Taugt mein Arbeitszeugnis etwas - Wie würdet ihr es bewreten?

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5 Antworten

Dieses Zeugnis solltest du umgehend in einen Umschlag packen und zurück schicken!

Folgende Anmerkungen dazu:

1. Abkürzungen wie "Hr." für "Herr" gehen gar nicht!

2. Die Beschreibung deiner Aufgaben ist deutlich umfangreicher als die Leistungsbeurteilung. "Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" deutet zwar auf ein "sehr gut" hin. aber die extrem kurz gehaltene Beurteilung von Leistung und Sozialverhalten ist auf jeden Fall eine Abwertung. Üblicherweise schreibt man die Aufgaben auch nicht aus, sondern in Stichpunkten.

3. Die Beurteilung deiner Fachkenntnisse, deiner Leistung und deines Sozialverhaltens sind wild durcheinander gewürfelt. Ganz offensichtlich gehört das Schreiben von Zeugnissen nicht zu den Hauptaufgaben des Verfassers - wenn man das höflich formulieren möchte.

4. Die schlampige Schlussformel passt zu dem schlampigen Schreibstil. Es fehlt der Dank für die geleistete Arbeit. Zu einem "Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" passt das jedenfalls nicht.

5. Das Ausstellungsdatum passt offensichtlich nicht. Der Arbeitsvertrag wird mit großer Wahrscheinlichkeit am 15. oder am Monatsende beendet worden sein, und mit diesem Datum muss das Zeugnis auch übereinstimmen. Oder hast du das Zeugnis erst später angefordert?

Söllte ich es reklamieren?

Ganz eindeutig: Das sölltest du nicht, das solltest du. Und zwar schnellstmöglich.

Nachtrag:

Die Auftraggeber waren nur "stets zufrieden"? Das entspricht einem Befriedigend und widerspricht der vorherigen Einschätzung total.

Also noch ein wichtiger Punkt, der das Zeugnis nicht besser macht!

Absolut zutreffende Analyse, @darthmario72

Danke erstmal - Wie sieht üblicherweise eine Zeugnisreklamation aus? Wie soll ich denen das begreiflich machen was ich genau formuliert haben möchte?

Müssen die darauf eingehen und der Bitte Folge leisten?

@Hegenberg

Zuerst solltest du es im persönlichen Gespräch versuchen. Ich unterstelle deinem AG mal keine böse Absicht, sondern einfach nur Unfähigkeit. Möglicherweise ist es sinnvoll, selbst schon einen Vorschlag für ein korrigiertes Zeugnis mitzubringen. Dieser Generator ist ganz hilfreich - zumindest was den Aufbau des Zeugnisses angeht: https://www.arbeitszeugnisgenerator.de/

Falls du das so machen willst, formuliere einen Text und stelle ihn hier vorab zur Beurteilung ein. Übernimm die Formulierungen dort aber nicht 1:1, es muss individueller sein als dieser 08/15-Text.

Weigert sich dein Ex-AG, deiner Bitte nachzukommen, forderst du ihn schriftlich auf und setzt eine Frist von 14 Tagen. Darin führst du auf, welche Passagen du beanstandest. Gleichzeitig legst du deinen Formulierungsvorschlag bei. Kündige an, dass du nach erfolglosem Verstreichen der Frist deinen Anspruch gerichtlich geltend machen willst.

Passiert auch hier nichts, bleibt dir nur noch der Weg zum Arbeitsgericht.

@DarthMario72

Eine Eingabe meiner privaten Daten in Internetformulare möchte ich vermeiden.

Strenggenommen auch den persönlichen Kontakt. (Erfahrungsgemäß waren solche persönlichen Gespräche und sonstige Bitten zwar freundlich aber für die Katz. Teilweise ewige Diskussionen, unterm Strich wurde ich abgewimmelt)

Schriftlich wäre mir am liebsten... Muss das Zeugnis dann mitgeschickt werden? Wie söllte man Punkt xy formulieren?

Arbeitsgericht möchte ich ebenfalls vermeiden.

@Hegenberg

Bei dem Zeugnisgenerator musst du keine privaten Daten eingeben. Er ist hilfreich als Formulierungsvorlage, persönliche Daten kannst du später ergänzen, wenn du es auf deinem PC "ins Reine" schreibst und individualisierst.

