Traut ihr Euch einfach bei Lärmbelästigung die Polizei anzurufen?

5 Antworten

So ein ähnliches problem habe ich auch, die unter mir wohnen haben sehr viel streit sobald der mann oder freund nachhause kommt gibt es krieg sie schreiben sie schmeisen sachen oder so um keine ahnnung. das kommt bei mir oben alles an das geschrei der lärm. Das ist jetzt das zweite mal das sie nachts nach 2 uhr noch krach gemacht haben und ich einfach nicht schlafen konnte bin jetzt immer noch etwas müde davon das letzte mal war gestern morgen bis nach 4 uhr dann bin ich ihrgend wann eingeschlafen. Aber ich weis nicht warum das so ist das ich angst haben die polizei zu rufen. ob es jetzt daran liegt wenn sie kommen das sie dann nicht mehr streiten das die dann umsonst gekommen sind oder so keine ahnung bin auch schon öfters runter gegangen habe geklopft geklingelst und geschrien aber es macht keiner auf die hörst du nur brüllen. was meint ihr was könnt ihr mir raten zu machen soll ich es beim nächsten mal tun und sie anrufen oder was soll ich machen ich weiß es nicht bitte um eure hilfe.

Hallo Eisblume2009,

... die Wohnung ist für jeden Menschen (s)ein "Rückzugsgebiet". In diesem Bereich will er tun und lassen was ihm gefällt, hier will er leben und ... hier will er/sie Mensch sein. Das ist ein verbrieftes Grundrecht. Dazu gehört auch ein Fernsehprogramm was man nicht nur sehen, sondern auch hören will, manchmal auch in einer lauten, für die Nachbarschaft nicht so ganz nachvollziehbaren Darstellung. Und dennoch gilt ... die Grenzen der eigenen Freiheit, für das eigene Tun, das eigene Handeln enden an den Grenzen der Freiheit der anderen. Und mit den Grenzen sind Regeln verbunden. Regeln sind z. Bsp. Gesetze, Verordnungen und Städte-/Gemeindesatzungen, im Falle von Lärmbelästigungen ist es derzeit der § 117 OWiG, der hier ganz klar sagt:

"§ 117 OWiG (1) Ordnungswidrig handelt, wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach den Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen.

(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden, wenn die Handlung nicht nach anderen Vorschriften geahndet werden kann."

Andere Vorschriften können z. Bsp. ein Ländergesetz (in Hessen war es mal die LärmVO) sein, welches dann anstelle des § 117 OWiG gilt.

In Deinem Fall gesehen, hat der Nachbar bedauerlicherweise und erkennbar keinen Rechtfertigungsgrund, seinen Fernseher auf Lautstärke 10 zu stellen, und damit unzumutbaren Lärm für seine Nachbarschaft zu erzeugen. In einem solchen Fall hast Du, als unmittelbar Betroffener folgende Möglichkeiten:

1.) Du nimmst den Lärm um des lieben Frieden Willens und zum Wohle einer guten Nachbarschaft zu dem Querulant als gegeben hin - ärgerst Dich grün und blau, und lässt Deinen Frust an den Erstbesten, oder den Familienangehörigen, dem Hund/die Katze, dem Pizzalieferdienst, der Auskunft oder der Telefonseelsorge aus;

... oder ...

2.) Du nimmst den Lärm nicht hin, dafür allen Mut zusammen und klingelst/klopfst bei Deinem Nachbar, bis dieser öffnet. Du machst ihn höflichst, aber bestimmt darauf aufmerksam, dass Du sein derzeitig eingestelltes Fernsehprogramm überhaupt nicht hören möchtest, und schon gar nicht leiden kannst, und bittest ihn - ebenfalls bestimmt, aber höflich - um Reduzierung des Lärmpegels auf Zimmerlautstärke - auf s e i n e Zimmerlautstärke! Wenn es ein "guter" Nachbar ist, wird er sich entschuldigen, den Lautstärkepegel reduzieren, und für die Zukunft Besserung loben, und Dich bei dieser Gelegenheit auf ein Gläschen, Fläschchen oder Kasten Bier einladen. Wenn es ein "Keinohrhase" ist, dann wird er auch Deinen "gutgemeinten Hinweis", künftig bei unzumutbaren Lärm den Vermieter oder die Polizei zu rufen, mit einem Zuknallen der Wohnungstür vor Deinen Augen zur Kenntnis nehmen.

... oder ...

