TAXI Unternehmen kaufen?

3 Antworten

Als Taxi- oder Fuhrunternehmer brauchst Du nicht einmal einen Führerschein. Deine Fahrer hingegen schon und natürlich brauchen die auch den "Taxischein".

Eigentlich sollte Dich jeder Unternehmensberater beim Kauf und bei der Unternehmensplanung/Unternehmensführung beraten können.

Die Besonderheiten der Branche sind ja wirklich begrenzt. Da sind die Fahrpreise, die nur mit Genehmigung verändert werden dürfen. Dann Taxi-Schein und Personenbeförderungsschein. Mindestalter dafür 21. Die begrenzte Möglichkeit am Umsatz zu schrauben.

Ein neues Problem ist der Mindestlohn. Der steht im krassen Kontrast zur Beförderungspflicht (Fahrten können nur abgelehnt werden, wenn vom Fahrgast eine Gefahr ausgehen könnte).

Der eigene Taxi-Schein ist daher wichtig, damit Dir Fahrer nicht auf der Nase rumtanzen können.

Was man im Vorfeld genau kalkulieren muss, dass ist die Wirtschaftlichkeit. Der Traum vom großen Geld ist auch dort ausgeträumt. Das gilt allerdings im gesamten Transportgewerbe. Daher sind wirtschaftliche Entscheidungen gerade dort wichtig. Und Beratung bestimmt gut investiertes Geld!

herzlichen Dank für Ehrliche Beratung

ich bin mir auch langsam unsicher mit diesem Taxi Projekt, es ist kein großer glück.. Meine Gedanken sind Existenzgründung zielgerichtet wie ich mein alltägliches Brot verdienen kann. Meine Investition Möglichkeiten sind nicht hoch und liegen etwa bei 30-40k daher bietet sich nicht viel. Ich werde mich gerne in ein laufendes Produzierendes Unternehmen einkaufen und aktiv beteiligen verschiedene Branchen kann ich mir vorstellen z.B. im Produktionsbereich (Metall, Holz, Kunststoff, …) kann ich gute Hand geben. Aber ich weiß nicht wie ich an solche Situationen ran kommen kann.

@auftrag

Das war doch gar keine Beratung. Lediglich ein paar Hinweise. Deshalb wollte ich Dir gerade noch ein paar Denkanregungen schicken, leider wurde ich von der Seite wegen der Dauer abgemeldet und es wurde alles "gefressen". Daher werde ich mir morgen den Spaß machen und dieses wiederholen. Jetzt mache ich aber an der Stelle erst einmal Feierabend.

@Dirk-D. Hansmann

Deine Frage nach den erfolgreichen produzierenden Branchen ist pauschal natürlich schwer zu beantworten. Es ist eine Frage des kommenden. Was wir in den letzten Jahrzehnten als wissenschaftlichen Fortschritt erlebt haben, dass ist in meinen Augen fortschreitenden Explosionen gewichen. Gerade neue Materialien im Bereich der Harze und Kunststoffe haben erst Fenster in eine neue Zukunft geöffnet. Dabei hat beispielsweise die Chefin der Familie Quant bereits vor Jahren in die Richtung investiert. Die klare Erwartung ist die Ablösung von Metall im Bereich der Kfz-Fertigung. Allerdings ist selbst bei BMW, dem Aufsichtsrat sitzt sie vor, da nicht soviel passiert wie selbst von dieser sehr gut informierten Frau erwartet.

Eine sogenannte tätige Beteiligung setzt nicht nur voraus, dass Geld in das Unternehmen kommt, sondern auch spezialisiertes Wissen. Mit dem neuen Geld, so in der Regel die Planungen, sollen neue Erweiterungen vorgenommen werden. Daher kann ich auch nicht einschätzen, ob Du als Kandidat auf dem Markt richtig aufgehoben bist. Schließlich ist das erfolgreiche Arbeiten in der aufgesetzten Fertigung etwas anderes, als die Leitung und Entwicklung eines solchen Bereiches.

Dazu kommt, dass es auch bei der neuen Aufnahme von Gesellschaftern ganz häufig zu Machtkämpfen kommt. Wer ein Unternehmen aufgebaut hat, der ist von seinen bisherigen Entscheidungen überzeugt. Schließlich hat sich damit auch ein gewisser Erfolg etablieren lassen. Dazu kommt der Nachteil, dass beispielsweise die vorhandene Belegschaft auf den bisherigen Chef zugeschnitten ist. Bei der genannten Investitionshöhe wird es sich schließlich nicht um einen mittelständischen Betrieb wie Kärcher oder Stihl handeln. Es wird ein in der Regel lokal oder regional arbeitendes Unternehmen sein. Mit einer relativ kleinen Belegschaft.

