Überstunden -Vergütung-Freizeitausgleich-Zuschläge?

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Entgeltfortzahlung:

Die Entgeltfortzahlung bemisst sich tatsächlich nach dem Entgelt für die regelmäßige Arbeitszeit. Überstunden weren dort nicht berücksichtigt.

Überstunden:

Wenn in Ihrem Arbeitsvertrag eine feste Arbeitszeit von 5 Stunden pro Woche vereinbart wurde, dann müssen Sie auch keine Überstunden leisten. Lediglich, wenn vereinbart wurde dass Sie auf Anordnung Mehrarbeit leisten müssen, können Sie sich nicht gegen eine Anordnung vomn Überstunden nicht wehren.

Immerhin bezahlt der Arbeitgeber angeordnete wie nicht angeordnete Überstunden. Gesetzlich, besteht die Verpflichtung zu einem 1 zu 1 Zeitausgleich, in Gutzeit. Nur wenn es eine dahingehende Vereinbarung gibt, muss der Arbeitgeber einen Überstundenzuschlag bezahlen. Bezahlt er Vollzeitkräften einen Überstundenzuschlag, muss er diesen auch an die Teilzeitkräfte zahlen, denn er darf die Teilzeitkräfte nicht schlechter behandeln, als die Vollzeitkräfte, sonst verstößt er gegen das Diskriminierungsverbot, gemäß Teilzeit- und Befristungsgesetz.

Was tun?

Klären Sie erst einmal, ob Sie überhaupt Überstunden leisten müssen.

Falls ja, empfehle ich Ihnen erst einmal mit dem Arbeitgeber wegen einer Verlängerung der Arbeitszeit auf ein realistisches Maß zu sprechen.

Gibt es keine Einigung mit dem Arbeitgeber, oder sind Sie nicht verpflichtet Überstunden zu leisten sollten Sie sich in der Reihenfolge an diese Stellen wenden:

- Ich empfehle Ihnen sich zuerst an den Betriebsrat zu wenden, so es in dieser Firma einen gibt, denn der hat bei dem Thema Überstunden mitzubestimmen..

- Wenn Sie Mitglied in der Gewerkschaft sind, können Sie sich auch von denen beraten lassen.

- Als letzte Möglichkeit bliebe der Gang zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Kommt keine für Sie tragfähige Lösung in Betracht, dann empfehle ich Ihnen sich nach einem anderen Job umzuschauen.

Hier Ein guter Link zur Teilzeit.

http://www.bmas.de/portal/10694/teilzeit__rechtliche__situation.html

Peter Kleinsorge

Die geleisteten Überstunden müssen mit den entspr Zuschlägen bezahlt werden. Sie können auch durch Freizeit ausgeglichen werden, allerdings muss trotzdem der jeweilige Zuschlag (normaler Zuschlag, Nachtzuschlag, Sonntagszuschlag) bezahlt werden. Deine Urlaubstage ändern sich dadurch nicht. Auch die Bezahlung für die Zeit deiner Urlaubstage basiert auf der 20-Stunden-Reglung pro Woche. Allerdings würde ich doch mal bei einem Anwalt für Arbeitsrecht oder beim Amtsgericht (kostenlose Rechtsberatung) nachfragen, ob dein Arbeitsvertrag nicht umgeschrieben werden muss. Denn diese Handhabung, wie das bei dir jetzt läuft, ist nicht normal und bestimmt nicht rechtens.

Hallo Manic85,

es wäre ratsam sich in Deinem Fall mal an den BR zu wenden wenn einer vorhanden ist.

Wenn nicht, dann schau mal ob es auch einen Tarifvertrag für Deine Branche gibt. Im Einzelhandel z.B. besagt der Tarifvertrag ( leider hab ich jetzt die genauen Zahlen nicht im Kopf ) das wenn man in einem Kalenderjahr auf eine gewisse Zahl an Überstunden im Schnitt von soundsoviel im Monat kommt dann muss der AG Deinen Arbeitsvertrag auf die Stundenzahl erhöhen die Du im Schnitt pro Monat mehr geleistet hast. Auch im Krankheitsfall werden die Stunden die in den letzten 12 Wochen im Schnitt pro Woche geleistet wurden, für eine Berechnung der zu bezahlenden Stunden veranschlagt.

Ich hoffe das war einigermaßen verständlich ausgedrückt!?!

Also, schau mal ob es für eure Branche einen Tarifvertrag gibt.

 

LG

yellocappy

Zuschläge sind entweder Tariflich bedingt oder eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, d.h. sie sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Daher hättest du diesen Fall schon beim Arbeitsvertrag berücksichtigen müssen. 

Staatich geregelt, ist die steueriche Besserbehandlung von Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Allerdings wurde dies zuletzt sehr - bis auf wenige Berufsgruppen - eingeschränkt. Gleiches gilt für die besteuerung von Zulagen.

Beim Urlaubsanspruch ist da nicht viel zu berechnen, weil da ein Arbeitstag einem Urlaubstag entspricht. Sollte dich dein Arbeigeber dabei übervorteilen wollen, dann könntest du auf eine Änderung des Arbeitsverträges pochen oder vors Arbeitsgericht ziehen. Der Arbeitsvertrag sollte den tatsächlichen Gegeben entsprechen. Wielange du dann bei der Firma noch arbeiten bleibst -bleibt außen vor.

Das Vorgehen deines Arbeigebers ist allerdings nicht OK.

 

 

 

Das machen leider viele Firmen. Es gibt zwei Möglichkeiten:

1) Auf die Einhaltung deiner 5 Std. pochen, also nur Überstunden in geringen Mass tätigen.

2) Arbeitsvertrag abändern lassen - da hast du nur kein Anspruch darauf.

Wenn du etwas ändern willst, so musst du Härte zeigen.

 

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