Testament formulieren, wie richtig?

5 Antworten

Es gibt im Netz zahllose Formulierungsvorschläge...

Zunächst solltest du dich dem Leser erst einmal mal vorstellen. Könnte man deine Unterschrift nicht entziffern, wäre das Testament wertlos und die gesetzliche Erbfoge träte ein :-)
Dann sollte man so schreiben, dass man dich versteht. Und so, wie du es eigentlich meinst:

"Ich, [Ihr vollständiger Name], geboren am [Ihr Geburtsdatum] in [Ihr Geburtsort] setze zu unbeschränkten Erben mit folgemden Erbanteilen ein:

  • Herrn [vollständiger Name], geboren am [Geburtsdatumr] in [Geburtsort] zu 75%
  • Herrn [vollständiger Name], geboren am [Geburtsdatum] in [Geburtsort] zu 25%

Sollte einer der genannten Erben vorverstorben sein, so erbt der überlebende Teil allein."

ist noch zu ungenau  worauf sich die Teile beziehen ist sehr Wichtig

 solltest zu einem Notar gehen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist schon noch sehr wage, zumal die formellen Dinge noch fehlen. Im Netz gibt es eine Menge guter Vorlagen für sowas, wenn Du nicht zu einem Notar gehen willst.

Kann man, muss man aber nicht.

Tipp: es ist weder notwendig noch sinnvoll, eine spezielle Ausdrucksweise zu verwenden. "In drei von vier Teilen" sagst du doch sonst auch nicht, warum also hier?

Wichtig ist, dass verständlich wird, was der Erblasser will.

Wenn du etwas zu vererben hast, hast du auch Geld für den Notar. Oder für wen willst du dir das Geld sparen?

Für die Erben?

@imager761

Super Idee, insbesondere, wenn durch das Testament in Heimarbeit dann doch jemand anderes erbt, als gewollt war. Oder das Testament verschwindet.

@lesterb42

Bei dem einfachen Fall, wo zwei Herren statt Ehefrau, Kindern oder gar Enkeln erben sollen, kann man überhaupt nichts falsch machen. Selbst der Entwurf des Fragestellers war wirksam.

Und ein privatschriftliches Testament kann man gegen kleines Geld (rd. 20 EUR) genau so beim Nachlassgericht in amtliche Verwahrung nehmen, wo es im Erbfall auch amtlich eröffnet und den Erben bekannt gegeben würde wie ein Notar das genauso tun würde. Nur sich eben dafür bezahlen liesse.

@imager761
kann man überhaupt nichts falsch machen

Es gibt Formvorschriften.

kann man gegen kleines Geld

Ja, kann man. Muss man aber wissen. An der Stelle Geld sparen zu wollen, wo man sowieso loslassen muss, ist dämlich. Die 1.000 € machen den Kohl wirklich nicht fett.

@lesterb42

Noch einmal: Ob 1000 EUR den Fragesteller schmerzen oder wie dämlich das ist, weißt du nicht mal ansatzweise. Ich kenne alleinerziehende Minijobber, die davon 2 Monate leben müssen.
Und die wenigsten brauchen einen Notar um Formvorschriften eines Testaments zu erfahren, etwa das es vollständig handschriftlich verfasst und eigenhändig unterschrieben werden muss.

@imager761

Kein Grund hier die Nerven zu verlieren. Schönes Restleben noch.

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