In der Folge können solche Beteiligungen scheitern. Im Dienstleistungsbereich kommt es dann zur Aufteilung und Trennung. Das lässt sich auch relativ gut machen. Wenn die jeweiligen Gesellschafter bei den Kunden gut verankert sind.

Natürlich gibt es die andere Variante: Ein alter Gesellschafter geht und der Neue bleibt. Das ist aber nur dann der Fall, wenn man so einen Machtkampf für sich entscheiden kann. Wer sich hier öffentlich Informationen holt und Sachen diskutiert, der hat aber so eine Mentalität in der Regel und sympathischer Weise nicht. Da bliebe dann nur die Beteiligung an einem Unternehmen, wo der Gründer keine Kinder hat oder diese nicht in den Betrieb wollen. Dabei können sich auch die Lebensplanungen von denen verändern.

Bei weichenden Gesellschaftern ist oft die Motivation auch nicht mehr sehr hoch. Sie wissen das Unternehmen versorgt, es gibt Änderungen, die sie allein so nicht gemacht hätten... Alles menschlich.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steht nicht so sehr das menschliche. Da steht die Werthaltigkeit eines Unternehmens. Wie sieht es mit Anlagen und Maschinen aus? Gibt es einen Investitionsstau? Wie ist die Alters- und Wissensverteilung in der Belegschaft? Hat der Unternehmer viele Informationen für sich behalten? Das kann bereits dann zum Problem werden, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin in Rente geht. Dann stellt sich die Frage nach den Kunden. Wie lange werden die bleiben? Welche Umsätze generieren diese und welche Entwicklungschancen bieten diese? Gibt es Abhängigkeiten von Großkunden?

Welche Risiken stecken in alten Verträgen? Kommen die Kunden vielleicht in Massen in das Geschäft, doch wollen sie alle nur Nachbesserungen für Arbeiten, die der andere schon längst abgerechnet hat?

Wer diese Probleme so betrachtet, sollte zu dem Ergebnis kommen, dass es eigentlich am sinnvollsten ist, einen Kandidaten zu suchen, der innerhalb der letzten Jahre in der Gründungsphase deutliche Fußabdrücke in einer Branche hinterlassen hat. Da sind die Verkrustungen vielleicht noch nicht so heftig und natürlich kann das Marktpotential - also die Chancen - noch ganz gut entwickelt werden. Ziele können noch gemeinsam entwickelt werden und das Vorgehen in der betrieblichen Praxis kann an diesen gemeinsamen Zielen gemessen werden. Übrigens ein Vorgehen, dass ich auch "EinzelkämpferInnen" immer wieder rate. Denn wer einen Euro in Richtung kleine Kunden investiert und den nächsten Euro für einen Großkunden wird ganz schnell erleben, dass Investitionen nicht mehr die Hälfte wert sind. Ist meine ich aber auch gut nachvollziehbar. Kauft sich der Hausmeisterservice-Betreiber eine Kettensäge, dann fehlt das Geld für ein Gerät das die Erdbearbeitung erleichtert. Er muss sich dann eben auch entscheiden, welche Kunden wichtiger sind. Der Super-Gau wäre hier: Kettensäge gekauft und nur noch Aufträge für die Bodenbearbeitung, na dann viel Spaß. Dieses gar nicht so sehr konstruierte Beispiel dürfte die Funktionsweise deutlich genug beschreiben und es gilt überall.

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@Dirk-D. Hansmann

Es gibt trotzdem noch mindestens drei Alternativen. Einmal die Option jemanden aus seinem eigenen Unternehmen zu drängen. Das ist unfair und kostet in der Regel sehr viel Geld und der Verlust kann nur durch radikale Umstellungen regeneriert werden. Es ist nicht meine Aufgabe den Moralapostel zu geben.

Jeder Einstieg in ein Unternehmen birgt Risiken. Sie verschieben sich von Unternehmen zu Unternehmen. Wer die Risiken kennt, der kann sich schützen. Daher könnte im Einzelfall das von mir gerade so schlecht dargestellte Einsteigen in ein Unternehmen nicht aus der Betrachtung entlassen.

