Sschenkungssteuer bei Geteilter Schenkung?

5 Antworten

Du bezahlst nach GrEStG § 3 (6) keine Grunderwerbsteuer nach Oma. Für das Darlehen ist es der Bank vermutlich ziemlich egal, ob die Freundin Eigentümer ist oder nicht, Hauptsache sie unterschreibt den Darlehensvertrag.

Angestrebtes Ziel: du wirst Allein- Eigentümer, ihr sichert die eingebrachte Leistung (Eigenkapital) deiner Freundin in einer anderen Form ab. zB. Notarielle Schuldurkunde

Hat den Vorteil, dass das Haus bei einer Trennung nicht unter den Hammer kommt, weil keiner von euch dem Anderen seine Hälfte ausbezahlen kann. Bei Trennung und Verkauf steht jedem die Hälfte des Kaufpreises zu. Egal wer was eingebracht, bzw finanziert hat.

Solltet ihr dann doch noch irgendwann heiraten, kannst du der Nun - Ehefrau eine Hälfte schenken, das Ganze zum Zugewinn erklären und dran denken die Regelung des Eigenkapitals wieder aufzuheben.

Gleichzeitig falls Oma noch mehrere Kinder hat: Solltest du überlegen, ob diese nicht vorsichtshalber in der Urkunde mitwirken und auf Pflichtteile verzichten?

Wäre mein Plan, Voraussetzung keiner von euch ist Unternehmer. Als Freundin würde ich mir von einem Anwalt die Möglichkeiten der Absicherung meines eingebrachten Eigenkapital erläutern lassen.

Falls ihr das Darlehen beide in etwas gleich tilgt, lässt sich über Nebenkosten oder Lebenshaltung ein Ausgleich schaffen.

Wir haben uns notariell bereits einen Kaufvertragentwurf erstellen lassen; da ist auch der sog. Pflichtanteilsverzicht der 3 Kinder der Großeltern erläutert. Sie erhalten im Gegenzug je 30.000€ des Kaufpreises (mein Onkel und meine Tante) und mein Vater verzichtet mir zugunsten auf eine Zahlung.

Ich verstehe schon, warum es extra kompliziert ist, meine Freundin in dieses Konstrukt einzubeziehen, wir kannten jedoch bis jetzt keine andere Möglichkeit. Wie läuft das denn mit der Schuldurkunde? Ich würde sie schon gern als Vertrauensbeweis mit ins Grundbuch einbeziehen.

Eine Grunderwerbssteuer wäre nicht fällig, wenn der gesamte Vertrag über mich läuft, aber wir/meine Freundin müsste die Steuer zahlen, wenn sie involviert ist?

Ich habe jetzt einmal bei einer Steuerhilfe/Steuerring angefragt. Zeitnah ist da wohl kein Termin zu bekommen. Ein Steuerberater ist wohl nur für Freiberufler und Firmen?

@Th3DooM

ich habe es mehr mit den Verträgen als mit Steuern. Aber bei dem Konstrukt kommen sogar mir die Zweifel: vorweggenommene Erbübertragung und FA soll glauben, dass Freundin die Kinder der Oma ausbezahlt? 3Kinder x 30k sind erst 90k wo bleiben die restlichen Euro?

Die Freundin ist ja kein potentieller Erbe.

Kennst du niemand, der seine Steuerklärung vom Steuerberater machen lässt? Ich habe keine Ahnung was das kosten würde, aber ein Beratungsgespräch bekommst du dort auch.

Mit der Schuldurkunde kann dich der Notar beraten. Dann hat sie eine Urkunde mit welcher sie unter bestimmten Bedingungen direkt die Vollstreckung gegen dich erwirken könnte.

Um sich hier sinnvolle Gedanken zu machen, müsste man euer jeweiliges Eigenkapital plus Einkommenssituation betrachten.

Auch wenn eine Trennung einvernehmlich erfolgen kann, oft geht es in die Hose.

