Stichprobenartiger Alkohol und Drogentest als Anhang im Arbeitsvertrag

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Blitz!

Der AG hat kein Anrecht auf Einblick in Ihre Privatsphäre, aber er hat ein Anrecht darauf, dass Sie die Arbeit "unvernebelt" ausführen. Darum zielen solche Tests nicht darauf, ob Sie irgendwelche Drogen nehmen, sondern ob Sie bei der Arbeitsaufnahme bzw. während der Arbeit sog. wesensverändernde Stoffe zu sich nehmen oder unter solchem Einfluß stehen. Darum sind diese Tests keine Tests, ob Sie jemals z. B. Drogen konsumiert haben, sondern ob Sie während der Arbeit bei klarem Verstand sind. Das hat mit Unfallverhütung, Versicherungsansprüchen und Fürsorgepflicht zu tun. Anscheinend hat der AG Gründe das zu tun, was nicht unbedingt zu seinen Gunsten spricht.

Soweit Sie nichts zu befürchten haben, können Sie dem zustimmen. Die Tests müssen sich allerdings auf den Atemalkoholwert (also pusten) oder Reflexionstests oder allenfalls noch Drogenwischtests beschränken. Blut- oder Urinuntersuchungen wären unzulässig, das darf dann nur ein Polizei- oder Amtsarzt auf richterliche Anordnung. Ein Betriebsarzt dürfte es auch, allerdings nur mit Einwilligung des zu Untersuchenden.

Gruß Navvie

Hallo Navvie, danke hilfreiche Antwort.... Ob ich jemals Drogen genommen habe geht AG eigentlich nichts an. Ich bin lediglich damit einverstanden dazu beizutragen das ich während der Arbeit nicht vernebelt bin zu belegen. Mir ging es nämlich um meine Privatsphäre.... LG blitzmerker12

Ich gehe davon aus, daß du als Glas- und Gebäudereiniger eingestellt wirst. Du kannst dir sicherlich selbst ausmalen, ob Alkohol- oder Drogenkonsum sicherheitsrelevant ist.

Wenn ich als Arbeitgeber einen meiner Meinung nach angetrunkenen oder bekifften Mitarbeiter arbeiten lasse, stehe ich mit einem Bein im Knast, wenn etwas passiert!

Es dient der Absicherung des Arbeitgebers, so einen Test zu fordern. Im übrigen wird dieser nur anlassbezogen und auf konkreten Verdacht durchgeführt. Nicht, weil der AG wissen will, ob du generell mal hier und da am Wochenende kiffst.

Erstmal danke für deine tolle Antwort... Darum geht es mir um meine Privatsphäre... Nein reinige kein Glas oder so. Einfach nur Fahrzeuge...

Sowas wird heutzutage vielfach gefordert, wenn du kein Problem damit hast kannst Du es ja akzeptieren , wenn nicht wirsrt Du vermutlich die Arbeitsstelle nicht bekommen

Gefährlich wird es bei falsch positiven Tests! Dann kann man mal eben schnell 600 Euro für ein Gegengutachten hinlegen!!

Vermutlich kannst Du davon ausgehen, dass sich der Vertrag erledigt hat, wenn Du dem Anhang nicht zustimmst. Wenn Du eh weisst, dass die Tests immer negativ sein werden, warum nicht hzustimmen? Und wenn nicht.. naja, es hat schon nen Grund, warum der AG das will. Je nachdem, was Du da genau machst, können die genannten Dinge ja durchaus ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Ich persönlich würd unterschreiben. So lange der die Tests zahlt, solls mir egal sein. Meine Meinung, andere mögen das anders sehen.

Ich bin doch schon seit 4Wochen bei der Firma am arbeiten. Ich finde das ist ein eingrif in die Privatsphäre... Nehme keine Drogen, trinke ab und an mal nen Bier aber bin kein Pilot oder Busfahrer oder so. Es geht nur um einen reinigungs job...

Hallo...., denk bitte mal an die Privatsphäre. Egal ob der Test negativ oder positiv ausfallen sollte. Ich finde das es ein eingriff in die persönlichkeits rechte ist. LG blitzmerker12

Ich kenne derlei Verpflichtungen nur im Bereich Personenbeförderung, als Test- oder LKW-Fahrer. Aber es wird in immer mehr Bereichen Mode. Ob man so etwas unterschreibt, muss jeder selbst wissen. Denn gefährlich wird es bei falsch positiven Tests! Dann kannst Du mal eben schnell 600 Euro für ein Gegengutachten hinlegen und musst diese Kosten ggf. auch noch einklagen.

... und ich habe mir das nicht ausgedacht, sondern bei Testfahrer-Kollegen öfter erlebt.

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