Durch die Bevölkerungsentwicklung wird der Markt für Unternehmenskäufe in den nächsten Jahren enorme Veränderungen bringen. Viele Unternehmer haben einen Teil ihrer Altersvorsorge in ihr Unternehmen gesteckt. Doch es wird nicht so viele Nachfolger geben. Dabei können dann auch Rentenvereinbarungen getroffen werden. Insbesondere dann, wenn der bisherige Betreiber keine eigenen Erben zu bedenken hat. Das würde zwar eine Belastung für das Unternehmen bringen, ist aber auch aus steuerlicher Sicht gar nicht so übel. Dann dürfte das Unternehmen auch etwas größer sein. Die Belastungen würden vermutlich überschaubar und noch Investitionen ermöglichen.

Dein genannter Investitionsrahmen ist für eine eigene Gründung ideal. Was vielen in der Gründungszeit nicht zur Verfügung steht, dass könnte auf der einen Seite für die nötigsten Anfangsinvestitionen sorgen und eine Absicherung des Lebensunterhaltes in der Gründungsphase leisten. Entnahmen oder Unternehmerlohn brauchen nicht wachstumsschädlich entnommen zu werden. Man muss eben den Fehlkauf der Kettensäge verhindern. Wie gesagt, ein Beispiel, dass in allen Bereichen bei allen Gründern immer wieder zu finden ist. Bei allen Gründungen die ich begleitet habe, da gab es immer so etwas. Ohne das man nicht hätte starten können. Was sich aber immer als Fehlinvestition herausgestellt hat. Daher sollte man sich nicht verbieten in die Gründungsrichtung zu schauen.

Was ich bisher fast vollständig in der Beantwortung unterschlagen habe, dass ist das wichtigste. Das bist nämlich Du. Es geht um Deine Person. Deine Einstellungen. Wie ist Deine Mentalität? Wie weit kennst Du Dich mit kaufmännischen Dingen aus? Oder auch Erfahrungen in der Produktion können vom Werksleiter bis zum Fegen des Hallenbodens gehen. In jeder Position kann man viel lernen. Trotzdem gilt es für jeden Unternehmer seine Stärken mindestens zu konservieren und die Schwächen genau zu betrachten. Wie schützt man sich vor den negativen Auswirkungen? Wie vermeidet man Abhängigkeiten?

Wenn man keine Bilanz aufstellen kann, dafür gibt es Steuerberater. Von denen ist man nicht abhängig. Aber wenn man einen Verkäufer hat, der sämtliche Kundenkontakte hält, dann ist man abhängig. Wenn der geht und womöglich 5% Kunden mit sich zieht, dann kann das schon einmal einen Knick in der Wirtschaftlichkeit verursachen.

Bei Stärken und Schwächen habe ich eben auf die "inneren Werte" gezielt. Wobei ich fehlende Kenntnisse in den Kernbereichen unternehmerischer Tätigkeiten, also Branchenkenntnis, Ausbildung usw. vernachlässigt habe.

Ganz wichtig ist aber auch Dein Umfeld. Wie ist das mit der Familie? Gibt es eine eigene Familie? Wie sind die gestrickt? Würden die auch in einer finanziell schwächeren Phase verzichten ohne Dir das Leben noch schwerer zu machen? Würde vielleicht sogar Unterstützung kommen können? Denn da darf man sich nichts vor machen: Verheiratet sein und Deine Frau hat Angst vor Risiken, dass würde solche Probleme bringen, daran zerbrechen nicht nur viele Beziehungen, die Unternehmen gehen bei der Gelegenheit mit unter. Wenn die Beziehung zerbricht und eine Trennung kommt, dann ist häufig die Bestreitung von Unterhaltsleistungen für Frau und Kinder unmöglich.

Man muss eine sehr genaue Sicht auf sich und das eigene Umfeld legen. Die Erwartungen an die anderen sollte man stark runter schrauben. Dazu nur eine gängige Fehleinschätzung. Oft ist es die Ehefrau, die einen Büroberuf ausübt und auch arbeitet. Da meinen dann beide, dass sie dann neben dem Beruf, dem Haushalt und was da sonst noch ist, beispielsweise die Buchhaltung übernehmen könnte. Du kannst Dir vielleicht bereits nach der Einleitung vorstellen was da oft passiert.

