mache der Bank keinen rechtlichen Vorwurf. Ich habe um Hilfe gebeten und die Bank hat zu wenig schnell reagiert und klar ist es kein Muss aber es wäre nett gewesen. Wie könnte mir die Bank jetzt helfen ? Der Begünstigte hat natürlich jetzt die Rückzahlungsforderung abgelehnt. ???

@Kamikaze2001

Ja richtig, das habe ich schon verstanden und ich rede schon von Kulanz und ich mache der Bank keinen rechtlichen Vorwurf. Ich habe um Hilfe gebeten und die Bank hat zu wenig schnell reagiert und klar ist es kein Muss aber es wäre nett gewesen. Wie könnte mir die Bank jetzt helfen ? Der Begünstigte hat natürlich jetzt die Rückzahlungsforderung abgelehnt. ???

@hansjoerg1234

Die Bank gar nicht. Wenn du denkst das da ein Betrug stattgefunden hat, dann ist es Sache der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft da zu ermitteln und das zu verfolgen.

Also musst zur Polizei und Anzeige erstatten. Und die klären das dann..oder eben auch nicht. Oder anders ausgedrückt: Ob man sein Geld nach einem Betrug wieder sieht ist immer ungewiss...

@Kamikaze2001

Danke vielmals für die Info / genau weg ist weg besser zuerst genau informieren

@hansjoerg1234

Ja noch ist nichts weg... das gilt es ja heraus zu finden. Kannst Glück haben, aber dafür musst eben eine Anzeige erstatten.

Ziemlich trollig das alles (€100.000, das glaubst Du selbst nicht).

Aber zum Thema allgemein:

Pech gehabt!

Vorher nachdenken und informieren kann nie schaden. Die Bank hat damit nichts am Hut, nur die IBAN ist maßgebend.

http://www.t-online.de/finanzen/id_46770464/wie-sie-eine-ueberweisung-zurueckholen-koennen.html

Interessante Information: Schnell an den Empfänger wenden.

Dieser Anspruch sollte möglichst schnell geltend gemacht werden. Der Grund: Der Empfänger muss das Geld nur so lange herausgeben, wie er "bereichert" ist (Paragraph 818, Absatz 3 BGB). Wenn der Überweisungsempfänger das Geld verprasst hat, etwa bei einer kurzfristig gebuchten Urlaubsreise, ist er nicht mehr bereichert – und muss nichts mehr rausrücken.

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