Über 450€ gearbeitet? Arbeitgeber will nicht zahlen?

5 Antworten

Er sagte mir am Telefon auch, dass wenn ich nicht unterschreiben würde, sie mir gar kein Geld geben könnten, weil mein 450€ Vertrag das ja nicht zulässt...
muss ich das wirklich tun?

Nein, mußt du nicht! Laut minijob-zentrale.de gilt folgende Regelung bei: Was passiert, wenn Ihr Minijobber die Verdienstgrenze überschreitet

Zahlen Sie Ihrem Minijobber einen Jahresverdienst bis 5.400 Euro, darf sein Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst Ihres Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.

Verdient Ihr Minijobber dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Sie erkennen können, dass Ihr Minijobber aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen wird.

Nachzulesen in dem Link hier in der minijob-zentrale.de unter 450-Euro-Minijob -> Entgeltgrenze: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

Gruß siola55

PS: Du solltest deinen Arb.geber unbedingt bitten, für dich die 2% Pauschalsteuer zu entrichten: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/08_steuerrecht/node.html

Hast Du Dich nicht bei der Stundenzahl vertan?

Frag' mal beim Arbeitgeber nach, ob er Dir insofern entgegenkommt, dass Du die Stunden, die Du > 450€ gearbeitet hast als "freiwillige Spende" Deinerseits ansieht.

So verlierst Du zwar 40€ - bist aber auf jeden Fall einiges an Stress los ...

Red' einfach nochmal mit ihnen.

muss ich das wirklich tun?

Nein.

Ich käme billiger weg wenn sie mir die 490€ so überweisen würden

Das dürfen die nicht ohne weiteres.

Wie ist denn der Mehrverdienst zustande gekommen?

wie kann ich mich wehren ?

Letzten endes über die Arbeitsgerichtsbarkeit.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich hab statt 45, versehentlich 49h gearbeitet :/ und habe einen 450€ Vertrag

@Elaphia

Übertrag in den nächsten Monat und nur 41 Stunden arbeiten wäre der einfachste Weg.

Dein Fehler ist es überhaupt ohne bestehenden Vertrag gearbeitet zu haben. Sowas macht man nicht.

Für die Folgen und eventuelle Nichtbezahlung der wirklich geleisteten Stunden gibt es somit keine Grundlage. Da musst du jetzt wohl durch.

hä? Ich habe den Job doch als 450€ Vertrag ?

Dein Fehler ist es überhaupt ohne bestehenden Vertrag gearbeitet zu haben. Sowas macht man nicht.

Wenn ich auf der Arbeit antanze und dafür Geld erhalte, habe ich einen Vertrag.

Dieser könnte bezeugt werden durch Kollegen, Kunden, Lieferanten und meist auch durch Kontoüberweisungen.

450 € auszahlen lassen & dann in den nächsten Monat nehmen bzw. im nächsten Monat dann Minderstunden ableisten, damit man nicht in St Kl VI eingestuft wird.

Sonst muß auch der Arbeitgeber aufpassen, daß man nicht in den sozialversicherungspflichtigen Bereich kommt

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