Steuerklasse - 4/4 oder 3/5 - bei Bezug von Elterngeld

2 Antworten

Steuerklassen 3 und 5: Wenn die Ehegatten stark unterschiedlich hohe Einkommen haben. Erhält der Besserverdienende die Steuerklasse III und der Geringerverdienende die Steuerklasse V, wird regelmäßig zu wenig Steuer einbehalten (höhere Liquidität unter dem Jahr). Die Abgabe einer Steuererklärung zum Jahresende ist dann zwingend erforderlich, kann daher auch eine Steuernachzahlung ergeben (kommt darauf an, welche Beträge z. B. Versicherungen, Fahrtkostenpauschale usw. ihr beim Steuerausgleich absetzen könnt). Das Kind würde ich beim Besserverdienenden eintragen lassen.

Nicht kann - wird zu einer Nachzahlung führen. 4/4 ist über´s Jahr in wohl gut 95% aller Fälle günstiger.

Ihr hättet höheres Elterngeld bezogen, hättest Du 12 Monate vor der Geburt Steuerklasse 3 gehabt - denn die Bezugsgröße ist das Nettogehalt im 12-Monats-Zeitraum vor der Geburt. Geht auf 4/4, denn am Ende des Jahres müsst ihr sonst erheblich nachzahlen (Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt!). An der Gesamtsteuerhöhe beider Ehepartner ändert die LSt-Klasse übrigens nichts.

Also am Ende vom Jahr wir gerechnet und es kommt aufs gleiche raus!? Bei 3/5 habe ich monatlich mehr aber am Ende eine Nachzahlung... Und 4/4 bekomme ich was raus. Sehe ichd as richtig.

@Sebastian1983

Im Grundsatz, ja. Allerdings muss man einschränkend anmerken, dass sich natürlich bei einer Zusammenveranlagung in der ESt-Erklärung noch weitere Faktoren positiv oder ggfs. auch negativ auswirken. Nach meiner Einschätzung dürfte aber in der überwiegenden Zahl der Fälle 4/4 bei Ehepartnern die günstigere Variante sein. Warum der Gesetzgeber überhaupt so viele LSt-Klassen anbietet ist mir seit jeher ein Rätsel.

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