Eine Frage an das Umfeld ist auch, ob es da Menschen gibt, die selbst mit der Führung eines Unternehmens vertraut sind. Viele Einzelunternehmer stehen mit ihren Überlegungen allein da. Weil im Umfeld einfach niemand die Erfahrungen hat. Meinungen helfen hier selten weiter. In unserem Alltag können wir leicht auf unser Bauchgefühl vertrauen. Es sind genug Daten im Hirn drin um Entscheidungen zu treffen. Nur für die Selbständigkeit müssen wir erst die Menge an Erfahrungen sammeln, dass unser Bauch da mitreden darf. Und ich verspreche Dir: Der quatscht immer wieder rein. Es klingt auch okay, wenn da auch ein leichtes Unwohlsein ist.

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@Dirk-D. Hansmann

Mit der Entscheidung Unternehmer sein zu wollen und dann spätestens ab der Umsetzung wird sich alles verändern. Es fängt damit an, dass die Ersparnisse, die jetzt noch im Krisenfall Notnagel sind, nicht mehr existieren. Es hört auch nicht damit auf, dass man trotz aller Freiheiten seine Arbeitszeiten braucht um Geld verdienen zu können. Es kommen neue Verantwortungen dazu, eigentlich fällt keine weg. Es ist darum wichtig, sich ganz genau an die richtige Entscheidung zu tasten. Dabei lernt man übrigens auch schon für die Selbständigkeit und verbessert einfach die Chancen.

Zusammenfassend: Man kann nicht alle Risiken ausschließen. Auch alle Chancen kann man logischer Weise nicht nutzen. Daher ist es unheimlich wichtig sich einen Plan zu erarbeiten. Der darf nicht nur beinhalten, was zu tun ist um ein Kaufobjekt zu finden. Übrigens, ganz viele wenden sich an ihre IHK, da kann man immer getrost nachfragen. Was die Frage Deines Kommentares dann auch endlich mal beantwortet.

In vielen Bereichen kannst Du heute schon mit der Arbeit beginnen. Deine Erwartungen an die Unternehmertätigkeit und das Gründungs- oder Kaufprojekt beschreiben. Auch hier zwei kurze Beispiele: Mir ist ein wertvolles Unternehmen wichtiger, als hohes monatliches Einkommen. Oder eben umgekehrt. Das andere könnte sein, dass man auch als Unternehmer gesund bleiben will, eben nicht mit dem Burnout sich und das Unternehmen gefährden. Dafür möchte man Freitzeit und zur Ablenkung den Hobbys nachgehen können. Die Umkehrung? Ich will die Herausforderung und jeden Tag 24 Stunden Steine schleppen. Letzteres ist schon wegen der Übertreibung dumm und versucht Dich zu beeinflussen. Aber Du bist augenscheinlich weit genug das richtig zu verstehen.

Mit Deinen eigenen Stärken und Schwächen kannst Du auch beginnen. Wenigstens mit der Bestandsaufnahme. Natürlich kann man das auch strukturiert und damit erfolgreicher machen als andere.

So, auch das war noch keine Beratung. Denn im Moment habe ich Dir eigentlich nur Warnschilder gemalt. Oder den Hinweis gegeben wo man Risiken, Chancen und Schlechtigkeiten überall vermuten sollte. Beratung in meinem Sinne wäre Dich wirklich durch diesen Slalom begleiten und auf Risiken und Chancen eben die für Dich richtigen Antworten zu finden. Das ist hier natürlich vollkommen unmöglich. Nicht nur das man alles öffentlich machen müsste,....

Trotzdem hoffe ich natürlich, dass diese Denkanstöße Dich nicht gelangweilt haben und nicht irrige Meinungen aufkommen, wie alles kein Problem oder alles ist machbar. Da wäre ich sozusagen innerlich betroffen, weil das wäre natürlich vollkommen verfehlt.

Solltest Du Nachfragen haben, dann bitte gerne. Es wäre komisch, wenn ich es geschafft hätte so klar zu formulieren, dass eben alles klar ist. Natürlicher Weise konnte ich auch nicht weiter in die Tiefe mit den Antworten gehen. Dafür fehlten auf der einen Seite die Informationen und auf der anderen Seite muss ich auch immer Vorsicht üben. Denn bis zu einem gewissen Grad gebe ich Informationen gern und frei. Doch für andere Unterstützungen haben Leute schon mal Geld bezahlt und da will ich niemanden bevorzugen.

Schöne Grüße!

Man braucht eine Unternehmerprüfung die bei der IHK abzulegen ist !! So ist es auf jeden Fall in BaWü. Die Antwort von schtomp ist Nonsens!

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