Steuerklasse 5 + Freiberufler: Muss ich Steuern zahlen, wenn ich unter'm Steuerfreibetrag bleibe?

4 Antworten

Für Freiberufler gibt es keinen Steuerfreibetrag. Du musst Deine Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben erfassen und gegenüberstellen. Daraus ergibt sich entweder ein Überschuss(Gewinn) oder ein negativer Betrag(Verlust). Dieses Ergebnis ist bei Einkünften aus selbständiger Arbeit in die Anlage S einzutragen. Die Anlage G gilt für Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Die Gewinnermittlung ist der Anlage S beizufügen, bei Betriebseinnahmen über 17.500 Euro ist hierfür die Anlage EÜR zu verwenden.

Wenn Du aber darunter bleibst, zahlst Du eben keine EK-Steuer. Es gibt auch für Freiberufler die Möglichkeit auf LSK zu arbeiten, in diesem Fall werden die Arbeitnehmeranteile automatisch abgezogen. Alles was auf Rechnung geht, kann mit der USt von betrieblich notwendigen Leistungen/Gütern/Büromaterial gegengerechnet werden.

Deshalb der Rat, auch noch das Einkommen, Gehalt der Ehefrau einbezogen, sich direkt beim Finanzamt - es nimmt ja auch seinen Anteil - beraten zu lassen.

@hoermirzu

Ein Freiberufler zeichnet sich dadurch aus, dass er "frei" arbeitet. Das schließt eine Arbeit auf Lohnsteuerkarte aus. Und ja, wenn der Tabelleneingangsbetrag nicht erreicht ist, fällt keine Einkommensteuer an. Sendorra ist jedoch verheiratet, und der Ehegatte hat die Steuerklasse 3. Das deutet darauf hin, dass der Ehegatte "Normalverdiener" ist, und dass daher der Tabelleneingangsbetrag für Eheleute überschritten ist. Und noch einmal: Bei einem Freiberufler spielt die Lohnsteuerklasse keine Rolle, denn er muss seine Einkünfte selbst ermitteln. Und für diese Einkünfte gibt es keinen Freibetrag wie bei Arbeitnehmern. Bitte stifte mit Deinen Antworten oder Kommentaren keine Verwirrung, sondern überlasse die Antwort auf solche Frage Fachleuten!

Die Steuerklasse ist für den Freiberufler unrelevant. Da Ihr zusammen veranlagt wedet, musst Du in der Einkommenssteuererklärung die Anlage G (Gewinn- und Verlustrechnung) ausfüllen. Aus diesem ergibt sich das zu versteuernde Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, welches dann für die Einkommenssteuer zugrunde gelegt wird.

Am besten, du gehst zu Deinem Finanzamt, bei kleineren kannst Du direkt bei Deinem Sachbearbeiter vorsprechen, in größeren Ämtern gibt es neben der Anmeldung eine Reihe von kompetenten, freundlichen Menschen, die Dir die richtige Auskunft geben können. Nimm alle verfügbaren, für eine Berechnung relevanten Unterlagen mit. Fahrtenbuch, Versicherungs- Telefonrechnungen, Bürokosten, ... Keine Angst, die beißen nicht, viel Erfolg!

Freiberufler haben keine Steuerklassen.

Woher hast Du diese Un-Weisheit?

@hoermirzu

Die Antwort ergibt sich aus dem Einkommensteuergesetz. Solltest Du mal lesen, dann lässt Du künftig das "Un-" weg.

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