Suche legales Inkassobüro mit Hausbesuchen auf Erfolgsbasis

4 Antworten

Kannst du knicken, die Kosten würdest du nicht nur selber tragen, es wäre auch am Rande der Legalität.

Halte dich an den Gerichtsvollzieher, Lohnpfändung, Kontopfändung...alles Optionen die man hat.

Du kannst die Forderung auch verkaufen, kriegst aber bei weitem nicht das, was an Summe tituliert ist.

So ziemlich jedes Inkassobüro bietet eine Langzeitüberwachung von titulierten Forderungen an, frage mich was daran am Rande der Legalität ist?

Den ganzen Ärger (und Kosten) von Gerichtsvollziehern, Anträgen auf Herabsetzen der Pfändungsfreigrenzen und dem Geld nachlaufen will ich ja abgeben...

Forderung verkaufen ergibt in der Tat wenig Sinn - wenn schon jemand die eidesstattliche Versicherung abgegeben hat bekommt man eh fast nichts mehr.

@HerrderRinge

Die Tatsache dass dauernde Telefonanrufe oder Besuche u.U. den Straftatbestand der Nötigung erfüllen darüber hinaus denke ich, dass du hierdurch nicht deine Schadensminderungspflicht erfüllst.

Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen.

Da kann dann auch das Inkassobüro nichts weiter dran machen.

Keine gute Idee. Vor allem, wenn sie den Eindruck erwecken, kriminell vorzugehen (sich bei der Darstellung aber an der Legalitätsgrenze bewegen).

Es ist zu bedenken, dass bei Pfändungen nach Straftaten eine niedrigere, verschärfte Pfändungsgrenze festgesetzt werden kann. Ist das schon geschehen? Dann kann man auch den Gerichtsvollzieher losschicken.

Geben tut es viele davon. Bei Google findet man eigentlich für jede Großstadt/Region genug Auswahl. Der Nachteil dieser Inkasso-Firmen sind aber die extremen Gebühren.

Zum Beispiel bei denen hier: http://www.adf-inkasso.de/inkasso/inkasso_konditionen.htm

Die nehmen 50% der geforderten Summe für sich selber. Zwischen 25% und 75% hab ich jetzt alles in 5 Minuten googlen gefunden. Ob es dir das Wert ist, musst du für dich selber entscheiden.

In wie fern Wert ist?

Besser 50% (oder 70%) von etwas als 100% von nichts - außerdem "erwirtschaftet" der Schuldtitel Zinsen, der absolute Schaden ist daher geringer. Ich weiß, dass es genug Inkassobüros gibt, die das anbieten, aber ich suche nach einem welches wirklich effektiv ist und im Falle eines Nichterfolgs keine Kosten für den Gläubiger verursacht.

@HerrderRinge

Die Kosten hat immer der Gläubiger, der Schuldner muss nur die titulierte Forderung sowie die Zinsen der letzten 3 Kalenderjahr zahlen.

@HerrderRinge

Scheinbar paradoxerweise treiben Inkassos titulierte Forderungen oft zu schlechteren Konditionen ein als untitulierte. Ein Grund dürfte sein, dass bei Zwangsvollstreckung nicht noch alle möglichen Mondgebühren nebenher berechnet werden dürfen, bzw. Zahlungen des Schuldners und vom GV eingetriebene Beträge werden immer nur auf den Titel und vom GV anerkannte oder gerichtlich festgesetzte Kosten verrechnet.

Die meisten Profite erwirtschaften Inkassos mit neuen Forderungen, wo sie erst mal unkundige Schuldner mit Mondgebühren über's Ohr hauen oder zur Unterschrift unter Wucherkosten-Verträge (Ratenzahlungen, Schuldanerkenntnis usw.) drängen. Logischer Weise sind dann da auch die Konditionen für Gläubiger besser.

Versuche es mit dem gerichtlichen Weg, ansonsten lass den Titel zum Haftbefehl erweitern.

Die Forderung ist bereits tituliert, Schuldner sitzt deswegen bereits im Gefängnis.

@HerrderRinge

Wie soll er denn Raten bezahlen, wenn er derzeit im Knast sitzt? Wenn er raus ist, dann kann er abzahlen, mit verschärfter Pfändungsgrenze.

Sind Inkassogebühren von 138% der Hauptforderung möglich – Erkennt das Gericht eine Inkasso-Gebühr an, die mehr als doppelt so hoch ist wie die Rechnung?

Hallo Forum.

Ich habe folgenden Fall. Vielleicht weiß jemand Rat. Ich hatte eine 40 Euro Rechnung an die S-Bahn Berlin nicht rechtzeitig bezahlt und drei Tage nach Ablauf der Zahlungsfrist eine Rechnung über 94 € von Infoscore-Forderungsmanagement erhalten. Zu den 40 Euro kamen nämlich 54,00 hinzu, ausgezeichnet als “Inkassokosten aus Inkassoauftrag(Verzugsschaden §§ 280,286 BGB) analog §13 RVG i.V.m. VV: 1,0 Gebühr (Nr.2300 VV) 45,00 € zzgl. Auslagen(Nr.7002 VV) 9,00".

