Steuererklärung: Zu viele Werbungkosten, zu wenig Steuern. Wie kann ich Werbungskosten "mitnehmen"?

5 Antworten

Das stimmt leider auch nicht. Bei einem Erststudium kann ich ggf. die Belege gleich in den Müll haun - die sind nämlich nicht absetzbar. Da es sich aber evtl. in deinem Fall um eine "Zweitausbildung" handelt könntes du evtl. Glück haben.

Naja, als Werbungskosten kann man sie nicht geltend machen - aber als Sonderausgaben! und die können immerhin auch bis zu 4.000 € einkommensmindernd berücksichtigt werden. (Grundsätzlich gesprochen, nicht auf den hier formulierten Fall bezogen)

Grundsätzlich kannst Du nichts in Folgejahre mitnehmen, da im Werbungskostenbereich die i. Zusammenhang mit nichtselbständigen Einkünften (Lohneinkünften) stehenden Ausgaben im Zahljahr angesetzt werden müssen.

Du gibst ne Steuererklärung mit Deinen Einnahmen und Werbungskosten ab. Sollten da die Werbungskosten höher sein wie Deine Einnahmen (gezahlte Steuer ist insoweit irrelevant) und Deine Einkünfte negativ werden, dann besteht die Möglichkeit des Verlustrücktrags ( auf das Jahr vor dem Verlust). Geht das nicht ( od teilwiese nicht), dann kann diese Verlust "mitgenommen" werden. Das nennt sich dann Verlustvortrag. Du musst aber unbedingt ne Steuererklärung für das Verlustjahr abgeben und Dir Deinen Verlust per Bescheid feststellen lassen. Es geht nicht, dass Du in ein paar Jahren - wenn Du wieder verdienst - mit Deinen Uraltbelegen ankommst und in dieser Steuererklärung Deine Ausgaben von damals abgezogen bekommen möchtest.

Das geht nicht so einfach und manchmal gar nicht. Für die Ausbildung ist das nicht möglich, die Werbungskosten als Verlustvortrag in die Folgejahre zu übernehmen. Beim Studium können die Studiengebühren in die Folgejahre ggf. in die Folgejahre übernommen werden. Voraussetzung ist jedoch, dass man überhaupt Steuern gezahlt hat.

So was Spezielles würde ich in einem Steuerforum fragen; z. B. bei www.wer-weiss-was.de

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