Übertrag bzw. Veräußerung von mit Nießbrauch belegtem Eigentum möglich?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Sie und Ihr Bruder als Miteigentümer zu je 1/2 im Grundbuch eingetragen sind, ist es selbstverständlich möglich, dass Sie Ihren 1/2-Anteil an Ihren Bruder übertragen. Die Eintragung des Nießbrauchs für den Vater hindert die Eigentumsübertragung nicht. Der Erwerber, Ihr Bruder, erwirbt dann eben die mit dem Nießbrauch belastete Eigentums-hälfte von Ihnen und muss diesen Nießbrauch hinnehmen (wie er ja auch für seine Hälfte diesen Nießbrauch bestellt hat). Am Bestand des Nießbrauchs für Ihren Vater ändert das nichts. Da die Übertragung ohnehin vor einem Notar vorgenommen werden muss, setzen Sie sich am besten mit diesem in Verbindung. Sehen Sie aber zuvor in den Übertragungsvertrag zwischen Ihrem Vater und Ihnen und dem Bruder, ob im Falle des Verkaufs irgendwelche Rückübertragungsrechte oder dergl. ifür Ihren Vater n Kraft treten. In diesem Fall müsste Ihr Vater in der Weise mitwirken, dass er notariell auf die Rückübertragung verzichtet, wenn Sie an Ihren Bruder verkaufen.

Das ist ganz sicher möglich. Sie müssen allerdings damit zum Notar und das kostet natürlich Geld. Aber es geht ganz bestimmt. Der Nießbrauch muss gewahrt bleiben und das ist ja der Fall. Viel Erfolg!

Einen Erbteil vor Eintritt des Erbfalles zu veräußern/übertragen ist meines Wissens nicht möglich. Ist Ihr Vater Eigentümer ? Hat jemand anderes ein Wohn- Nutzungsrecht ?

Um was für einen Nießbrauch handelt es sich denn ? Wohn- bzw. Nutzungsrecht Ihres Vaters denke ich mal, der ist zu Lebzeiten abtretbar, damit etl. auch verwertbar ... , erlischt aber mit dem Ableben Ihres Vaters.

Dies ist keine Rehtsberatung, nur meine Einschätzung, weiter wären klare Aussagen zur Fragestellung erforderlich ...

Hallo,

vielen Dank für ihre Antwort!

  • Eigentümer sind mein Bruder und ich, jeweils zur Hälfte

  • Mein Vater hat Vorbehaltsnießbrauch (welchen er faktisch nicht nutzt)

  • Mein Bruder wohnt in dem Haus und wird dort vor. auch langfristig wohnen. D.h. im Erbfall wird er mich eh auszahlen. Genau diesen Vorgang würden wir nur gerne schon vorziehen.

Beste Grüße Jörg

Ihr wart ja sicher bei einem Notar, den musst du fragen. Ich vermute, du kannst nur auf dein Erbe verzichten. Geld wirst du nicht kriegen - woher soll er das nehmen? Und du wirst es ewig bedauern. Immobilien steigen ja ständig im Wert. http://www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/bauen_wohnen/geld_recht/niessbrauch.jsp

Den Notar zu fragen, wäre sicherlich der nächste Schritt. Danke für den Tipp.

Moment: Mein Bruder würde mich natürlich entsprechend auszahlen für meine Hälfte! Und dass Immoblien "ständig" im Wert steigen, ist schon sehr pauschal. Das kommt natürlich im Wesentlichen auf die Immobilie selbst und insb. auch die Lage an. Nichts desto trotz: Eine Gütertrennung ist im Alltag darüber hinaus oft auch noch sehr von Vorteil!

VG Jörg

wir haben es seinerzeit mit einem Notar/ Steuerberater besprochen und schriftlich festgelegt. Das Risiko es aus der hohlen Hand zu machen wäre mir zu groß.. Bei uns spielte auch noch pflegebedürftigkeit eine Rolle.

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