Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung

5 Antworten

Ich denke, dafür ist es zu spät... Was noch in Frage kommt, wäre ein Sparvertrag oder ähnliches. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Vater stirbt und Kosten verursacht, die den eingezahlten Betrag bei weitem überschreiten ist zu hoch. Der Verlust würde dann von den übrigen Versicherten im Zuge einer Betragsanpassung getragen. Die Beitragsanpassungen nach oben sind nicht so gut für das Image der Versicherer, deshalb wird eine Risikoabschätzung gemacht. Und bei deinem Vater ist der Fall eindeutig.

Also- auch wenn da einige Vertreter meiner Zunft (und des Versicherungswesens^^) anderer Meinung sind; Sterbegeldversicherungen machen in der Regel überhaupt keinen Sinn. Eher in Frage würden Lebensversicherungen kommen- schließlich hat man da die Leistung im Todesfall- aber hat vor allem die Möglichkeit das ´angesparte´ zu ´erleben´. Da aber das bei Deinem Vater leider wohl auch nicht mehr problemlos umsetzbar sein dürfte (Versicherungsunternehmen sind ja ungeheuer pingelig^^), käme ein Sparbuch mit Sperrvermerk (Sperrvermerk: Sterbeurkunde und Bestattungsrechnung) in Betracht. Bei dieser Variante könnt Ihr nach eigenem Gutdünken einzahlen, wie ihr´s gerade könnt oder wollt. So kann man auf Nummer Sicher gehen, das das angesparte Vermögen nur für die Bestattungskosten genutzt wird. Ich erlaube mir aber, Deiner Frage zu entnehmen, das Deine Grundidee war, die Versicherung ´anzuzahlen´ und dann, sollte Dein Vater versterben, ´etwas mehr´ ausgeszahlt zu bekommen um die Bestattungsrechnung zu begleichen. Das geht bei dem Sparbuch natürlich nicht. Da Dein Vater aber bei den Versicherern kein ´gern´ gesehener Kunde ist, wird Dir diese Möglichkeit wohl verwehrt bleiben.

Sollten Eure Finanzen tatsächlich ~knapp bemessen sein, kann ich nur empfehlen jetzt schon preisliche Informationen bei den ~nahen Bestattern einzuholen. Die Preise unterscheiden sich zum Teil ganz eklatant. Wenn man manchmal hört, Bestattung xy hätte um die 9000 Euro gekostet... dann ist das natürlich möglich- hätte aber nicht sein ´müssen´. Eine Bestattung kostet generell die ´nötigsten´ Eigenleistungen des Bestattungsinstitutes und die Friedhofsgebühren. Eventuell noch die Berechnung des Totenscheines (ob Hausarzt, Krankenhausarzt oder Notarzt ist da eher nebensächlich- die Krankenkasse zahlt nur bis zum Eintritt des Todes und der Totenschein wird - natürlich - danach ausgestellt), allerdings sind gerade Hausärzte bei lang bekannten Patienten oft kulant und sagen sich; ´ach komm, letzter Dienst... ´ (nebenbei bemerkt finde ich das sehr anständig).

Eine Bestattung - hier im norddeutschen Raum liegt inclusive aller Gebühren und der Leistungen des Bestatters bei etwa 1600-2100 Euro. Allerdings ohne Trauerfeier, Feuerbestattung auf einem anonymen Feld. Bei anderen Wünschen steigen natürlich die Preise- wobei zu beachten ist, das explizit die Grabwahl und die Beisetzungswahl (Feuer- oder Erdbestattung, Reihengrab oder Familiengrab) die Friedhofsgebühren nach oben schnellen lassen können. Friedhöfe handlen nicht gern^^. Mit dem Bestatter aber, kann man meist handeln. Auch Ratenzahlungen sind da eher selten ein Problem.

Erkundige Dich nach einem günstigen Bestatter, nach den verschiedenen Bestattungsvarianten und wähl´ etwas preislich vernünftiges - aber auch angemessenes aus. Sollte der Bestatter sich in preislichen Höhen bewegen, die Dir vollkommen utopisch vorkommen, geh einfach zum nächsten.

Viel Erfolg.

Versicherer sind keine Gutmenschen und wollen nur verdienen.

In diesem speziellen Fall wäre das Risiko zu groß, deshalb wirst Du kaum einen Versicherer finden, der es eingeht.

Spare lieber das Geld (oder Dein Vater), das Ihr monatlich in die Versicherung einzahlen würdet. Da fahrt Ihr auf alle Fälle besser, als wenn Ihr es der Versicherung nachwerft.

Ich halte eh nicht viel von diesen Sterbegeldversicherungen. Obwohl ich sie selbst mal als Mitarbeiter einer Versicherung angeboten habe. Meiner Meinung nach zahlt man da nur drauf.

Ich persönlich habe für meine Mutter auch lange nach einer guten Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung gesucht und mich letztendlich für die Monuta Trauerfall- und Bestattungsvorsorge (www.monuta.de) entschieden. Die Prämien sind vernünftig und die monatlichen Zahlungen vergleichsweise gering. Geht schon ab 4 Euro im Monat los. Als meine Mutter starb, haben sie mir auch bei der Bestattung sehr geholfen und ohne Komplikationen ausgezahlt. 

eine ehrliche Antwort: es gibt keine Möglichkeit "das brennende Haus u´zu versichern". Oder hast Du schon mal eine Möglichkeit gefunden, erst ohne Versicherung Auto zu fahren und wenn es dann kracht für 20 € Beitrag den Schaden von 200.000 € bezahlt zu bekommen? Also: spare was an. Das ist sinnvoller!

???

eine ehrlich Antwort: lies Dir mal die Antwort von allianzer durch, der weiß wenigstens, wovon er spricht.

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