Steerklasse rückwirkend nach Heirat?

4 Antworten

Jein, es gibt nicht die Steuerklasse 3 rückwirkend. Aber das ist auch gar nicht notwendig, denn bei einer gemeinsamen Steuererklärung von dir und deiner Ehefrau wird das ganze Jahr 2017 berücksichtigt und ihr habt da 2 Freibeträge (für dich und deine Frau). Es zählt zwar auch das Elterngeld, aber wenn deine Frau halt da nicht gearbeitet hat, würde ihr Freibetrag ja auch nichts bringen. Bei der gemeinsamen Erklärung kannst du diesen Freibetrag dann ausnutzen, die Folge davon ist eine schöne Rückzahlung von Steuern.

Steuerklassen spielen keine Rolle bei der Steuererklärung.

Nein kann man nicht.

Steuerklassen sind aber nicht relevant bezüglich der Einkommensteuerschuld.

Ihr wart mind. 1 Tag verheiratet, also besteht Anspruch auf Veranlagung nach dem Splittingtarif, daher Steuerersparnis, sofern ihr unterschiedliches Einkommen habt.

Ja wenn ihr die Steuererklärung macht gebt ihr nur die neuen Steuerklassen an, korrekt.

Allerdings ist die Steuerklasse ziemlich egal. Dadurch spart ihr keine Steuern.
Ihr spart nur durch das ehegattensplitting.
Das hilft euch wenn ihr unterschiedlich viel verdient. Ansonsten spart ihr keine Steuern.

Sie ist das gesamte Jahr 2017 in elternzeit ich bin quasi Alleinverdiener... Wenn die Steurklasse 3 für mich dann rückwirkend auf das gesamte Jahr gilt, wird mir dann die zuviel entrichtete Steuer (Steuerklasse 1) rückerstattet?

@Wladjka

"Wenn die Steurklasse 3 für mich dann rückwirkend auf das gesamte Jahr gilt..." - Die Steuerklasse hat mit der festzusetzenden Einkommensteuer nix zu tun.

Ja korrekt.
In eurer Konstellation werdet ihr eine ganze Menge zurück bekommen.

Das Gehalt wird auf beide gleichmäßig aufgeteilt, sodass ihr einen geringeren Steuersatz zahlen müsst.
Je weniger man pro Person verdient, desto weniger steuern muss man zahlen.

perfekt danke

Die Steuerklasse ändert überhaupt nichts an der tatsächlichen Steuerschuld.

Mit der Steuerklasse wird nur festgelegt, welcher Anteil des Freibetrags für die Berechnung der Lohnsteuer verwendet wird.

Die Lohnsteuer ist allerdings nur eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer. Wenn man vorher zu wenig gezahlt hat, weil man die Steuerklasse entsprechend gewählt hatte, muss man nach der Steuererklärung eben nachzahlen. Umgekehrt kriegt man was wieder raus, wenn man zu viel gezahlt hat.

Also: Steuererklärung machen, müsst ihr sowieso und dann sehen, was dabei raus kommt.

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