Das alte Zeugnis schickst du mit, nachdem du dir eine Kopie davon gemacht hast.

Wenn du das persönliche Gespräch nicht möchtest, ist das natürlich deine Entscheidung. Wäre nur m. E. sinnvoller, als gleich mit Einschreiben, Fristsetzung und Androhung rechtlicher Schritte.

P. S.: "sollte", das Wort "söllte" gibt es nicht.

@DarthMario72

Anmerkung: Wird das Originalzeugnis per Post zurückgeschickt, so sollte dies unbedingt per Einwurf-Einschreiben geschehen!

@DarthMario72

Ich habe in der Zwischenzeit per Mail wie unten beschrieben um eine Korrektur gebeten. Meine Mail wurde ignoriert.

Nun komme ich um die Einschreiben-Geschichte nicht drumrum.

Würdet ihr mein Schreiben und Zeugnis-Vorschlag so abnicken?

Sehr geehrter Herr xxx,

da meine eMail vom 14.01.2017, mit der Bitte einer Überarbeitung meines Arbeitszeugnises, leider unbeantwortet blieb übersende ich Ihnen selbiges mit erneuter Bitte der Korrektur in den folgenden Punkten.

*1) Abkürzungen und Schreibfehler sind nicht zeugnisgemäß.

*2) Übernommene Aufgaben bitte als Stichpunkte verfassen, wie im Vorfeld übermittelt. Ggf. ergänzend gemäß Tätigkeitsbeschreibung.

*3) Beurteilung von Fachkenntnissen, Leistung und Sozialverhalten bitte geordnet aufführen.

*4) Es findet eine doppelte Leistungsbeurteilung statt die allerdings in einem Widerspruch zueinander steht. Ich bitte um eine Anpassung an die vorangegangene Passage der Leistungsbeurteilung. (stets zur vollsten Zufriedenheit)

*5) Bitte um ausformulierten Dank an meiner Arbeit, da sonst nicht passend zur Leistungsbeurteilung unter Abschnitt *3

*6) Das Ausstellungsdatum entspricht nicht meinem Austrittsdatum. Da das Zeugnis rechtzeitig beantragt wurde bitte ich um eine Datierung auf 30.11.2016.

Eine Kopie des Zeugnis mit Markierungen der genannten Passagen liegt diesem Schreiben bei.
Des Weiteren befindet sich ein Formulierungsvorschlag in den  Anlagen.

Ich bitte um die Änderung und Übersendung bis 15.02.2017. Sollte diese Frist erfolglos verstreichen behalte ich mir vor meinen Anspruch gerichtlich geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Arbeitszeugnis

Herr xxx xxx, geboren am xxx, war vom xxx bis xxx in unserem Unternehmen als Fachhelfer beschäftigt.

Auf Grundlage des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) stellen wir anderen Unternehmen die Arbeitsleistungen unserer Mitarbeiter zur Verfügung. Sie sind fest angestellt, sozial abgesichert und werden grundsätzlich überbetrieblich eingesetzt.
Dies erfordert eine ausgeprägte soziale und fachliche Anpassungsfähigkeit, persönliche Mobilitätsbereitschaft und führt durch häufig wechselnde Aufgaben in kurzer Zeit zu überdurchschnittlichen Berufserfahrungen.

Herr xxx wurde in mehreren Arbeitsbereichen unserer Auftraggeber mit verschiedenartigen Problemstellungen konfrontiert.

Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit lag im Bereich der Halbleiterfertigung. Herr xxx war vorrangig bei unserem Kunden xxx als Waferfab Technican eingesetzt.

