Steuerklasse ändern bei NICHT Verheirateten mit Kind??

8 Antworten

Als Lediger behältst du die Steuerklasse 1, da kannst du gar nichts ändern. Du kannst nur einen halben Kindergeldfreibetrag eintragen lassen nach der Geburt, das wirkt sich aber nur auf den Soli und ggf. die Kirchensteuer aus, also nicht wirklich viel beim Netto.

Wenn deine Freundin mit dem Kind alleine lebt, sonst keiner in ihrem Haushalt, kann sie die Steuerklasse 2 beantragen, so lange sie im Erziehungsurlaub aber nicht arbeitet, bringt ihr das nichts.

Über die Steuerklassen läßt sich nichts "schrauben".

Ist die Freundin auch berufstätig, wäre zu prüfen, ob sich für sie u.U. durch einen Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag (= Freibetrag im ELStAM) das Nettoeinkommen erhöhen liesse.

Ach ja, und hins. deiner Unterhaltspflicht gegenüber der Mutter (ab 6 Wo. vor der Geburt bis 3 J. danach) käme für dich evtl. die Ermäßigung nach § 33a EStG in Betracht.

Grundsätzlich kann bei Ledigen die Mutter oder der Vater die Steuerklasse II wählen. Wenn du die Vaterschaft anerkennst und mehr verdienst, kannst du mit Einverständnis der Mutter das Kindergeld sowie die Steuerklasse II wählen. Die Freundin behält, falls sie weiterhin arbeitet, die Steuerklasse I. Der Vorteil: du erhälst einen Grundfreibetrag sowie den Kinderfreibetrag. Der Wechsel rechnet sich auf jeden Fall und gilt für das gesamte Jahr. Falls ihr später heiratet, könnt ihr zwischen 4/ 4 und 3/ 2 wählen. Die Heirat rechnet sich finanziell also nicht.

Wenn du allein mit dem Kind in der Wohnung gemeldet bist und die Freundin wo anders, kannst du die Klasse 2 erhalten

Wenn du Kirchensteuerpflichtig bist und deine Freundin nicht, dann lass dir das volle Kind anrechnen

Sind aber geringe Auswirkungen

Wenn ihr zusammen wohnt, kommt nur die Steuerklasse 1 in Betracht.

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