Tätlicher Angriff im Betrieb?

8 Antworten

Das was du beschrieben hast, führt in 99,9% der Fälle, zur sofortigen "Fristlosen Kündigung".

Kein Arbeitgeber möchte Mitarbeiter haben, die andere Mitarbeiter schlagen bzw in ihrer Leistungsfähigkeit einschränken.

Daher bekommt der AG auch bei Klagen vor Gericht Recht, sollte der Arbeitnehmer gegen die fristlose Kündigung vorgehen

Dabei kommt es ein wenig auf den Gegenstand an. Ein Bleistift ist was anderes als ein Hammer.

Beim Hammer setzt es sofort die fristlose Kündigung, ansonsten bleibt es abzuwägen.

 

Grundsätzlich aber gilt, bei Gewalt am Arbeitsplatz, fliegt mindestens einer, evtl sogar beide. Dabei kommt es auf die vorliegende Provokation an.

In Ihrem Beispiel könnte der Arbeitgeber den schlagenden Mitarbeiter, gemäß §626 Absatz 1 BGB, fristlos kündigen. Bei einer solch gravierenden Vertragsverletzung ist eine Kündigung, ohne eine vorherige Abmahnung angezeigt.

Mit einer Abmahnung wäre der schlagende Mitarbeiter noch sehr gut bedient. Hat der Arbeitgeber den konkreten Vorfall bereits abgemahnt, darf er für diesen Vertragsverstoß allerdings keine Kündigung aussprechen. (Entweder Abmahnung oder Kündigung)

Eine Abmahnung ist immer dann angebracht, wenn der Arbeitnehmer einen Vertragsverstoß begangen hat, der nicht gravierend genug ist, um sofort eine Kündigung aussprechen zu können.

Hier ein sehr hilfreicher Link.

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Abmahnung.html

Peter Kleinsorge

Selbstverständlich, den es ist ja eine Verfehlung im Umgang mit dem Kollegen, bzw. hätte die Firma ja auch schädigen können, wenn es B beim Arbeiten beeinträchtigt.

oder wenn es ein Arbeiter auf dem Bau ist auch zu einem Arbeitsunfall führen können. Man muss da nur an Dachdecker oder Gerüstbauer denken.

@Coladose1

jepp, wobei das eigentlich als Grund für eine fristlose Kündigung reichen sollte.

Konkret: das ist Körperverletzung und wird angezeigt - da braucht es keine Abmahnung sondern fristlose Kündigung!

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