Thema Arbeitsrecht: letzter (Monats)lohn nach Kündigung nicht ausgezahlt.

10 Antworten

Hier ist ein arbeitsgerichtliches Mahnverfahren sinnvoll, wenn der Anspruch tatsächlich berechtigt ist und der Arbeitgeber somit keinen Einspruch erheben wird. Das Mahnverfahren kann man beim Arbeitsgericht am Sitz des Arbeitgebers einleiten lassen. Den amtlichen Vordruck für einen Mahnbescheidsantrag bekommt man am Gricht oder auch im Schreibwarengeschäft.

Nunja,

strafrechtlich sehe ich da auch keine Relevanz - aber auch bevor man zivilrechtliche Schritte ergreift, sollte man zumindest anmahnen bzw eine Stellungnahme des AG einholen, woran die Nichtzahlung liegt.

Ansonsten hast du ganz normal eine offene Forderung an deinen Ex-AG, die du zB mit einem Mahnbescheid einfordern kannst.

Eine Straftat läge nur dann vor, wenn Dein Ex-Chef schon zu Beginn des Monats gewußt hätte, dass er den Lohn nicht bezählen will. Dann hätte er sich wegen Betruges strafbar gemacht, da er in Dir den Irrtum erregt hätte, er würde für Deine Arbeit bezahlen, so dass Du mit Deiner Arbeit in Vorleistung getreten bist. Da wird es mit dem Beweisen schon recht schwierig.

Zur Zahlung ist der Chef verpflichtet, wenn "Zahltag" war, also der übliche Zahltermin gekommen ist. Das war bei Dir der Fall. Bei diesem einfach gelagerten Fall kannst Du auch ohne Anwalt selbst auf das Arbeitsgericht gehen und den Chef verklagen. Auch wenn es an dem für Deinen Arbeitsort zuständigen Arbeitsgericht keine Rechtsberatung geben sollte (Beratungsstelle ist nur selten der Fall), gibt es am Arbeitsgericht üblicherweise eine Rechtsantragstelle. Dort kannst Du Dein Begehren schildern und die zuständigen Bediensteten formulieren den Klageantrag und die Begründung und geben diese Klage an den zuständigen Richter weiter. Dadurch entstehen Dir keine Kosten.

vielen dank für eure ganzen antworten! mein fall ist ganz klar derart gelagert, dass mein ex-chef mir mit dieser aktion noch einen 'reindrücken' wollte. er ist schlichtweg darüber verärgert, dass er mich nicht viel eher entlassen hat. an mir wollte der wehrte herr schlichtweg 'sparen', hatte aber zuviel skrupel sich im vorfeld durchzusetzen. die plötzliche kündigung sprach er mir zwischen tür und angel aus und verwies mich sogar des geländes. ich bin mir 100% sicher, dass ich mich in keiner weise schuldig gemacht habe. daher betrachte ich die ausgangslage zumindest rechtlich als klaren elfmeter für mich.

Privatrechtsschutz wäre für die Sache auch nicht zuständig, sondern Arbeitsrechtsschutz. Klar, kannst Du deinen Chef anzeigen, aber vor Ablauf von 6 Wchen nach Fälligkeit kann er sich problemlos rausleden. Du musst klage beim Arbeitsgericht einschalten oder die Gewerkschaft. Falls du Mitglied bist, bekämest du einen Anwalt für solche Sachen gestellt.

DH

Du mußt sofort zum Arbeitsgericht. Du bist im recht und es geht auch ohne Rechtschutz. Reice Klage ein, die am arbeitsgericht weren dir da helfen. Auch ohne rechtsschuz. Meiner Kollegin wurde dort auch geolfen, sie hat auch keinen Rchtsschutz. Viel glück

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