Stromkasten Elektrik, Fehleinbau Hilfe?

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5 Antworten

Der Schalter unter dem Zähler ist ein SLS-Schalter und der ist Vorschrift.
Das er verkehrt herum eingebaut ist, zeugt von der Blödheit der Firma, es ist aber nicht verboten und er funktioniert auch wenn er verkehrt herum angeschlossen ist.

Wo kommt überhaupt die Zuleitung her? Das scheint mit keine Mantelleitung zu sein, der PEN hat in grün/gelb ausgeführt zu sein und nicht in blau.

Das Feld unter dem Zähler gehört übrigens verplombt und da hast weder Du, noch dein Onkel was dran zu suchen.

Ob ein Hauptschalter Vorschrift ist, vermag ich nicht zu sagen, dass ist regional unterschiedlich.
Fi (RCD) ist für Badezimmer seit Ewigkeiten vorgeschrieben und für Steckdosen seit mindestens 10 Jahren.

Die Phasenschiene ist geschnitten (seit Jahren nicht mehr VDE konform) und um diesen Pfusch noch abzurunden mit Isolierband verklebt.

Wagoklemmen haben in einer Elektroverteilung ebenfalls nichts zu suchen,
dafür gibt es Abzweigdosen.

Ein Einfamilienhaus mit 5 Leitungsschutzschaltern zu betreiben ist Stand der Technik von 1960.

Die Art wie der Klingeltrafo eingebaut ist, ist ein Armutszeugnis für diese "Firma".

Ich würde die Mängel schriftlich listen und der Firma eine Möglichkeit geben den Pfusch kostenneutral zu beseitigen, mit einer Frist und per Einschreiben mit Rückschein.
Wenn keine Antwort erfolgt - Anwalt!

Verplomt war es ja eben noch nichtmal

es ist aber nicht verboten und er funktioniert auch wenn er verkehrt herum angeschlossen ist.

Mag ja sein, das er funktioniert, wenn er falsch herum gespeist wird, aber richtig bzw vollständig angeschlossen sollte er schon werden... Selbst das hat die Firma ja nicht mal hin bekommen...

Wagoklemmen sind da erlaubt, aber nicht freifliegend. Für den Zweck gibt es extra Halter um die Klemmen auf eine Hutschiene aufzurasten wenn es sein muss.

SLS sind nicht zwingend vorgeschrieben, sie sind nur als Beispiel aufgeführt als mögliche Absicherung vor dem Zähler. Man kann da genauso auch D0-Sicherungen (Neozed) einsetzen. Bevorzugt in einem Lasttrennschalter (Linocur Schalter).

@germi031982

Ja, das stimmt, auch andere selektive Lösungen für den Kurzschlussschutz sind zulässig, Der SLS ist an dieser Stelle aber nicht falsch projektiert.

Und Ja, Steckklemmen dürfen auf solchen Haltern in Verteilungen montiert werden, ich sehe hier aber keinen (Vielleicht hier dem lose im Verteilungsraum hängenden Trafo? ;-) ) .

Und nein, Wageklemmen in einer Verteilung (insbesondere in einer Neuanlage) müssen nie sein, so etwas lässt sich durch ordentliche Installation vermeiden.

@NiciNameless

Wago 221 oberhalb des Trafos. Ich glaube für die gibt es auch so einen Halter. Für die Vorgänger von denen, Modell 222, gab es auf jeden Fall welche.

Bei einer kompletten Neuinstallation hast du auf jeden Fall recht, bei einer Nachrüstung einer alten Anlage hat man oft das Problem das irgendwelche Adern dann zu kurz sind. Die alten UV waren ja oft wesentlich kleiner, und oft hatte man früher nur oben das Feld in der Zählertafel. Allerdings macht man solche Verlängerungen eleganter. Passende Stoßverbinder ancrimpen und elektrisch isolierender Schrumpfschlauch (meist bis 600V zugelassen) drüber. Diese Stoßverbinder gibts z.B. von Klauke in allen möglichen Größen.

@germi031982

Seit dem 01.04.2019 sind entgegen deiner Aussage gemäß VDE AR 4100 Selektive Leitungsschutzschalter (SLS) im netzseitigen Anschlussraum vorgeschrieben, D0-Sicherungen sind in Neuanlagen und geänderten Anlagen nicht mehr zugelassen!