Er übernahm im Wesentlichen die folgenden Aufgaben:
-Überwachung von Anlagen und Prozessen
-Klassifikation von Defekten
-Bewerten und veranlassen von Defektdichtekontrollen
-Dokumentation von Abweichungen und Einleitung entsprechender Maßnahmen
-Beitrag zur Entscheidungsfindung bei. Hold-, Problem- und Versuchslose
-zeitnahe, qualitätsgerechte Bearbeitung von Entwicklungs- und Protolosen
-Störungsbehebungen an Reviewtools (z.b. Alignmentprobleme)
-Reinigungsarbeiten lt. Vorgabe
-Übernahme von Sonderaufgaben/-messungen

-Support in anderen Abteilungen – xxx, xxx, xxx
-Qualitätssicherung vor Warenausgang
-termingerechte Auswahl/Bearbeitung des benötigten Materials
-Bestücken von Anlagen/Durchführung und Überwachung von Messungen
-Reinigung und Wechsel von Komponenten an Polieranlagen

Herr xxx verfügt über ein äußerst umfassendes und sehr fundiertes Fachwissen, das er jederzeit hervorragend in die Praxis umzusetzen wusste. Herr xxx war ein stets äußerst motivierter Mitarbeiter. Schwierige Aufgaben ging er mit großem Elan an und fand dabei immer sinnvolle und praktikable Lösungen. Er arbeitete stets sehr effizient, zielstrebig und sorgfältig und bewies ein herausragendes Organisationsgeschick. Dabei war er auch höchstem Zeitdruck und Arbeitsaufwand stets gewachsen. Seine Arbeitsergebnisse waren, auch bei wechselnden Anforderungen und unter sehr schwierigen Bedingungen, stets von sehr guter Qualität.

Herr xxx hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden verhielt Herr xxx sich stets vorbildlich. Er trug zu einer hervorragenden und effizienten Teamarbeit bei.

Herr xxx verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.
Wir danken Herrn xxx für die stets hervorragende Zusammenarbeit und bedauern es sehr, ihn als Mitarbeiter zu verlieren. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und auch weiterhin viel Erfolg.

xxx
xxx, den 30.11.2016

@Hegenberg

Nun hast Du das Zeugnis leider "verschlimmbessert" - es klingt nun überkandidelt in Richtung "Wegloben".

Es gilt (neben der Verbesseung der grammatikalischen Fehler) die Superlative zu reduzieren.

Außerdem muss das Orignalzeugnis zurückgeschickt werden!

@verreisterNutzer

es klingt nun überkandidelt in Richtung "Wegloben".

Dem muss ich leider zustimmen. Das klingt nach dem perfekten Mitarbeiter - und den gibt es nun mal nicht. Ein solches Zeugnis fällt genau so auf wie das ursprüngliche Zeugnis.

@DarthMario72

Ok, bei welchen Punkten söllte ich "nach unten" korrigieren?


Ja, das Original sende ich mit...

@Hegenberg

Wenn Du unbedingt einen Eigenentwurf mitsenden willst (was ja nicht unbedingt notwendig ist), dann solltest Du ihn von einem Fachmann (Personaler / Personalberater) umformulieren lassen, damit am Ende ein brauchbares Zeugnis herauskommt.

Anm.: Der Arbeitgeber muss (und wird) sich ohnehin nicht an den Entwurf halten.  

Ich bin momentan der Ansicht dass es das Verträglichste wäre, das Zeugnis vorerst per email zu reklamieren und einen Scan mit angezeichneten Änderungswünschen anzuhängen.

Persönlich bringt nix da man ohnehin die Hälfte vergessen wird bzw. relevante Dinge untergehen werden. Auf ein komplettes Umschreiben wird sich mein Ex-AG ohnehin nicht einlassen da dieses Zeugnis offenbar ein Serienbrief ist. (Laut Internetrecherche ist es mir nun schon einige Male in genau dieser Form untergekommen)

Gleich per Post mit Frist sieht nach Krawall aus. Das ist meines Erachtens wenig förderlich.

Kann ich das so abschicken? Sollte ich etwas ergänzen/umformulieren?

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen Dank für das übersendete Arbeitszeugnis.

Nach Prüfung dessen, bitte ich um eine Überarbeitung in folgenden Punkten:

*1) Abkürzungen sind nicht zeugnisgemäß

*2) Übernommene Aufgaben bitte als Stichpunkte verfassen, wie im Vorfeld übermittelt. Ggf. ergänzend gemäß Tätigkeitsbeschreibung.

*3) Beurteilung von Fachkenntnissen, Leistung und Sozialverhalten bitte geordnet aufführen.

