Streitigkeit mit inkasso hfg u.dessen dreistigkeit obwohl die forderung aus vb beglichen worden ist, was haltet ihr davon?

1 Antwort

Das Inkassounternehmen muss nicht zwingend mit Deiner Rechtsanwältin kommunizieren, sondern kann sich auch weiterhin direkt an Sie halten.

Wichtig ist für Sie einfach, dass Sie solche E-Mails immer zeitnah an Ihre Rechtsanwältin weiterleiten.

Wenn der Gläubiger mit der von Ihnen vorgegeben Verrechnung nicht einverstanden ist, muss er Ihre Zahlung ablehnen (also rücküberweisen) nach § 367 II BGB.

Wenn das Inkassounternehmen nun weiterhin nicht die vollstreckbare Ausfertigung herausgeben will und außerdem auch für die von Ihnen nicht bezahlten Positionen keine Nachweise darlegt, bleibt Ihnen über Ihre Anwältin nichts anderes übrig, als auf Herausgabe der vollstreckbaren Ausfertigung zu klagen.

Geklagt werden müsste gegen den Gläubiger (also nicht gegen das Inkassounternehmen) und zwar vermutlich am für den Sitz des Gläubigers zuständigen Amtsgericht. Dafür sollte bei diesem zuständigen Gericht zunächst Prozesskostenhilfe über Ihre Rechtsanwältin beantragt werden.

Dabei könnten Rechtsanwaltskosten (für die eigene Rechtsanwältin) dann entstehen, wenn der Antrag auf Prozesskostenhilfe abgelehnt wird. Diese dürften dann im Bereich von ca. 100.- € liegen. Ich gehe aber stark davon aus, dass Ihnen Prozesskostenhilfe gewährt wird. 

Prozesskostenhilfe ohne rechtsanwaltliche Unterstützung zu beantragen, wäre zwar möglich, ist aber durchaus riskant (aufgrund der notwendigen formellen Anforderungen).

Vor Klage kann eventuell auch eine Beschwerde (hinsichtlich der Verrechnung und der Verweigerung der Herausgabe) bei der zuständigen Aufsichtsbehörde weiterhelfen. Diese wäre über www.rechtsdienstleistungsregister.de zu ermitteln.

vielen lieben dank für ihre Anwort xipolis. ich habe das schreiben der hfg in verlauf eingefügt (Bilder kann ich nicht hochladen, GF verlinkt mich immer auf die beta version und dort funktioniert das hochladen von Bildern noch nicht) . die hfg scheint die Zahlung ja angenommen zuhaben aber halt nicht für den angegeben Zweck.......ich gehe hier von einer zermürbungstaktik vom Inkasso mir gegenüber aus. ich weiß das sie das Geld im falle der nicht Anerkennung (dem angegeben Zweck) zurücküberweisen hätten müssen was sie aber nicht taten, stattdessen bekomme ich eine neue Forderungsaufstellung (alte Forderungsaufstellung +Zahlungen von mir willkürlich verrechnet) von dennen mit einem wie ich finde ziemlich dreisten und frechen anschreiben (dieser liest sich übrigens auch in meinen Augen mehr als zweideutig) . meine Anwältin hat dem Inkasso am Montag mitgeteilt das alles was mit der Sache zutun hat vom Inkasso nur noch an sie zugehen hat. da wäre meine nächste frage :meine Anwältin hat dem Inkasso keine Fristgesetzt bez. des Titels ,sie hat am 02. 03. 2017 und am 06. 06. 2017 dem Inkasso gegenüber schriftlich erklärt das sie ihr unverzüglich den Titel Auszuhändigen haben. wenn keine Frist gesetzt worden ist, kann sich das Inkasso ewig zeit lassen?

@Ladylucylee

(Bilder kann ich nicht hochladen, GF verlinkt mich immer auf die beta version und dort funktioniert das hochladen von Bildern noch nicht)

Über einen externen Anbieter wie bspw. fotos-hochladen.net und dann den Link hier einkopieren.

meine Anwältin hat dem Inkasso keine Fristgesetzt bez. des Titels ,sie hat am 02. 03. 2017 und am 06. 06. 2017 dem Inkasso gegenüber schriftlich erklärt das sie ihr unverzüglich den Titel Auszuhändigen haben. wenn keine Frist gesetzt worden ist, kann sich das Inkasso ewig zeit lassen?

Unverzüglich bedeutet, dass die vollstreckbare Ausfertigung sobald es möglich ist, ohne schuldhaftes Verzögern herauszugeben ist.

In dem Fall heißt dass, das eine Handeln am Wochenende nicht in Betracht kommt, weil dann keiner arbeitet. Wenn bspw. sich aber am Montag niemand mit dem Vorgang befasst, obwohl die Gelegenheit dazu da ist, ist das im Grunde ein schuldhaftes Verzögern. 

Zum einen muss man hierbei natürlich immer zwei Tage Postlaufzeit berücksichtigen und zum anderen stellt sich immer die Frage, wieviel Zeit sich die Gegenseite nach Erhalt dieser Aufforderung bis zum versenden lassen darf. Mehr als zwei Wochen ab Erhalt plus zwei Tage Postlaufzeit sehe ich allerdings nicht.

Anderes würde nur gelten, wenn die Gegenseite tatsächlich eindeutige Belege für weitere Rest-Forderungen erbringen würde.

Erfolgt die Aushändigung nicht, müssen Sie klagen, da mit der Ausfertigung immer der Gerichtsvollzieher beauftragt werden kann (sobald diese Umgeschrieben ist), denn der Gerichtsvollzieher ist nicht für eine Prüfung zuständig (das machen die Gerichte).

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