Testament doppelt beglaubigen lassen?

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Hat meine Mutter das Recht, ohne Zustimmung der Erben und des Ehemaligen rechtlichen Betreuers, der Verstorbenen, Kontoauszüge der letzten 5 Jahr von der Bank anzufordern?
Müsste meine Mutter jetzt eine Kopie vom beglaubigten Testament und der Niederschrift ziehen?

Ja. Die Erben treten mit Erbfall in die Rechtsposition des Erblassers
ein und können daher grundsätzlich sämtliche Rechte geltend machen,
die auch dem ehemaligen Kunden gegenüber seiner Bank zustanden.

Zu diesem übergegangenen Rechten gehört selbstverständlich auch ein Auskunftsanspruch gegenüber der Bank, der sich auch auf kontobezogene
Vorgänge aus der Vergangenheit bezieht.

Die Bank kann also in keinem Fall die Informationen gegenüber den Auskunft begehrenden Erben verweihern es sei denn, der Kontoinhaber hätte noch vor seinem Tod der Bank eine konkrete Weisung erteilt, wonach bestimmte Informationen an bestimmte Erben nicht herausgegeben werden dürfen. Über eine solche Weisung wird sich die Bank nicht hinwegsetzen dürfen, müsste diese Verfügung ihres ehemal. Kunden aber natürlich vorwesien können.

Das Auskunftsrecht kann grundsätzlich auch von jedem einzelnen Miterben eingefordert werden. Die Bank ist lediglich verpflichtet, die erteilte Auskunft dann an alle Miterben zu erteilen.

Nein.

Ihre Rechtsposition auf Auskunft als Miterbin ergibt sich hinreichend aus dem Originalschreiben des Nachlassgerichtes. Der Bankmitarbeiter dürfte das als Berechtigung zur Kenntnis nehmen, sich davon eine Kopie für seine Akte ziehen und handschrfitlich darauf vermerken, das Original gesehen zu haben.

Hätte man den Anspruch gegenüber einer nicht ortsansässigen Bank schrifltich zu stellen, käme man allerdings zur Vermeidung der Herausgabe seines Originals nicht darum herum, eine beglaubigte Kopie zu versenden: Die fertigt jede siegelführende Stelle an, etwa im Bürgerbüro, der Gemeinde- oder Stadtverwaltung, Standesamt und sogar Pastorat oder Pfarramt. Kostet je Seite eine Spende oder einige Euros Verwaltungsgebühr.

G imager761

Eines der Testamente muss ja ein Original sein. Das muss der Bank als Vorlage reichen. Wenn sie eine Beglaubigung extra wollen, müssen sie auch die Kosten übernehmen. Beglaubigen lassen kann man das auf einem Notariat. Aber auch dazu muss sie ja das Original haben.

Deine Mutter erhält nur Auskunft, wenn sie von den anderen drei eine Vollmacht hat.

Nein, Deine Mutter hat kein Recht auf Einsicht der Kontoauszüge. Fraglich, ob dieses Recht für die Erbengemeinschaft besteht. Zum es ja einen Betreuer gab. Dieser muss eine Schlussabrechnung vorlegen, die wird den Erben (auf Anfrage) vorgelegt.

Zur letzten Frage: Das kann man so nicht sagen.

 

Den Nachweis der Erbschaft kann sie ganz einfach mit der Niederschrift und Ausweis erfüllen. 

Sie kann die Kontoumsätze ansehen, aber auf eigene Kosten. Es ist sehr teuer, wenn die Bank die Auszüge nacherstellt.

Sprich erstmal mit den anderen ERben ob die Auszüge vorliegen. Der Betreuer muss ja auch die Auszüge haben.

Schlussabrechnung kann mit ein paar Kopien und Zettel erfolgen. 

Wenn es drei Erben gibt, darf die Bank nicht einfach einem der Drei Auskünfte erteilen ... dazu müssten die anderen beiden zustimmen .. das heißt den Dritten bevollmächtigen dort nachzufragen ...

wenn Sie die Vollmachten nicht hat oder nicht bekommt, kann sie sich auch den Rest (beglaubigte Kopien von den Originalunterlagen anfordern) sparen ....

Wenn es drei Erben gibt, darf die Bank nicht einfach einem der Drei Auskünfte erteilen ... dazu müssten die anderen beiden zustimmen ..


Falsch.
Da weiß die Fragestellerin mehr als du, dass dies nur bei  Verfügungen der Konten gilt.

Jeder Miterbe hat als gleichberechtigter Rechtsnachfolger der verstorbenen Kunden dasselbe Auskunftsrecht gegenüber dessen kontoführender Bank wie sie der verstorbene Kunde gehabt
hätte.



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