*4) Es findet eine doppelte Leistungsbeurteilung statt die allerdings in einem Widerspruch zueinander steht. Ich bitte um eine Anpassung an die vorangegangene Passage der Leistungsbeurteilung. (stets zur vollsten Zufriedenheit)

*5) Bitte um ausformulierten Dank an meiner Arbeit, da sonst nicht passend zur Leistungsbeurteilung unter Abschnitt *3

*6) Das Ausstellungsdatum entspricht nicht meinem Austrittsdatum. Da das Zeugnis rechtzeitig beantragt wurde bitte ich um eine Datierung auf 30.11.2016.

Beste Grüße
xxx

@Hegenberg

Wenn Du ein geändertes Arbeitszeugnis haben willst, musst Du das Originalzeugnis zurückschicken - deshalb mein HInweis auf Einwurf-Einschreiben!

@DarthMario72, du hast wie immer eine treffliche Analyse abgeliefert.

Aber darf ich noch etwas ergänzen? Mir fehlt hier eine Aussage zur Belastbarkeit. Habe ich das überlesen, ist das schlicht vergessen worden oder will der Schreiber durch Weglassung etwas andeuten?

Das "Hr." für "Herr" ist in der Tat unmöglich und gehört korrigiert.

Diese Punkte und die völlige Unordnung in der Gliederung lassen auf eine liederliche Abfassung und vielleicht sogar auf eine geringere Wertschätzung schließen, als einige durchaus positive Passagen glauben machen wollen.

@Hideaway

Mir fehlt hier eine Aussage zur Belastbarkeit.

Stimmt, das hatte ich bei dem chaotischen Zeugnis wohl übersehen...

@DarthMario72

Ich habe in der Zwischenzeit per Mail wie unten beschrieben um eine Korrektur gebeten. Meine Mail wurde ignoriert.

Nun komme ich um die Einschreiben-Geschichte nicht drumrum.

Würdet ihr mein Schreiben und Zeugnis-Vorschlag so abnicken?

Sehr geehrter Herr xxx,

da meine eMail vom 14.01.2017, mit der Bitte einer Überarbeitung meines Arbeitszeugnises, leider unbeantwortet blieb übersende ich Ihnen selbiges mit erneuter Bitte der Korrektur in den folgenden Punkten.

*1) Abkürzungen und Schreibfehler sind nicht zeugnisgemäß.

*2) Übernommene Aufgaben bitte als Stichpunkte verfassen, wie im Vorfeld übermittelt. Ggf. ergänzend gemäß Tätigkeitsbeschreibung.

*3) Beurteilung von Fachkenntnissen, Leistung und Sozialverhalten bitte geordnet aufführen.

*4) Es findet eine doppelte Leistungsbeurteilung statt die allerdings in einem Widerspruch zueinander steht. Ich bitte um eine Anpassung an die vorangegangene Passage der Leistungsbeurteilung. (stets zur vollsten Zufriedenheit)

*5) Bitte um ausformulierten Dank an meiner Arbeit, da sonst nicht passend zur Leistungsbeurteilung unter Abschnitt *3

*6) Das Ausstellungsdatum entspricht nicht meinem Austrittsdatum. Da das Zeugnis rechtzeitig beantragt wurde bitte ich um eine Datierung auf 30.11.2016.

Eine Kopie des Zeugnis mit Markierungen der genannten Passagen liegt diesem Schreiben bei.
Des Weiteren befindet sich ein Formulierungsvorschlag in den Anlagen.

Ich bitte um die Änderung und Übersendung bis 15.02.2017. Sollte diese Frist erfolglos verstreichen behalte ich mir vor meinen Anspruch gerichtlich geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Arbeitszeugnis

Herr xxx xxx, geboren am xxx, war vom xxx bis xxx in unserem Unternehmen als Fachhelfer beschäftigt.

Auf Grundlage des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) stellen wir anderen Unternehmen die Arbeitsleistungen unserer Mitarbeiter zur Verfügung. Sie sind fest angestellt, sozial abgesichert und werden grundsätzlich überbetrieblich eingesetzt.
Dies erfordert eine ausgeprägte soziale und fachliche Anpassungsfähigkeit, persönliche Mobilitätsbereitschaft und führt durch häufig wechselnde Aufgaben in kurzer Zeit zu überdurchschnittlichen Berufserfahrungen.

