Steuerschulden, kann das Finanzamt noch ans Haus obwohl es nicht mehr im Eigenbesitz ist?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schenkungen unter nahen Angehörigen können nach dem Anfechtungsgesetz angefochten werden. Das heißt, dass das Finanzamt an das Haus rankommen kann. Ob die sich wegen 5.000 Euro die Mühe machen ist ne andere Frage...

Die Schenkung liegt gerade mal eben zwei Jahre zurück.

Zwar kenne ich mich nicht so genau im Bereich Steuerschulden aus, allerdings ist mir bekannt, dass Sozialämter bei Schenkungen die letzten zehn Jahre heranziehen und verlangen, diese Schenkungen rückgängig zu machen, um danach - sofern die Wertsachen (noch) von Wert sind - zu verkaufen.

Hat die gute Frau noch ein pfändbares Einkommen? Vermutlich wird sich bei wenigen tausende Euro das Finanzamt eher daran gütlich tun.

sie bekommt minimale rente, hat um stundung gebeten, diese wurde allerdings abgelehnt und es hiess 'umgehende begleichung' ... nun schüttelt man sich diesen betrag sicherlich nicht aus dem ärmel ....

@Schlafstrumpf

Steuerschulden entstehen nicht von heute auf morgen. Zudem ist das Finanzamt kein Kreditinstitut. 

Neben dem Verkauf bliebe nur eine Lösung: nämlich mit dem Haus als Sicherheit müsste die Tochter den geforderten Betrag als Darlehen aufnehmen und die Steuerschulden ihrer Mutter zahlen.

Sollten den Beiden keine Lösung gefallen, wird es wohl im schlimmsten Fall zu einer Zwangsversteigerung kommen ... ob das so wünschenswert wäre?

 

Die Schenkung ist noch keine 10 Jahre her und daher kann das Finanzamt auf das Haus noch zurück greifen.

Alternativ könnte die beschenkte Tochter natürlich auch einfach (mit dem Haus als Sicherheit) einen weiteren Kredit in Höhe der 5000 Euro aufnehmen und die Finanzamt-Schulden der Mutter bezahlen.

Kommt darauf an. Erst einmal ist eine Zwangsversteigerung im Grundsatz nicht mehr durchführbar, da sie keine Eigentümerin mehr ist. Das Finanzamt könnte die Schenkung aber anfechten. Innerhalb welches Zeitraums und ob überhaupt, kommt auf die näheren Umstände an.

Die Schenkung ist erst 2 Jahre her, davor hat es der Mutter gehört, die Steuerschulden sind wahrscheinlich noch etwas älter. Das FA hat Zugriff auf das Gebäude und wird notfalls eine Zwangshypothek eintragen lassen. Erst nach 10 Jahren wäre das meines Wissens nach nicht mehr möglich.

soweit ich weiß , sind die steuerschulden erst nach der schenkung entstanden. könnte das relevant sein?

@Schlafstrumpf

Nein, das ist für das FA nicht relevant. Finanzämter sind "bösartig" wenn es um Steuerschulden geht. Erst 10 Jahre nach! der Schenkung wäre nichts mehr zu befürchten. Aber so....

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