Trotz Diebstahl zur Polizei?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Kannst du machen, vielleicht nehmen sie dich

warte nur noch auf die Verleumdung

Dann warte mal schön. Und ob dein Führungszeugnis sauber ist, ist irrelevant, denn du könntest vorbestraft sein, und es steht nicht im Führungszeugnis. Deshalb schaut die Polizei bei Bewerbern ins Bundeszentralregister. Sollte da ein Eintrag sein, wird es eng mit dem Berufswunsch.

Wenn das ein Problem gewesen wäre, dann wärst du gar nicht in das Progarmm aufgenommen worden. Das musst du denen ja nicht unbedingt auf die Nase binden.

In Zukunft bleibst du eh anständig und werde bitte nicht so ein Polizist, der immer so blöde Kommentare von sich gibt. Bleib Fair zu den Leuten.

Ich habe das Gefühl, dass Polizisten, die nicht bei der Polizei aufgenommen wären, Verbrecher geworden wären.^^ Die jungen Cops sind echt ätzend.

Ganz schlechte Idee, eine kriminelle Vorgeschichte zu verschweigen, denn das findet die Polizei durch Abfragen verschiedener Register raus.

Ich wurde nicht nach meiner Vergangenheit gefragt und habe selbstverständlich kein Wort darüber gesagt beim Vorstellungsgespräch. Habe auch alle Prüfungen sowie ärztliche Untersuchungen bestanden, nur fehlt halt noch die Leumundungsprüfung, wo ich leider nicht dabei bin. Es ist halt 6 Jahre her und ich habe Angst, dass sie mich deshalb ablehnen, obwohl ich erwachsener/reifer geworden bin und mich menschlich weiterentwickelt habe.
LG

@Terra3455

In den Bewerbungsunterlagen. Ganz sicher. Und da hast du es verschwiegen. Sonst würdest du dir ja keine Gedanken machen.

So ist es in den Tat manchmal. Besonders die, die felsenfest davon überzeugt sind, zur Elite zu gehören und der weltbeste Bewerber ever zu sein und es dann nicht schaffen, wenden sich dann ganz von der Bande, zu der sie nicht gehörenden dürfen, ab und der Kampf GEGEN sie beginnt.

Sirius66 woher willst du es wissen ? Hast du dich auch dieses Jahr bei der Polizei beworben und weißt es besser ? Nach all den Prüfungen kommt die Leumundsprüfung und da wird es entschieden. Davor musste man nichts angeben und nein ich habe keine Angst und frage halt zur Sicherheit nach, ob sich jemand damit auskennt und nicht sein Halbwissen im Internet verbreitet. Wenn es bei  der Polizei wegen dem Vorfall nicht klappt dann ist es halt so. Wollte nur wissen wie meine Chancen stehen

@Terra3455

Liebelein. Ich habe mich derzeit nirgends beworben. Ich sitze seit 30 Jahren fest im Sattel.

Ich LESE Bewerbungen!

@Terra3455

Mach dir keinen Kopf, du wurdest bereits gecheckt. Die laden keinen ein, den die nicht mögen.

Da keine Eintragung in das Führungszeugnis erfolgte, ist davon abzusehen, dass Sie dich deswegen ablehnen.

Bei der Polizei zu arbeiten, heißt aber auch dass man über entsprechende Rechtschreibkenntnisse verfügen sollte, welche du zum gegenwärtigem Zeitpunkt nicht ausreichend darlegst und sich in den Grundschulbereich bewegen.

Es ist ein allgemeiner Irrtum, dass nur das Führungszeugnis ausschlaggebend ist. Das trifft für den beamtenrechtlichen Aspekt zwar zu, aber für Zweifel an der charakterliche Eignung reichen Vorgänge in den polizeieigenen Datenbanken.

