Spätschicht kommt nicht / Einzelhandel?

11 Antworten

Ist nicht hier einige rechtliche Hinweise.

Wie viele Stunden dürfen Arbeitnehmer in der Woche arbeiten?

Arbeitnehmer dürfen grundsätzlich an einem Werktag nicht mehr als acht Stunden arbeiten (§ 3 Satz 1 ArbZG). Pausen zählen nicht dazu. Wer da­her mor­gens um 9 Uhr startet und abends um 17:45 Uhr den Be­trieb verlässt, hat acht St­un­den im Sin­ne des Gesetzes ge­ar­bei­tet, da eine 45 Mi­nu­ten lan­ge Mit­tags­pau­se abgezogen wird.

zehn-Stunden-Tag - In besonderen Ausnahmefällen darf der Arbeitgeber den Arbeitstag auf maximal zehn Stunden verlängern. Diese Zehn-Stunden-Grenze darf keinesfalls überschritten werden.

https://www.finanztip.de/arbeitszeitgesetz/

Pause heißt Pause, deine Frau ist nicht gezwungen ein Teilchen oder so zu verzehren während Sie beispielsweise kassiert

Grundsatz: Tägliche Arbeitszeit von höchstens 8 Stunden

§ 3 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) schreibt vor, dass Sie an Werktagen (Montag bis Samstag) max. 8 Stunden arbeiten dürfen. Der Werktag im Arbeitszeitrecht beginnt nicht um 0 Uhr, sondern mit der tatsächlichen Arbeitsaufnahme.

Beispiel: Arbeitsbeginn Montag, 08.00. Der Werktag endet dann am Dienstag um 08.00. Innerhalb dieses Zeitraums beträgt Ihre maximale Arbeitszeit 8 Stunden.

Aber: Verlängerung der Arbeitszeit nach dem Arbeitszeitgesetz bis auf 10 Stunden möglich.

§ 3 Arbeitszeitgesetz ermöglicht aber auch die Verlängerung der werktäglichen Arbeitszeit auf 10 Stunden.

https://www.arbeitsrecht.org/arbeitnehmer/arbeitszeit/so-lange-muessen-und-duerfen-sie-hoechstens-arbeiten/

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

§ 14 Außergewöhnliche Fälle

(1) Von den §§ 3 bis 5, 6 Abs. 2, §§ 7, 9 bis 11 darf abgewichen werden bei vorübergehenden Arbeiten in Notfällen und in außergewöhnlichen Fällen, die unabhängig vom Willen der Betroffenen eintreten und deren Folgen nicht auf andere Weise zu beseitigen sind, besonders wenn Rohstoffe oder Lebensmittel zu verderben oder Arbeitsergebnisse zu mißlingen drohen.

(2) Von den §§ 3 bis 5, 6 Abs. 2, §§ 7, 11 Abs. 1 bis 3 und § 12 darf ferner abgewichen werden,

1.

wenn eine verhältnismäßig geringe Zahl von Arbeitnehmern vorübergehend mit Arbeiten beschäftigt wird, deren Nichterledigung das Ergebnis der Arbeiten gefährden oder einen unverhältnismäßigen Schaden zur Folge haben würden,

2.

bei Forschung und Lehre, bei unaufschiebbaren Vor- und Abschlußarbeiten sowie bei unaufschiebbaren Arbeiten zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen oder zur Behandlung und Pflege von Tieren an einzelnen Tagen,

wenn dem Arbeitgeber andere Vorkehrungen nicht zugemutet werden können.

(3) Wird von den Befugnissen nach Absatz 1 oder 2 Gebrauch gemacht, darf die Arbeitszeit 48 Stunden wöchentlich im Durchschnitt von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen nicht überschreiten.

https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__14.html

Vielan Dank für die Rechtsgrundlagen. Diese sind mir allerdings bekannt. WAs müsste Sie also tuen, wenn nach max. 10 Std am morgigen Tag keine Ablöse im Laden steht. Was passiert also, wenn Sie das Geschäft schließt und geht? Hätte das Rechtliche Folgen?

@Yunus Celik

Ich bin ein juristischer Laie und würde mich rechtlich absichern, wenn ich in der Situation wäre.

Allerdings kann ich nicht erkennen das der Einzelhandel bzw der Wunsch nach Umsatz einen vergleichbaren Stellenwert wie "unaufschiebbaren Arbeiten zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen " hat.

Der Arbeitgeber hat aber eine Fürsorgepflicht. Der Arbeitgeber ist danach gehalten, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die jeden Beschäftigten vor Gefahren für Leib, Leben und Gesundheit schützen.

Zumindest prinzipiel bringt deine Frau Ihren Arbeitgeber in Schwierigkeiten wenn Sie gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt und länger arbeitet aber nochmal sich rechtlich abzusichern kann nicht schaden.

Für Toilettengänge und Pause abschließen mit Zettel in der Türe: "bin in 5 Minuten wieder da" oder "Pause von "13:00 Uhr-13:30 Uhr" und um 16 Uhr abschließen und gehen und wieder einen Zettel an die Türe machen: " heute wegen Krankheit geschlossen". Dann sind potenzielle Kunden informiert und kommen morgen wieder.

Gibt es keine Stellvertretung für die Storemanagerin? Schätze mal, das deine Frau bei einem größeren Unternehmen mit mehreren Filialen arbeitet. Wenn ja, einfach bei der Zentrale o.Ä. anrufen und sagen was Phase ist

ruft doch morgen jemanden an, der übern stormanager ist und erzählt das dem. eine person kann das definitiv nicht machen. oder den storemanager im urlaub anrufen.

folgen: kein umsatz, keine kundenberatung, niemand der sich ordentlich um die lieferungen kümmern kann

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