@ProfDrDrStrom

Wer weiß wie lange das Bestand haben wird, da hat ja schonmal jemand vor Jahren geklagt weil man nur SLS als Vorzählersicherung im Bereich vor dem Zähler zulassen wollte. Das endete in einem gerichtlichen Vergleich und in den TAB wurde dann nur noch eine laienbedienbare Absicherung vor dem Zähler verlangt, und der SLS als eine mögliche Option genannt.

Für das was sie bringen sind die Dinger zu teuer. Und sie bringen absolut keinen zusätzlichen Gewinn an Sicherheit. Von Komfort rede ich nicht, das ist kein Endstromkreis, die Wahrscheinlichkeit das diese Vorsicherung durchbrennt ist äußerst gering. Und wenn sie es dennoch tut wird es Zeit Fachleute zu holen.

Hat sich die Lobby der Hersteller schön durchgesetzt. Naja, macht halt schon für die Hersteller einen Unterschied ob die Kunden nun einen SLS für einen 100er einsetzen müssen oder einen Neozed Lasttrennschalter für 40€. Von den regulären Schraubsockeln rede ich nicht, die sind für mich absolut nicht Stand der Technik. Mit den anderen Sachen wie Überspannungsableiter kann ich mich noch anfreunden, aber das ist für mich keinesfalls nachvollziehbar.

@germi031982

Wie lange das Bestand haben wird ist mir egal. Ob sich das nach einem Klageverfahren nochmal ändert ist mir ebenso egal.

Hier ging es um deine Aussage:

SLS sind nicht zwingend vorgeschrieben, sie sind nur als Beispiel aufgeführt als mögliche Absicherung vor dem Zähler. Man kann da genauso auch D0-Sicherungen (Neozed) einsetzen. Bevorzugt in einem Lasttrennschalter (Linocur Schalter).

Diese ist zum jetzigen Zeitpunkt falsch.

Es bringt keine andere Normenlage, wenn wir uns jetzt über deine Meinung, zum Thema Schmelzsicherungen, streiten.

Verdrahtungsschienen (Phasenschienen) zu schneiden ist seit Jahren nicht mehr VDE konform? Die Aussage zweifle ich an, zumindest so lange bis hier die entsprechende Norm genannt wird.

Das es andere Möglichkeiten gibt mit einer „zu langen“ Schiene umzugehen ist mir bekannt (Abdeckungen für die Schienenabgänge), mir ist aber auch bekannt das alle namhaften Hersteller für gekürzte Schienen Endkappen anbieten.

Wo steht in der VDE das solche Schienen nicht gekürzt/abgesägt werden dürfen?

@ProfDrDrStrom

Elektrotechnische Bauteile sind in der Regel mit einem VDE Zeichen versehen und wenn auf so einer Schiene bereits vermerkt ist, das selbige nicht gesägt werden darf, wird die der VDE bestimmt nich "Juchhhuu" dazu sagen.
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@NiciNameless

Wenn die Verdrahtungsschiene einen entsprechenden Hinweis trägt ist das auch zu beachten.

Aber ohne den Hinweis, dass ein spezieller Aufdruck das kürzen untersagt es als allgemeine VDE Vorgabe zu publizieren, ist nicht in Ordnung.

Hier:

https://library.e.abb.com/public/9d1a6f82fa534e80b90087412159128e/2CDC001003C0111_Kap_7.pdf

wird auf Seite 4 ein Hinweis gegeben, was beim Kürzen der Verdrahtungsschiene zu beachten ist.

Für mich steht außer Zweifel, dass es Normkonform mit der VDE ist, Phasen-/Verdrahtungsschienen zu kürzen. Es sind, wie bei jedem elektrotechnischen Produkt, die Herstellervorgaben zu beachten.

@ProfDrDrStrom

Ich kürze Phasenschienen grundsätzlich nicht, zum einen befinde ich mich damit immer auf der sicheren Seite und zum zweiten ist es sinniger ein oder zwei Automaten mehr zu setzen als die Schiene zu kürzen, insbesondere wenn man betrachtet wie wenig ein Leitungsschutzschalter kostet.
In obigem Bild ist die Schiene jedoch mit Isolierband "isoliert" und das sieht m.E. kein Hersteller so vor.

PS: Ich danke für den Hinweis.