@Sirius66

Es kommt auf eine Verfahrenseinstellung gemäß § 170 Abs. 2 StPO oder § 151. Abs. 2 StPO an, die Speicherung erfolgt im Einklang mit geltendem Datenschutz und bei einer Verfahrenseinstellung aus einer der beiden Gründe, schläft die Akte gerade bei dem Amtsgericht.

@Bankfreund

Was du schreibst, ist mir bekannt, spielt aber keine Rolle.

Dankeschön

Gar kein Problem. Du brauchst und solltest das Ermittlungsverfahren nicht erwähnen. Du gilst unwiderlegbar als unschuldig, da Du ja nie verurteilt worden bist.

Woher ich das weiß:Beruf – Fachanwalt für Strf- und Verkehrsrecht

Deine Berufserfahrung ist für die Tonne!

@Sirius66

Alles klar, seit 1997 Fachanwalt für Strafrecht und exakt diesen Fall habe ich vor ca. drei Wochen auf dem Tisch gehabt.

@Dachtichsmir

Uiuiui ....

Bei einer Bewerbung bei der Polizei sind ALLE Verfahren, auch eingestellte, anzugeben. Auch nach anderen Kontaktsituationen mit anderen Sachverhalten, wo die Polizei in irgendeiner Weise involviert war, wird explizit gefragt.

Man sollte alles wahrheitsgemäß angeben. Tut man das nicht, gilt das als Täuschungsversuch und man fliegt. Entweder nur aus dem laufenden EAV oder sogar später aus dem Dienst.

Woher ICH das weiß?! Aus tatsächlicher BERUFSERFAHRUNG!!!

Als erzähl hier kein Kappes und koch denen, die bei dir die Entscheidungen treffen, weiter Kaffee.

@Sirius66

Jetzt aber ´mal langsam. Wir leben nicht in einem Überwachungsstaat. Der Bewerber muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, darüber hinaus hat die Polizei Zugriff auf das Bundeszentralregister. Alles ist in dem Fall komplett sauber. Niemand ist verpflichtet, noch weitere Angaben aus der Vergangenheit zu machen, wenn das für ihn von Nachteil sein könnte. In meinem Fall hat die StA versäumt, die Einstellung des Verfahrens wegen gefährlicher Körperverletzung aus Mai 2018 an das Zentralregister zu melden.  Deshalb hat die Polizei nachgefragt. Ein Anruf bei der StA hat ausgereicht, um die Einstellungsmitteilung zu erhalten und bei der Polizei vorzulegen. Danach war sofort Ruhe. FS gilt unwiderlegbar als unschuldig, weil kein Urteil das Gegenteil bezeugt. Keinesfalls braucht er anzugeben, dass er "zum Glück" unvorbelastet ist. Übrigens: Ich stehe weder in einem Abhängigkeitsverhältnis,  noch treffen bei mir andere Entscheidungen, was sollte FS mit Salat und Kaffee koche ich höchstens zuhause.

@Dachtichsmir

Du hast schlicht und einfach unrecht, fertig. Du hast noch nie einen Bewerbungsbogen der Polizei gesehen.

Richtig. Niemand MUSS ihn ausfüllen. Niemand MUSS dort arbeiten. Aber wer dort arbeiten will, muss ihn ausfüllen.

Es geht nicht um die Tat an sich. Es geht auch gar nicht um die Unschuld. Es geht um Ehrlichkeit. Unter Anwälten vielleicht ein seltener Begriff.

Fakt. Fertig. Basta. Der ganze Rest, den du schreibst, ist in diesem Fall unerheblich.

@Sirius66

In welchem Bundesland wird denn aufgrund welcher offensichtlich verfassungswidriger Vorschrift danach gefragt? Wie genau lautet denn die Frage im Bewerbungsbogen in Deinem Bundesland?