Selbstverständlich bin ich selbst Schuld, dass ich es überhaupt mit einem Inkassobüro zu tun bekomme, dennoch erschienen mir 54 € Gebühr bei einer Hauptforderung von 40 € übertrieben hoch zu sein und Recherchen im Internet schienen mir dies zu bestätigen. Also habe ich sogleich die Hauptforderung plus Zinsen und Porto überwiesen und im Verwendungszweck den Zusatz “Nur Hauptfor­derung + Briefpor­to + Zinsen“ dran geschrieben, damit diese Summe auch wirklich an die BVG geht und nicht etwa für die “Auslagen“ des Inkassobüros verwendet werden kann.

In einem Widerspruch an Infoscore (Einschreiben mit Rückschein) habe ich dargelegt warum mir deren Gebühr zu hoch erscheint. Ich bekam, wie zu erraten war, keine nach unten korrigierte Rechnung, sondern weitere Mahnungen. Stets wurde von „Forderung der S-Bahn- Berlin GmbH“ gesprochen, obwohl es sich ja eigentlich nur noch um die Forderung der Infoscore-Forderungsmanagement handeln kann, da die S-Bahn Rechnung ja beglichen wurde.

Jetzt ging die Sache an deren Hausanwälte Rainer Haas & Kollegen. Die Rechnung beträgt nun wieder 90,56 €, bestehend aus den 54 € Inkasso und zusätzlichen 37,80 € Rechtsanwaltskosten. In der Forderungsdarlegung sind auch die längst bezahlten -41,57 brav als Minusbetrag angegeben.

Nun meine Fragen an Euch. Liege ich richtig mit der Annahme, dass ich auf den Rechtsanwaltsbrief nicht reagieren sollte? Stimmt es, dass ich lieber erst auf einen eventuellen Mahnbescheid des Gerichtes antworten sollte? Und gehe ich Recht in der Annahme, dass auch das Gericht eine Inkasso-Gebühr, die mehr als doppelt so hoch ist wie die Ausgangssumme, nicht als angemessen erachten wird?

Noch könnte ich Haas und Infoscore einfach das Geld in den Rachen schmeißen, aber das sehe ich irgendwie nicht ein. Inkassogebühren gut und schön, aber selbst der Rechtsanwalt Haas jetzt hat nicht so hohe Gebühren veranschlagt wie Infoscore für ihren Brief. Ich habe 13 Euro als angemessene Gebühren gegoogelt, bis 25 € hätte ich nichts gesagt, aber 54? Nee, oder? Danke im Voraus für Eure Einschätzung.

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An Tag 27 überweist nun der S schließlich die geforderten 40 Euro an die I. Damit hält er die Angelegenheit für abgeschlossen.

An Tag 29 geht ein Schreiben, datiert vom Tag 26, bei S ein. Darin fordert die I einen Gesamtbetrag von 94 Euro und ein paar Cent, der sich zusammensetzt aus der Hauptforderung, Inkassokosten (45 Euro), Auslagen (9 Euro) und den Zinsen auf die Hauptforderung ab Tag 22. Da S die Hauptforderung inzwischen beglichen hat, hält er das Schreiben für gegenstandslos.

An Tag 34 erhält S ein weiteres Schreiben von I, datiert von Tag 30. Daraus geht hervor, dass I den Eingang der geleisteten Zahlung verbucht hat, jedoch weiterhin 54 Euro und ein paar Cent fordert.

S widerspricht daraufhin schriftlich der Forderung:

  • Zunächst stellt S klar, dass seine Zahlung von Tag 27 ausschließlich zur Begleichung der Hauptforderung zu verwenden ist.
  • Er erklärt, er habe sich nicht im Verzug befunden, da ihm keine Mahnung zugegangen sei. Ein einseitig vom Gläubiger festgelegter Zahlungstermin entspreche nach gängiger Rechtsprechung nicht den Voraussetzungen von §286 II BGB, nach denen keine Mahnung erforderlich wäre.
  • Davon abgesehen könne es sich selbst dann nicht um vom Schuldner zu tragende Verzugskosten handeln, denn die I war ja offenbar bereits vor Eintritt des Verzugs beauftragt worden. Verzugskosten könnten aber nur solche Kosten sein, die erst durch den Verzug entstehen.
  • Weiterhin argumentiert S, der G habe durch die Einschaltung der I gegen seine Schadensminderungspflicht nach § 254 II BGB verstoßen. Als geschäftserfahrenes Unternehmen hätte G zunächst versuchen müssen, die Schuld über das kaufmännische Mahnverfahren selbst einzutreiben.
  • Im Übrigen hält S die geforderten Kosten für ein einfaches Zahlungserinnerungsschreiben für zu hoch.

S kündigt an, auf weitere Schreiben der I oder ihrer Anwälte nicht mehr zu reagieren, und gegen einen gerichtlichen Mahnbescheid Widerspruch einzulegen.

Die I versendet in den folgenden Wochen noch mehrere Schreiben an S, die alle unbeantwortet bleiben. Beim zuständigen Amtsgericht wird daraufhin ein Mahnverfahren eingeleitet. Dem Mahnbescheid widerspricht S vollumfänglich.

I erwägt nun, die Schuld einzuklagen. Hat sie damit Erfolgsaussichten?

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