Herr xxx wurde in mehreren Arbeitsbereichen unserer Auftraggeber mit verschiedenartigen Problemstellungen konfrontiert.

Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit lag im Bereich der Halbleiterfertigung. Herr xxx war vorrangig bei unserem Kunden xxx als Waferfab Technican eingesetzt.

Er übernahm im Wesentlichen die folgenden Aufgaben:
-Überwachung von Anlagen und Prozessen
-Klassifikation von Defekten
-Bewerten und veranlassen von Defektdichtekontrollen
-Dokumentation von Abweichungen und Einleitung entsprechender Maßnahmen
-Beitrag zur Entscheidungsfindung bei. Hold-, Problem- und Versuchslose
-zeitnahe, qualitätsgerechte Bearbeitung von Entwicklungs- und Protolosen
-Störungsbehebungen an Reviewtools (z.b. Alignmentprobleme)
-Reinigungsarbeiten lt. Vorgabe
-Übernahme von Sonderaufgaben/-messungen

-Support in anderen Abteilungen – xxx, xxx, xxx
-Qualitätssicherung vor Warenausgang
-termingerechte Auswahl/Bearbeitung des benötigten Materials
-Bestücken von Anlagen/Durchführung und Überwachung von Messungen
-Reinigung und Wechsel von Komponenten an Polieranlagen

Herr xxx verfügt über ein äußerst umfassendes und sehr fundiertes Fachwissen, das er jederzeit hervorragend in die Praxis umzusetzen wusste. Herr xxx war ein stets äußerst motivierter Mitarbeiter. Schwierige Aufgaben ging er mit großem Elan an und fand dabei immer sinnvolle und praktikable Lösungen. Er arbeitete stets sehr effizient, zielstrebig und sorgfältig und bewies ein herausragendes Organisationsgeschick. Dabei war er auch höchstem Zeitdruck und Arbeitsaufwand stets gewachsen. Seine Arbeitsergebnisse waren, auch bei wechselnden Anforderungen und unter sehr schwierigen Bedingungen, stets von sehr guter Qualität.

Herr xxx hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden verhielt Herr xxx sich stets vorbildlich. Er trug zu einer hervorragenden und effizienten Teamarbeit bei.

Herr xxx verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.
Wir danken Herrn xxx für die stets hervorragende Zusammenarbeit und bedauern es sehr, ihn als Mitarbeiter zu verlieren. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und auch weiterhin viel Erfolg.

xxx
xxx, den 30.11.2016

Habe jetzt einen Entwurf für ein neues Zeugnis erhalten.

Könntet ihr ihn bitte auf Bewerbungstauglichkeit prüfen?

Ist übrigens immernoch auf 2 Seiten (2. Seite nur Datum und Unterschrift)

Aber wie könnte man das anders machen bzw. wie soll ich das meinem Ex-AG begreiflich machen?

Zeugnis

Herr xxx, geboren am xxx, war vom xxx bis
30.11.2016 in unserem Unternehmen als Fachhelfer beschäftigt.

Auf der Grundlage des
Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) stellen wir anderen Unternehmen

die Arbeitsleistungen unserer Mitarbeiter
zur Verfügung. Sie sind fest angestellt, sozial abgesichert

und werden grundsätzlich überbetrieblich
eingesetzt.

Dies erfordert eine ausgeprägte soziale und
fachliche Anpassungsfähigkeit, persönliche

Mobilitätsbereitschaft und führt durch
häufig wechselnde Aufgaben in kurzer Zeit zu

überdurchschnittlichen Berufserfahrungen.

Herr xxx wurde in mehreren Arbeitsbereichen
unserer Auftraggeber mit verschiedenartigen

Problemstellungen konfrontiert.

Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag im
Bereich der Halbleiterfertigung. Herr xxx war

vorrangig bei unserem Kunden xxx als

Waferfab Technican eingesetzt. Dort übernahm
er folgende Aufgaben:

• Überwachung von Anlagen und Prozessen

• Klassifikation von Defekten

• Bewerten und Veranlassen von
Defektdichtekontrollen

• Dokumentation von Abweichungen und die
Einleitung entsprechender Maßnahmen

• Beitrag zur Entscheidungsfindung bei
Hold-, Problem- und Versuchslosen

• zeitnahe und qualitätsgerechte Bearbeitung
von Entwicklungs- und Protolosen

• kleinere Störungsbehebungen an Reviewtools
(z. B. Alignmentprobleme)

• Reinigungsarbeiten lt. Vorgabe

• Übernahme von Sonderaufgaben und
-messungen

• Support in andere Abteilungen (xxx, xxx,
xxx)

• Qualitätssicherung vor dem Warenausgang

• termingerechte Auswahl und Bearbeitung des
benötigten Materials

• Bestücken von Anlagen

• Durchführung und Überwachung von Messungen

• Reinigung und Wechsel von Komponenten an
Polieranlagen

Dabei erwiesen sich seine berufliche
Qualifikation und rasche Auffassungsgabe stets als besonders

förderlich.

Herr xxx fand sich sehr schnell in seinem
jeweiligen Arbeitsbereich zurecht und erledigte die ihm

gestellten Aufgaben stets zu unserer
vollsten Zufriedenheit.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und
Kollegen war stets einwandfrei.

Auch in der Leistungsbeurteilung unserer
Auftraggeber, fanden seine Leistungen stets vollste Zufriedenheit. Er zeichnete
sich durch sehr gutes Fachwissen, Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit aus.
Durch sein stets freundliches Wesen war er überall ein gern gesehener
Arbeitskollege.

Herr xxx verlässt unser Unternehmen auf
eigenen Wunsch.

Wir bedauern sein Ausscheiden sehr und
danken ihm für stets sehr gute Leistungen. Für seine berufliche und private
Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

xxx

xxx, 30.11.2016

__________________________

i. V. xxx

xxx

@Hegenberg

° Inhaltlich in Ordnung!

° Dass nur Datum und Unterschrift auf Seite 2 stehen, geht gar nicht!

Hier würde ich die unwichtigen Spiegelpunkte (z.B. die Reinigungsarbeiten) bei der Aufgabenbeschreibung weglassen bzw. einige Tätigkeiten zusammenfassen.

Die Tätigkeitsbeschreibung ist ohnehin zu lang, da diese üblicherweise nicht mehr als acht Punkte enthalten sollte.

Dann passt der Text auch auf eine Seite.

@Hegenberg

Ich persönlich würde mir den Absatz mit dem Sozialverhalten unter der Leistungsbeurteilung durch Auftraggeber wünschen.

Soll ich das zur Änderung anmerken?

In meinem Crosspost meinte ein anderer User, dass der Satz mit dem freundlichen Wesen als "zu gesellig" verstanden werden kann... Könnte ich mir sogar gut vorstellen, liest das ein Personaler genauso? Sollte ich das streichen lassen?

@Hegenberg

Ja, die Absätze kannst Du "gut und gerne" austauschen lassen.

Und der Satz mit dem freundlichen Wesen ist tatsächlich auch entbehrlich.

Beides sind fromme Wünsche Deinerseits, auf die der AG eingehen kann, aber natürlich nicht muss. Aber wenn er sowieso ändert, könnte er dies durchaus mit berücksichtigen.

Viel Glück!

Das überarbeitete Zeugnis ist nun bei mir in Papierform eingegangen.

Könntet ihr es bitte nochmal checken und bewerten? Ist das nun brauchbar für Bewerbungen?

Was mir bereits aufgefallen ist, ist dass der Jobtitel zwar korrigiert wurde aber (meiner Meinung nach) immernoch falschgeschrieben ist.
(Techniker -> "Technican" : "Technician")

Irgendwie kann ich keine Bilder hochladen, deshalb als Link: https://abload.de/img/zeugnis9fs73.jpg

@Hegenberg

Bereits im Parallel-Thread beantwortet!