@Sirius66

O.K., im Formular 2 - Erklärung zum Bewerbungsvorgang NRW - wird danach gefragt. Man muss sowohl strafrechtliche Verurteilungen, als auch in der Vergangenheit anhängige Ermittlungsverfahren angeben. In der Belehrung unter den Fragen wird aber unterschieden. Verschweigt man strafrechtliche Verurteilungen wahrheitswidrig, kann das zur Ablehnung der Bewerbung führen (selbstverständlich). Bei früher anhängigen Ermittlungsverfahren, die nicht zu einer Verurteilung geführt haben, ist das nicht der Fall (ebenso selbstverständlich, da andernfalls verfassungswidrig).

@Dachtichsmir

Dankeschön.

Und glaub mir: Jede LaPo und auch die BuPo hat so eine Passage.

Und wer da falsche Angaben macht, ist raus. Um das Delikt an sich geht es dann gar nicht mehr.

Fakt. Und MEINE Berufserfahrung!

@Sirius66

Das ist doch klar. Kein Gesetzgeber kann einen Bewerber sanktionieren, wenn er die Frage nach einem konsequenzlosem früheren Ermittlungsverfahren wahrheitswidrig verneint. Stell´ Dir vor, da wurde einmal ein Verfahren gegen Auflage nach den §§ 153a StPO oder sogar 31a BtMG eingestellt. Aus der Akte ergibt sich etwa der Konsum von irgendwelchen verbotenen Substanzen. Dann müsste der Bewerber ja die Auswahlkommission mit der Nase darauf stoßen, obwohl er als unschuldig gilt. Man darf wohl erwarten, dass sich ausgerechnet die Polizei an diese gesetzlichen Vorgaben hält. Siehe meinen Beispielsfall. Der Bewerber beantwortet beide Fragen mit nein, unwissend, dass das Ermittlungsverfahren bei der Bundesanwaltschaft noch als offen geführt wird. Dann hat er ja logischerweise die Frage nach früheren Ermittlungsverfahren, die nicht zu einer Verurteilung geführt haben, vorsätzlich falsch beantwortet. Nachdem dann die Einstellung aus Mai 2018 sowohl dem Beschuldigten, als auch zum BZR mitgeteilt wurde, hat das für das Bewerbungsverfahren keine negativen Auswirkungen.

@Dachtichsmir

Du hast das immer noch nicht verstanden.

@Sirius66

Ups? Die in NRW geltende gesetzliche Regelung ist eindeutig. Sie gilt im Übrigen für Bewerbungen für alle Beamtenbewerbungen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das in anderen Bundesländern anders geregelt ist. Fall 1: Der Bewerber verschweigt aktuelle Ermittlungsverfahren oder Verurteilungen in der Vergangenheit. Dann kann das auf das Bewerbungsverfahren negative Auswirkungen haben (Ermessensentscheidung, unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes). Gerade für den Polizeidienst wird wohl im Zweifel gegen den Bewerber entschieden. Fall 2: Der Bewerber verschweigt frühere Ermittlungsverfahren, die nicht zu einer Verurteilung geführt haben. Dann hat das für das Bewerbungsverfahren keine Auswirkungen.

@Dachtichsmir

Nein. Auch Fall 2 kann Auswirkungen haben.

Aber das ist jetzt auch für mich gegesssen.

Der FS wird schon merken, ob sie a) rauskriegen, dass er/sie geklaut hat, b) als Beschuldigter oder Zeuge bereits mit der Polizei zu tun hatte, c) er/sie Gelegenheit hatte, es anzugeben und sie dann ggf d) die charakterliche Eignung anzweifeln und ihn in letzter Konsequenz e) ablehnen.

@Sirius66

Und wo steht das?

@Dachtichsmir

Es ist zum Beispiel auf copzone wunderbar von einem Kollegen zusammengefasst. Link geht leider nicht.

ALLE - AUCH EINGESTELLTE VERFAHREN, SELBST NACH 170 STPO - SIND ANZUGEBEN UND WERDEN GEPRÜFT.

Gibt der Bewerber das nicht an, gilt es als Täuschungsversuch, weil es explizit so gefordert ist, so dort steht, so erklärt wird.

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