Über Gelb/Rot gefahren und gestoppt

5 Antworten

Du musst jetzt erst einmal den genauen Vorwurf abwarten. Der kommt in ein paar Wochen von der Bußgeldbehörde und sieht wahrscheinlich wie folgt aus:

TBNR 137600 Sie missachteten das Rotlicht der Lichtzeichenanlage.

§ 37 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 132 BKat

  • 90€ Bußgeld
  • 3 Punkte
  • 23,50€ Gebühren

Dazu kämen dann auch Probezeitmaßnahmen falls Du noch in der Probezeit bist.


Der Nachweis eines Rotlichtverstoßes ist auch durch Beobachten möglich. Daran sind aber besondere Anforderungen gestellt. Die Beamten müssten ganz bewusst Dich und die Ampel aus einer guten Position beobachtet haben, einfach so aus dem Augenwinkel aus 300m Entfernung geht das nicht. Wenn sie es aber genau beobachten konnten dann brauchen sie keinen Beweis, denn dann reicht die Zeugenaussage aus.

Schreib Dir den Sachverhalt jetzt gleich so genau wie möglich auf, dann vergisst Du nichts. Bis der Bußgeldbescheid kommt kannst Du Dich ja schon einmal nach einem geeigneten Anwalt umsehen, vorher würde ich nichts unternehmen.

Schreib Dir den Sachverhalt jetzt gleich so genau wie möglich auf, dann vergisst Du nichts.

Aber verstehen tut man bei DEM "deutsch" irgendwie auch nix ;-)

Da sieht man mal wieder wie dumm das Deutsche Gesetzt ist. Recht haben und recht bekommen sind einfach so dumm geregelt.

Auch wenn es 2 waren kann es sein das Aussage gegen Aussage steht. Da die erstmal beweisen müssen das es so war bis du das Gegenteil beweisen musst.

Also schön auf deiner Meinung pochen

"Aussage gegen Aussage" gibt es nicht!

Die Aussage eines Zeugen muss vollständig und wahrheitsgemäß sein sonst macht er sich mindestens der Falschaussage nach § 153 StGB strafbar. Das gilt natürlich auch dann wenn der Anzeigende selbst der Zeuge ist.

Der Betroffene (bei OWi) oder Beschuldigte (bei Straftaten) dagegen muss überhaupt nicht aussagen und darf sogar unbgestraft lügen.

Daraus ergibt sich dem Zeugen gegenüber eine höhere Glaubwürdigkeit...

Da sieht man mal wieder wie dumm das Deutsche Gesetzt ist. Recht haben und recht bekommen sind einfach so dumm geregelt.

Ja, Das ist wirklich ein Anzeichen für die "Dummheit" des Gesetzes. Es muss dch immer DER "Recht" bekommen, der sich im Recht fühlt.

herrwirfhirn

Hallo Anton96. Die Straße die ich entlang fuhr ist bis zu dieser Ampel eine 70er Zone. Demzufolge bin ich da bereits schon ca 75-80 km/h gefahren. Es ist eine Geschwindigkeitsverstoß, das weiß ich und das braucht mir jetzt keiner zusätzlich auf die Nase zu binden.Das ist auch nicht der Punkt. Als die Ampel dann von grün auf gelb umschaltete, habe ich natürlich, wie es jeder machen würde, das Gasüedal durchgedrückt, was jeder genauso machen würde. Demzufolge müsste ich dann schon knappe 90 Sachen draufgehabt haben. Das ist bei diesem Tempo nicht voll in die Eisen steigen will, das ist klar. Das wurde mir vor 18 jahren in der Fahrschule auch so erklärt.Aber ab nem gewissem Tempo sollte man keine Vollbremusng hinlegen, da sonst auch der rückwärtige Verkehr in Gefahr gebracht werden kann.In jeder 50er Zone und in 30er erst recht, hätte ich es gar nicht versucht.Ich bin Berufskraftfahrer und habe mehr als genügend Ergarung im Stadtverkehr. Der Punkt ist einfach der : Wenn die Beamten ganz deutlich, aus einer guten Position gesehen haben, sprich, sie haben das Ampellicht direkt gesehen und mich, wie ich bei rot drüber gefahren bin, dann sollen sie dazu sagen wo sie genau gestanden waren.Dann muss eben mein Kopf rollen.Aber sie müssen es eindeutig gesehen haben und nicht nur vermuten oder denken.Und genau das, ist der springende Punkt. Als sie mich anhielten, wuderte ich mich soweiso, wieso ich das Blaulicht erst nach ca. 10 Sec. gesehen habe, wieso sind sie mir nicht augenblicklich gefolgt und haben sofort das Blaulich und die Sirene eingeschaltet ? Ich war ja bereits 2 Ampeln weiter und dort haben sie mich dann erst raugewunken, wie gesagt erst fast 10 Sek nachdem ich die gelbe Ampel passiert habe.

Ich geben in der Regel nicht zusätzlich Gas wenn ich genau so gut vor der Ampel bremsen kann, das gas geben kann sogar gegen dich ausgelegt werden. Wenn du vor Gericht ziehts tu dir selber einen gefallen und nimm einen Anwalt mit, wenn du die Äußerungen die du hier von dir gibt auch vor dem Richtertisch von dir gibst hast du bereits verloren. Ich will hier gar nicht den Moralapostel spielen auch ich habe schon vor gelben Ampel Gas gegeben um noch rüber zu kommen nur ist mir auch klar das ich dabei immer das Risiko eingehe eine Rote Ampel zu überfahren, das ist der Grund warum ich das auch nur in Ausnahmefälle mache. Noch eines bei 80 km/h legst du etwa 22 Meter in der Sekunde zurück, so Leid es mir tut aber das sieht für mich immer noch nach eine Rotlichtdelikt aus. Du hättest ohne Vollbremsung noch anhalten können.

Wenn man 50 bis 70 Meter vor einer Ampel ist und die Ampel springt auf Gelb, dann hat man (bei entsprechender Geschwindigkeit) genügend Zeit - und zwar, um zu bremsen. Wenn die Ampel nämlich rot wird und Du noch auf der Kreuzung bist, dann ist das genau der Rotlichtverstoß, welcher Dir jetzt vorgeworfen wird.

Du hast nach deiner Aussage ganz klar eine gelbe Ampel missachtet, Eine gelbe Ampel darf nur überfahren werden wenn es unmöglich ist vor ihr zu stehen zu kommen ohne voll in die Eisen zu gehen. Nach deiner Beschreibung war aber genügend Platz und Zeit vorhanden damit du dein Fahrzeug vor der Ampel zu stehen bekommen. Deine Beschreibung legt sogar nahe das du tatsächlich eine Rote Ampel überfahren hast. Die Polizisten wissen auch wie problematisch es ist genau zu sagen wie lange die Ampel bereits Rot war bevor du sie überfahren hast, deshalb werfen sie dir nur vor das du eine Ampel überfahren hast die weniger als eine Sekunde Rot angezeigt hat. Wenn du dies Aussage so vor Gericht wiederholst wird der Richter mit ziemlicher Sicherheit den Aussagen der Polizisten glauben. Bei einem Abstand von 50 bist 70 Meter von einer Ampel die auf gelb spring benötigst du bei Tempo 50 etwas 4 bis 5 Sekunden bis du die Ampel erreichst, ich finde die Aussage der Polizisten durchaus Glaubwürdig wenn ich deinen Beschreibung des Vorgangs zugrunde lege.

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