Springt Haftpflicht-Versicherung bei Einbruchdiebstahl von Fremdeigentum ein?

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Eine Privat-Haftpflichtversicherung bezahlt nur, wenn der Versicherte einen Schaden verursacht hat und eben für diesen Schaden haftbar gemacht werden kann. Wenn bei ihm eingebrochen wird, kann er nichts dafür. Also denke ich mal, dass er nicht haftbar gemacht werden kann und damit seine Haftpflichtversicherung nicht bezahlt. Die Hausratversicherung zahlt auch nicht, erstens, weil größere Bargeldmengen, die im Haus aufbewahrt werden, nicht versichert sind, und zweitens, weil das Geld dem Versicherten garnicht gehört. Ob der Verein sich gegen sowas versichern kann, weiss ich nicht. Bei solchen hohen Bargeldmengen ist es immer versicherungsrechtlich problematisch, sie über Nacht irgendwo aufzubewahren, besonders, wenn man kein Tresor hat.

Auch was "in Obhut" ist, ist wie das eigene Geld zu behandeln. Hat der Verein keine ED-Versicherung? Aber auch da stehen die Chancen schlecht. Dafür gibt es ja die Möglichkeit des Nachteinwurfs bei der Bank.

meiner Meinung nach muss der Verein für diebstahl jeglicher Art versichert sein, solange keine grobe fahrlässigkeit vorliegt. wenn er also nciht 100.000.- € mitgenommen hat und diese bei sich zuhause auf den Tisch gelegt hat, muss die vereinsversicherung greifen. er handelte ja nciht als Privatperson sondern als Bevollmächtigter des vereins (wenn der verein das wußte und gebilligt hat, dass er das geld mit nach Hause nimmt......)

Der Verein MUSS überhaupt nicht versichert sein. Es gibt jede Menge Vereine, die keinerlei Versicherungen haben, weil sie es sich einfach nicht leisten können. Eine Versicherungspflicht gibt es da nicht.

DieHaftpflichtversicherung wird sicher nicht bezahlen, denn es liegt keine Schuld von A vor.

Der Verein wird das Geld vermutlich abschreiben müssen, da bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit nur "Sorgfalt wie in eigenen Angelegenheiten" gefordert werden kann. Die hat er eingehalten, ich habe verschiedentlich auch schon mal ein paar Tausend Euro zuhause gehabt. Das ist noch nicht einmal einfache Fahrlässigkeit, geschweige denn grobe.

Eine Privathaftpflichtversicherung kann für diesen Schaden nicht aufkommen: Das Abhandenkommen von Sachen (auch Bargeld) ist vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Auch fehlt es hier am Verschulden des Vereinsmitgliedes, denn er hat ja sicher den Einbruch nicht schuldhaft verursacht.

Nun besteht zumindest eine moralische Verpflichtug dem Verein gegenüber, den Schaden zu ersetzen: Es ist sicher in den Statuten nicht vorgesehen, dass Vereinsmitglieder Gelder des Vereins mit nach Hause nehmen. Das ist auch leicht zu vermeiden: Es gibt ja Nachttresore.

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