@NiciNameless

Das die abgebildete Anlage dilettantisch zusammen gebastelt wurde, stellt hier keiner in Frage, inklusive Verdrahtungsschiene.

Mir geht es nur um absolute Aussagen. Wenn der VDE das Kürzen nicht mehr als zulässig vorgeben würde, dann wäre es ebenso und man müsste es wohl umsetzen. Es werden halt immer wieder Dinge behauptet die nicht belegbar sind.

Dem ganzen Kasten fehlt nur noch eines: Der Griff zum Wegschmeißen...

  • SLS (so heißt der Schalter da unten) ist falsch herum eingebaut. Da sind sogar extra so schöne Pfeile drauf.... Wie das passieren konnte, ist mir ein Rätsel... Das muss man doch beim Aufsetzen auf die Hutschiene sofort bemerken, dass das irgendwie "ungewohnt" ist.... -.-
  • Diese "Phasenschiene" unter den LS sieht abenteuerlich aus (Isolierband+???)
  • Die PE's und N's auf der Sammelschiene sind viel zu lang abisoliert
  • Der fliegende Klingeltrafo (Das ist zusammen mit dem Kabelsalat da oben eine Katastrophe! Mit Leichtigkeit können so die 230V auf die Kleinspannungsseite gelangen!!!)
  • Die Wago da mittendrin (über die könnte man jetzt streiten... ist jetzt nicht sooo schlimm, trotzdem unfachmännisch)
  • Unten PEN-Aufteilung, aber der N kommt an der Sammelschiene nie an?! (oder nur Abzweigung mit falscher Aderfarbe, damit Zähler seinen N bekommt?) Dafür eine weitere Brücke mit zu geringem Querschnitt an den Sammelschienen (Brandgefahr!)
  • Vorzählerbereich offen?!?!?!

Die Sicherung denkt sich: Wo bin ich denn hier gelandet? Neee danke... lass mal.... *klick*

Also: Reklamieren! Alles.

Woher ich das weiß:Hobby

Was auf den Bildern zu sehen ist, sieht nicht gut aus.

Meine Empfehlung wäre weiteres Geld in die Hand zu nehmen, auch wenn es „schmerzt“.

Bei der zuständigen Handwerkskammer (HWK) nicht IHK anrufen und sich eine Liste von öffentlich bestellt und vereidigten Sachverständigen geben lassen, ggf. auch im www zu finden. Es sollte ein Gutachten erstellt werden und damit den Elektriker auffordern seine „Arbeit“ instand zusetzen, wobei ich nicht glaube das er das wirklich hinbekommt. Wahrscheinlich wird der Gutachter auch feststellen das der Preis zu hoch ist und ggf. Wucher vorliegt. Je nach Verhalten des Handwerkers müsste auch ein Anwalt eingeschaltet werden.

Viel Glück.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
doch dann fällt uns auf der Strom fällt immer raus bei nem Staubsauger oder ähnliches,

Joa, kann ich nachvollziehen. Der SLS fällt immer, oder? So wie der angeklemmt ist, muss er das auch...

Befolge die Ratschläge zum Sachverständiger ect... Pfusch vom feinsten...

Also das ist schon echt übler Pfusch.

Setz dich mit deinem Onkel oder einen bekannten Elektriker o.Ä. zusammen, erstelle ein Mängelprotokoll und gib der Firma eine Frist zur Nachbesserung.

Außerdem ist 4000€ sehr viel zu teuer. Ich kann das jetzt natürlich nicht genau abschätzen, aber mehr als ein Tag Arbeit sollte das nicht sein - wenn man es richtig macht ... und nicht so.

Wenn sich die Firma querstellt, solltest du damit zur Verbraucherzentrale gehen, die können dich bezüglich Klage etc. beraten.

Der Schrank kostet mit SLS Schalter und Überspannungsschutz 500€, die Bestückung für die Verteilung, also 12 B16, 1 3-pol B16, 2 RCD 40A, 1 Hauptschalter 63A, 1 B32 3-pol (falls du einen Durchlauferhitzer hast) - 120€.
Etwas Montage- und Verdrahtungsmaterial.

Und dann die Arbeit und MwSt.

Preislich eher so Richtung 1000-1200€ (je nach Region etc.), dann aber für korrekte und ordentliche Arbeit.

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