3.) Du nimmst den Lärm nicht hin, bist es - aus vorangegangenen reaktionslosen Situationen - gewohnt, dass der Nachbar weder auf Klingeln/Klopfen öffnet, noch auf Telefonanrufe Deinerseits reagiert, und verständigst, bzw. rufst daraufhin den Hausmeister oder den Vermieter an. Du bittest dann diese/-n, für Ruhe - gemäß der auch vom Nachbar bestimmt unterschriebenen gültigen und auch von ihm einzuhaltenden Hausordnung - zu sorgen. Sollte sich dieser Personenkreis hierzu nicht im Stande fühlen, oder auch nicht erreichbar sein, so kannst Du natürlich - als letzte helfende Institution - die Polizei verständigen. In solchen Fällen sollte man immer die "normale" Telefonnummer der zuständigen Polizeidienststelle seines Wohnortes in Sichtweite des Telefons haben, denn diesen Sachverhalt über die Notrufnummer 110 mitzuteilen, wird in der Regeln von den notrufentgegennehmenden Polizisten mit dem Hinweis, die wohnortzuständige Dienststelle anzurufen, beendet.

Die Polizei ist neben der Repression (z. Bsp. der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten) auch zur Prävention, also der Gefahrenabwehr verpflichtet. Zur Gefahrenabwehr gehören in Deinem geschilderten Fall das Ansprechen des Nachbars, das Unterbinden der fortgesetzten Lärmbelästigung, und ggfls. das polizeiliche Auffordern zum Leiserstellen des Fernsehgerätes oder im schlimmsten Fall die Sicherstellung desselben.

Daneben wirst Du von meinen Polizeikollegen natürlich auch befragt, ob Du eine Anzeige erstatten willst, was aber nicht Bedingung ist, um für Ruhe durch die Polizei zu sorgen.

Kurzum, es gibt viele Wege, die Du beschreiten kannst. Welcher für Dich der interessantere ist, musst Du für Dich selbst entscheiden. Ein wenig Selbstvertrauen, kombiniert mit einem Schuss Zivilcourage, hat doch jeder Mensch in sich stecken.

Ach so ... für den Fall, dass Du erreichen willst, dass der Nachbar sich auch in Zukunft an das Ruheempfinden seiner Mitbewohner erinnern soll, wenn er die "Vol +"-Taste an der Fernbedienung in einer für Dich nicht nachvollziehbaren Weise drückt, gibt es folgende Moglichkeiten:

1) Du fragst in Deiner unmittelbaren Nachbarschaft mal die anderen Mitbewohner, ob sie sich ebenso gestört fühlen wie du, und fragst, ob sie diesen erheblichen Lärmzustand auch nicht hinnehmen wollen. Sollten sich Befürworter Deines Ansinnen erkennbar zeigen - und die wird es geben -, so sind folgende Alternativen der aktiven Reaktionen durch die sich beschwert Gefühlten möglich:

a) Deine Nachbarn und Du fertigen jeweils eine Liste als Gedächtnisstütze an, an welchen Tagen/Nächten der Nachbar sein Talent als "Volume +/- DJ" zum Besten geben wollte. Diese Liste wird der Hausverwaltung mit einem - von allen unterschriebenen - Beschwerdebrief geschickt. In diesem Brief fordert die Hausgemeinschaft die Hausverwaltung unmissverständlich auf, unverzüglich für Abhilfe der ungewollten Lärmverursachung zu sorgen. Eine Fristsetzung von bis zu drei Monaten sollte reichen. Ein Antwortschreiben, was durch die Hausverwaltung veranlaßt worden ist, oder werden wird, sollte angefordert werden. Ergänzend hierzu ... ein abschließender Hinweis der Hausgemeinschaft, bei Untätigbleiben des Vermieters/der Hausverwaltung oder Nichtbeseitigung des Lärmzustandes dann über die Rückbehaltung eines Teils der Miete, ggfls. mit rechtsanwaltliche Unterstützung nachzudenken, ist bestimmt nicht kontraproduktiv. Man darf nicht vergessen ... der Vermieter/die Hausverwaltung kassiert monatlich und pünktlich von jedem Bewohner die Miete, und verlangt gleichzeitig die vertragliche Einhaltung der im Mietvertrag vorhandenen Hausordnung. Also hat der Vermieter/die Hausverwaltung auch für die Einhaltung bei einem "Ignoranten" zu sorgen. Ansonsten kann der Mietgegenstand (die Wohnung) von den Anderen nicht in der vertraglichen Art und Weise genutzt werden, und berechtigt zu - ggfls. anwaltlichen - Überlegungen jedweder Art.

b) die gefertigte oder die künftigen Listen der Lärmbeschwerden, können auch in Form einer gemeinsamen Anzeige der Hausbewohner beim Ordnungsamt der jeweiligen Wohnortgemeinde eingereicht werden. Im Anzeigenschreiben sollte klar zum Ausdruck gebracht werden, dass eine Verfolgung und nicht eine "DuDuBöser"-Einstellung angestrebt wird. Auch hier sollte ein Antwortschreiben, was die Behörde mit der Anzeige veranlasst hat, angefordert werden. Sicherlich kann die entscheidenden Behörde nach pflichtgemäßem Ermessen eine solche Anzeige (in der Regel beim Erstdelikt) einstellen, aber aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, dass dezente Hinweise der Hausgemeinschaft im Anzeigenschreiben, sich bei Unverständnis an die Öffentlichkeit (Medien, Zeitungen, etc.) zu wenden, auch bei einer Erstanzeige zu einer anderen - teilweise repressiven - Überlegung führen können. Selbst Beschwerdeschreiben an die im Stadt-/Gemeindeparlament agierenden Parteien, oder dem Bürgermeister, dass man Untätigkeit der entscheidenden Behörde bei den kommenden Kommunal- oder Bürgermeisterwahlen bestimmt nicht vergessen wird, haben immer mal ein Umdenken bei den Entscheidungsträgern zur Folge.

