Steuern für Trading bezahlen (Schüler)?

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Hi,

In Deutschland sind im Grunde alle Börsenerträge steuerpflichtig.

Machst Du in einem Jehr netto Verluste, dann kommst Du um eine Steuererklärung nicht herum. Die Verluste müssen festgestellt werden und können in den Folgejahren mit dann möglicherweise anfallenden Gewinnen verrechnet werden. Aber es geht nur eine Untereinander Verrrechnung von gleichen Einkunftsarten.

Es gibt auch noch die Möglichkeit einer Günstigkeitsprüfung durch das Finanzamt. Wenn man Abgeltungssteuer bezahlt hat (26,375% inkl. Soli) und der persönliche Steuersatz darunter liegt, dann bekommt man was zurück. Das könnte bei jemandem mit kleinen oder keinen Erwerbseinkünften durchaus in Frage kommen.

Steuern als Trader | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1184215-1-10/steuern-trader

Wie die Vorredner schon sagten, besteht eine Steuerpflicht. Alles weitere hängt von deinem Broker ab.

Kapitalerträge werden mit ca. 25% Abgeltungssteuer plus Soli und evtl. Kirchensteuer besteuert. Ein Freibetrag von 801€ bleibt in aller Regel steuerfrei.

Bist du bei einem deutschen Broker, führt er für dich automatisch alle Steuern ab (es sei denn, du gibst ihm an, dass du noch einen Freibetrag von x hast, dann werden nur die Ertrage, die den Freibetrag übersteigen automatisch abgeführt). Die meisten Broker führen die Abgeltungssteuer nach jedem Gewinntrade (Bruttogewinne) ab (hier ist die Steuerbelastung unterjährig höher, am Ende des Steuerjahres kann man jedoch zu viel bezahlte Steuern zurückfordern). Manche rechnen am Ende des Jahres Verluste mit Gewinnen auf und versteuern nur Nettogewinne (hier wird am Ende des Jahres gleich der richtige Steuerbetrag abgeführt, die bessere Variante).

Broker im Ausland führen meistens nichts für dich ab, hier ist eine Steuererklärung auf jeden Fall Pflicht!

Am Ende des Jahres kannst du (wie erwähnt) beim Finanzamt eine sog. "Günstigerprüfung" veranlassen.

Bitte beachte, dass du selbst bei einem Deutschen Broker u.U. verpflichtet bist, eine Steuererklärung einzureichen. Das hängt von deiner persönlichen Situation ab. Am besten redest du mal mit deinen Eltern drüber (solltest du eh machen, bevor du ein Tradingkonto eröffnest). Wenn sie nichts gegen das Traden haben, helfen sie dir sicher bei der ersten Steuererklärung ;)

Ob Du Schüler bist oder Azubi, oder voll berufstätig, oder Rentner, oder nebenbei nur in der Nase bohrst, spielt für die Versteuerung Deiner Trading-Einkünfte keine Rolle. Du musst sie so versteuern wie alle anderen Einkünfte auch. Und selbstverständlich kannst Du Deine Aufwände, die Du dafür tätigst, gegenrechnen.

Aber noch hast Du ja aus dem Trading-Geschäft vermutlich noch keinerlei Einkünfte lukriert. Also lass Dir Zeit mit den Gedanken an eine Versteuerung, denn höchstwahrscheinlich wirst Du zumindest am Anfang ohnehin nur Verluste bauen. Und bis Du - wenn überhaupt - einmal in die Gewinnzone kommen solltest, hast Du genügend Zeit, Dich mit Steuerrecht auseinander zu setzen.

Muss ich als Schüler (bzw. später als Azubi) auch Steuern auf meine
Trading-Gewinne zahlen?

Ja.

Und genau so viel wie ein Berufstätiger?

Ja.

Und was ist mit den Verlusten, bekomme ich die dann angerechnet?

Ja, auf Antrag, mit Nachweis und insbesondere nur dann, wenn es etwas gibt, worauf sie angerechnet werden können ^^

Du musst keine Steuererklärung machen, die Bank zieht die Kapitalertragsteuer ein und führt sie ans Finanzamt ab.

Auch wenn du mehr als Deinen Freibetrag einnimmst, MUSST du nichsts machen, aber dann kannst du eine Steuererklärung machen und bekommst wahrscheinlich alle Steuern zurück, wenn du sonst keine Einnahmen hast.

Dies ist nicht bei jedem Broker der Fall. Es gibt auch Broker (Degiro) bei dem man sich selber um die Steuererklärung kümmern muss!

@ReiInDerTube123

Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen anbietet, muss auch die Kapitalertragsteuern einbehalten.

Europäische Banken incl Schweiz unterliegen ähnlichen Vorschriften und kooperieren mit den deutschen Behörden.

Wenn man Geld nach Panama oder Cayman überweist, muss man selber die Einnahmen deklarieren ... und damit rechnen, dass die Überweisung auffällt

DEgiro scheint mir eine in Deutschland arbeitende Firma zu sein, die machen ja sogar Fernsehwerbung. Also werden die auch die deutschen Gesetze einhalten .. oder .. ich hab mal gegoogelt ..

die Webseite scheint mir eher dubios  ... kein Impressum verrät Sitz und Rechtsform ... selber schuld wer denen Geld anvertraut, Frankfurter Hotline Adresse, Büro in Amsterdam (9th floor) .. sagt natürlich nichts aus, ob die Gelder an Offshore Firmen weitervermitteln.

Kommentare in der Presse sagen dass die keine Banklizenz haben, also weniger Kontrolle, keine Einlagensicherung wie richtige Banken, also selber schuld wer denen Geld anvertraut.

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