Auch wenn ich immer dafür bin, wer bezahlt soll auch ins Grundbuch, aber hier nicht. In dem Fall würde ich mit einem Schuldschein von dir begnügen.

Der Grund für die Aufteilung ist die Finanzierung der Immobilie durchs Darlehen, an der wir beide beteiligt sein müssen.

Wenn Du diesen Kredit mitzeichnen musst - dann ist diese Aufteilung noch viel unverständlicher.

Bei einem Darlehen über wie hier 60.000 € würde die Darlehenssumme über eine Grundschuld eingetragen - nur dafür müsste Ihr dann nicht zwingend das halbe Haus gehören - die Logik geht mir nicht ein.

Vielleicht lasst Ihr Euch da bitte einmal von einem Fachmann beraten - wohlgemerkt auch für den Fall einer Trennung - sorry - aber der ist nun einmal nicht allzu selten.

Und habt Ihr vielleicht auch schon einmal über das Thema Leibrente im Hinblick auf die Hausübernahme nachgedacht?

So eine Frage erörtert man mit dem Steuerberater des Vertrauens.

Vielleicht meldet sich ja hier noch einer zu Wort aber allein aufgrund der Summen und der Komplexizität der Rechtsmaterie würde ich darauf NICHT verzichten.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
Nun habe ich einen Freibetrag von 200.000 €

ergo fällt ehedem hier keine Schenkungssteuer an - warum sollte somit der höhere Wertanteil bei Deiner Freundin / Partnerin liegen? Das macht im evtl. Trennungsfall keinen Sinn.

Desweiteren - warum nicht eine Art "Darlehensvereinbarung" ( ruhend - im Trennngsfall erhält sie anteilig die Wertsteigerung in Relation zur Grundschuld ) und Eintragung einer Grundschuld für Deine Partnerin - damit nicht auch noch eine Grunderwerbssteuerzahlung ( je nach Bundesland bis zu 6,5 % ) fällig wird.

https://www.zinsen-berechnen.de/grunderwerbsteuer/bundeslaender.php

https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/grunderwerbsteuer-mehrere-steuerschuldner_idesk_PI11525_HI3654289.html

"Erwerben" mehrere Personen (z. B. Eheleute) ein Grundstück zu gemeinschaftlichem Eigentum (= Miteigentum), schuldet jeder Erwerber nur die auf seinen Anteil entfallende Steuer.

Der Wertanteil sollte doch bei je 1/2 liegen, wenn der vom Gutachter festgelegte Wert bei 133100 Euro liegt und je 66550€ an meine Freundin und an mich gehen. Ist es da nicht egal, ob der Anteil "erkauft" oder geschenkt ist? Der Grund für die Aufteilung ist die Finanzierung der Immobilie durchs Darlehen, an der wir beide beteiligt sein müssen.

Den Punkt der Darlehensvereinbarung habe ich nicht verstanden. Sind nicht ohnehin Grunderwerbssteuern für den Wert der Immobilie fällig?

Das Haus hat keinen Wert von 133.100 €. Das ist nur eine Schätzung, die so eine Genauigkeit nie leisten kann.

Macht das doch so, dass deine Partnerin 50 % für 60.000 € kauft und du erhälst die andere Hälfte geschenkt. Wegen der Differenz von 13.100 € wird sich niemand ereifern.

Darüber hinaus halte ich Grundstücksgemeinschaften, so wie von euch geplant für großen Mist.

Der Wert der Immobilie wurde durch einen Gutachter ermittelt. Das Gutachten liegt uns auch vor.

@Th3DooM

Ich habe auf deine Frage geantwortet. Was ihr macht ist natürlich eure Sache. So ein Gutachten ist ganz nett aber auch ncur ewin Stück bedrucktes Papier. Der Markt ist immer schlauer und da gibt es solche krummen Preise nicht.

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