Überstunden trotz bestehender Krankschreibung angerechnet

4 Antworten

Es ist ganz zweifelsfrei, dass Deinem Mann die Überstunden nicht als Freizeit während der Erkrankung verrechnet werden dürfen!

Dein Hinweis in einem Kommentar unten ist zwar richtig, wonach Freizeit wegen Überstundenabbaus, die vor der Erkrankung des Arbeitnehmers vereinbart worden ist, für den Arbeitnehmer verloren ist: er bekommt die Überstunden nicht wieder gutgeschrieben.

Im Falle Deiner Frage ist es - wie Du selbst ja schon richtig festgestellt hast - allerdings völlig anders: Hier wurde vor der Erkrankung Deines Mannes keine Freizeit zum Überstundenabbau vereinbart; der Arbeitgeber kann eine solche Freizeit nicht während der Erkrankung Deines Mannes in den Dienstplan eintragen; dass er der Annahme war, zum Zeitpunkt des Dienstes sei Dein Mann wieder arbeitsfähig und könne dann seine Freizeit zum Überstundenabbau nehmen, spielt keine Rolle: der Anspruch Deines Mannes auf Ausgleich der Überstunden durch Freizeit bleibt bestehen!

Es gibt dazu tatsächlich keine expliziten gesetzlichen Bestimmungen, sondern diese Regelungen ergeben sich aus der allgemeinen Rechtsprechung, dem Richterrecht.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass Du zu Deinem konkreten Fall nichts im Internet findest, sondern nur die Fälle, in denen Arbeitnehmer ihre Überstunden "verlieren", wenn sie während einer geplanten Arbeitsbefreiung zum Abbau der Überstunden erkranken. Denn die Rechtsbeziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sieht schlicht und einfach nicht vor, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer während dessen Erkrankung zum Überstundenabbau freistellt - und das ist auch nicht möglich:

Ein erkrankter Arbeitnehmer kann von seinem Arbeitgeber nicht von der Arbeit freigestellt werden, da er aufgrund der Erkrankung ohnehin seine Arbeitsleistung nicht erbringen kann!

Das Vorgehen des Arbeitgebers Deines Mannes ist daher nicht haltbar!

Das Vorgehen des Arbeitgebers Deines Mannes ist daher nicht haltbar!

Das sehe ich auch so.

Ich weiß nicht, ob ich deine Ausführungen richtig verstehe, aber der Arbeitgeber kann keine Überstünden mit Krankschreibungen verrechnen.

laut gerichtsurteil kann ein arbeitgeber, wenn ich das richtig verstanden habe, überstunden abziehen, wenn das abbummeln dieser vereinbart war, der arbeitnehmer aber dann oder wärend dieser zeit krank ist. in unserem fall war mein mann aber schon krank eher der dienstplan überhaupt erstellt wurde. wurde aber vom arbeitgeber im schichtplan eingeteilt. angeblich sollte er im märz dann überstunden abbummeln wenn er auf arbeit gewesen wäre. war er nicht und die überstunden wurden trotzdem abgezogen.

@Stiefmama

Das Gerichtsurteil würde ich gerne mal sehen. Das Teil heißt nicht umsonst "Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung". In dieser Zeit ist der Arbeitnehmer gesundheitlich nicht in der Lage zum Arbeiten. Dafür wird weder Urlaub noch Überstunden abgezogen. Lasst euch nichts erzählen. Das ist Unsinn.

@ wedsawetrtzg:

Das Gerichtsurteil würde ich gerne mal sehen.

Die Information im Kommentar von Stiefmama ist aber richtig für den Fall vorher vereinbarter Freizeit wegen Überstundenausgleichs!.

Wenn ein Arbeitnehmer planmäßig frei hat, um z.B. Überstunden abzugleiten, dann vor oder während der Freizeit arbeitsunfähig erkrankt, hat er keinen Anspruch auf Ersatz (oder Bezahlung).

Bei der Erkrankung gilt das Lohnausfallprinzip: Da der Arbeitnehmer vereinbarungsgemäß nicht arbeitet (wegen Abgleitung seiner Überstunden), gibt es auch keinen Lohnausfall, der auszugleichen wäre.

Hier wird anders verfahren als im Falle der Erkrankung bei Urlaub!

Im konkreten Fall Frage verhält es sich aber anders, da die Freizeit für den Arbeitnehmer erst während dessen Erkrankung in den Dienstplan eingetragen wurde; hier ist der Arbeitgeber nicht berechtigt, die Überstunden abzurechnen!

Ich sehe das auch so und ich denke das ist auch logisch, dass man keine uebersrunden abfeiern kann im krank.

Ich würde lieber ins Krankenhaus gehen und den Doktor fragen , ob er dem Arbeitgeber deines Mannes eine Bestätigung zu der Abeitsunfähigkeit zeigt.

das er krank war und nicht arbeiten konnte während dieser zeit wird nicht angezweifelt :-)

Krankschreibung kurz nachdem ich gekündigt habe - ist das strafbar oder als Vorsatz anerkannt? - UMFRAGE?

Hallo.

UMFRAGE: Sollte ich mich von Anfang bis zum Ende meiner Kündigungsfrist oder auch eventuell nur 2 Wochen, - oder lieber gar nicht krankschreiben lassen?

Ich habe vor, morgen meine aktuelle Arbeitsstelle per Einschreiben mit Rückschein unter Einhaltung der gesetzlichen Frist (1 Monat) zu kündigen.

Ich möchte dort kündigen, weil mich der Arbeitgeber nur ausnutzt und mich schuften lässt, ohne dies wirklich zu wertschätzen.

Ich habe noch etwa 30 Überstunden und ca. 10 Tage Resturlaub.

Wenn ich mich noch weitere 4 Wochen zu der Arbeit begebe, trotz Schmerzen im Bein und einen dadurch einen sauberen Abgang hinlege, werden mir dann mein Resturlaub und meine Überstunden noch ausgezahlt?

Wie werden mich wahrscheinlich meine Kollegen und Vorgesetzen verhalten, wenn ich nach ca. 10 Jahren dort kündige?

Werden diese einen sauberen Abgang von mir wertschätzen?

Was würde passieren, wenn ich mich 2 oder 4 Wochen (bis zum Ablauf der Kündigungsfrist) noch krankschreiben lassen würde?

Würde ich dann noch zum Betriebsarzt geschickt werden und evtl. eine Strafanzeige von meinem ehemaligem Arbeitgeber bekommen oder fristlos gekündigt werden (nachdem ich schon gekündigt habe)?

Würde es einen Unterschied machen, ob ich 2 Wochen oder 4 Wochen krankgeschrieben bin?

Eigentlich möchte ich mich gerne die letzten beiden Wochen krankgeschrieben sein, um mir meinen Urlaub und meine Überstunden auszahlen zu lassen.

Einen Aufhebungsvertrag hat mein Arbeitgeber im übrigen nicht akzeptiert.

Vielen Dank für alle Antworten im Voraus.

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