2) Du kannst natürlich auch den ganz einfachen Weg gehen, und für Dich einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Deiner Interessen beauftragen.

IdS

MrDirekt

PS: Mir ist bewußt, dass die beschriebenen Wege beschwerlich sind, aber sie sind - effektiv - und führen - erfahrungsgemäß - zumindestens zu einem Teil-, wenn nicht sogar totalen Erfolg. Kleiner Nebeneffekt am Rande, man lernt die Nachbarschaft besser kennen, und es gibt doch nichts schöneres, als eine freundliche und gegenseitig rücksichtnehmende Hausgemeinschaft.

Habe ich auch schon mal gemacht, nachdem langes Diskutieren mit dem Mieter nicht gefruchtet hatte.Erst nachdem die Polizei ihm die Anlage weggenommen hatte( Nach ihrem zweiten Besuch), wurde es ruhig.

Ich reagiere bei solchen Fragen etwas allergisch, weil wir im Haus, wo 11 Parteien wohnen - 2 haben, die für jeden Mist den VM anrufen - oder gleich die Polizei - Kinder dürfen nicht toben - kein Hund darf bellen - ausser die eigenen von der Tochter - die dürfen immer kläffen........ich habe mir mal einmal erlaubt nachmnittags Orgel zu spielen - Polizei vor der Türe - NEIN - ich würde keinesfalls die Polizei anrufen, nur weil einer evtl. schlecht hören kann und TV schaut. Stopfe Dir Watte in die Ohren und schön isses. Ich lebe hier in einem Geisterhaus - ich würde mich freuen, wenn etwas mehr Leben hier wäre, zumal hier einige junge Leute wohnen!

jung bin ich auch, aber ich habe dem schon 100x gesagt er soll ich Kopfhörer anschaffen wenn er schwerhörig ist, aber das macht er eh nur um mich zu ärgern. Da ist hier so einiges vorgefallen mit dem. Glaub mir den würdest nicht gerne im Mondschein begegnen wollen.

So einen Typen hatten wir auch mal im Haus.........ich war die Einzige, die er mochte, weil ich die Einzigste war, die sich nur amüsiert hat über ihn und keine Polizei angerufen hat;-) Der hat Party bis morgens um 6 Uhr gemacht - egal welcher Wochentag - der tat das irgendwann extra wegen dieser freundlichen 2 Parteien - deshalb habe ich auch nichts gesagt - sondern mich amüsiert. Es kommt auch manchmal darauf an, WIE man das den Leuten sagt.

ich eher nicht

Angeblicher Flüchtling bettelt nach Geld und Essen?

Hallo,

heute Vormittag wurde bei mir im Haus geklingelt (Haus mit mehreren Wohnungen/ Stöcken), ich habe nicht die untere Tür aufgemacht, aber aus Neugierde dann rausgeschaut, weil ich ganz oben wohne. Da war dann ein Mann, der wohl auch bei anderen geklingelt hat (irgendein Nachbar muss ihn wohl reingelassen haben). Er hat bei mir geklingelt und ich habe aufgemacht, weil ich nicht alleine Zuhause war und dachte es könnte eventuell Haustechniker oder so sein. Der hat mir dann so einen Zettel vorgehalten, wie die halt immer haben. Ich habe das nur überflogen, weil ich diese Masche schon kenne. Er wollte dann Geld und ich meinte "Nein". Ich gebe generell kein Geld raus (Man weiß ja nicht, wofür das verwendet wird) Dann hat er nach Essen gefragt. Gutgläubig und gutmütig habe ich dann gesagt, er soll warten, die Haustüre komplett geschlossen und ihm was zu essen raus gegeben. Dann meinte er, er brauche Schuhe für seine Frau. Ich habe ihm dann noch alte Turnschuhe von mir selbst (sind nichts mehr wert garantiert) mitgegeben. Er hat sich dann bedankt und ist gegangen. War das leichtsinnig die Tür aufzumachen? Hätte ich gar nichts geben sollen? Oder erst garnicht die Tür aufmachen sollen? Ich bin jetzt vorsichtiger und schließe die Tür doppelt und dreifach zu, weil ich irgendwie bange habe, dass könnte ein Trittbrettfahrer gewesen sein. Sollte ich meine Wohnung nach Gaunerzinken absuchen? Sollte ich meinem Mitbewohner auch Bescheid geben? Ich wollte nett sein, aber befürchte jetzt, dass das keine gute Idee war.

Wenn ich einen Gaunerzinken finde, sollte ich das dann auch bei der Polizei melden?

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