Arbeitszeugnisse dürfen nur positiv formuliert sein, deshalb sind "normale" positive Adjektive nicht gleich gut. Man sollte immer auf Superlative achten (sehr gut, äußerst, zur vollsten Zufriedenheit). Es gibt auch geheime Codes, die positive Formulierungen für negative Eigenschaften sind, wie z.B. gesellige Art --> Alkoholiker, etc.
Vergleiche einfach die Formulierungen deines Arbeitszeugnissen mit den Codes des folgenden Links vergleichen.
https://www.arbeitszeugnis.de/presse/geheimcodeliste.pdf

Solche Links sind bei der Einschätzung von Zeugnissen nicht wirklich hilfreich.

Dein Arbeitszeugnis ist sehr gut und dürfte im Schulnotenbereich 1-2 liegen. Ich würde Dich zu einem Vorstellungsgespräch einladen, wenn ich eine entsprechende Stelle zu besetzen hätte.

Dein Arbeitszeugnis ist sehr gut und dürfte im Schulnotenbereich 1-2 liegen

Wie kommst du auf diesen schmalen Pfad?

Ich würde Dich zu einem Vorstellungsgespräch einladen, wenn ich eine entsprechende Stelle zu besetzen hätte.

Ich würde vor allem erstmal denjenigen, der dieses Zeugnis geschrieben hat, auf 'ne Schulung schicken.

@Wolfgang57234

auf 'ne Schulung schicken

.....und zwar zusammen mit allen, die der Ansicht sind, an diesem Zeugnis sei nichts auszusetzen

.

Ist ein gutes Zeugnis ohne Überschwang und ohne große Auffälligkeiten. Einzig das "freundliche Wesen" ist latent komisch. Du muckst also nicht auf und frisst alles in Dich hinein. Für die Zeitarbeit also traumhaft. Du Depp hätte ich fast gesagt und wahrscheinlich nicht nur ich.

Bist Du verrückt? Natürlich will jeder dein "freundliches Wesen" kennen lernen. ALSO UNBEDINGT MITSCHICKEN!!!

ohne große Auffälligkeiten

Echt jetzt? Dann scheinst du dich nicht sehr gut mit Zeugnissen auszukennen. Ich finde da eine ganze Menge an Auffälligkeiten.

@DarthMario72

Ja, bei BMW sollte er sich damit vielleicht nicht bewerben. Aber ob er ein Zeitarbeitszeugnis reklamieren sollte? Ich finde dein Urteil zu streng. Es ist ein Zeitarbeits KZ. Ich finde es daher angemessen. Wie lange studiert denn ein Personalchef so ein Zeugnis? Vielleicht 3 Min. und dafür passt das schon.

@Nienbaum

Das sehe ich anders. Auch wenn man sich ein Zeugnis nur drei Minuten anschaut, kann man einiges daraus lesen - in diesem Fall lese ich u. a. daraus, dass der Verfasser des Zeugnisses keine Ahnung vom Zeugnisschreiben hat.

Ein so schlampig verfasstes Zeugnis sollte man aber auf jeden Fall beanstanden - denn das wirft nicht nur ein schlechtes Bild auf den Verfasser, sondern auch auf den Empfänger. War es ihm egal, für eine 7-jährige Tätigkeit mit so einem Müll abgespeist zu werden? Oder hat er sich gar nicht die Mühe gemacht, das Zeugnis zu lesen und zu verstehen?

@DarthMario72

Wie Du schon sagst, der Verfasser ist die Pfeife.  Aber in der Theorie hast Du natürlich recht, dass das auch ein schlechtes Licht auf den Empfänger wirft. Du bist katholischer als der Pabst. Für 7 Jahre Beschäftigung sollte man auch was erwarten. Stimmt schon.

@Nienbaum

Wie lange studiert denn ein Personalchef so ein Zeugnis? Vielleicht 3 Min.......

Drei Minuten reichen völlig aus, um festzustellen, dass dies ein wirres, widersprüchliches und somit unbrauchbares Zeugnis ist. Damit braucht man nirgendwo vorstellig zu werden.

und dafür passt das schon

Für eine Bewerbung passt da gar nix..

@Nienbaum, deine "Feststellungen" sind rein spekulativ und aus dem Bauch heraus. Mit sachgerechter Analyse hat das aber leider nichts zu tun. Die Bewertung von Arbeitszeugnissen scheint nicht wirklich dein Ding zu sein.

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