Sozialhilfe bei Ausbilung?

3 Antworten

Deine Eltern sind dir unterhaltspflichtig. Bafög abgelehnt bedeutet ja dann wohl das deine Eltern genug verdienen um dich während deiner Ausbildung finanziell zu unterstützen. Daher stehen dir keine Sozialleistungen etc. zu.

Anscheinend nicht, da mein Vater mir nichts bezahlt und ich bei meiner Mutter lebe, die harz4 bezieht. Und von meinem Vater werde ich auch nichts nehmen wollen, das hat aber persönliche Gründe

@ginagusto

dein Vater ist verpflichtet dich zu unterstützen. Wenn du das nicht einforderst dann kannst du das gerne machen, darfst aber nicht erwarten das der Staat dich finanziert.

@ginagusto

Wenn der Antrag auf Bafög - abgelehnt wurde, dann hat entweder dein Vater soviel Einkommen das er dir vorrangig zum Barunterhalt verpflichtet ist und du diesen Anspruch auch ab dem 18 Lebensjahr selber einfordern musst, notfalls auch mit Hilfe eines Anwalts oder es wurde abgelehnt weil deine Ausbildung nicht durch Bafög - förderungsfähig ist.

Aber das musst du ja selber wissen, denn die Begründung steht in der Ablehnung !

Aus welchem Grund wurde Bafög - abgelehnt ?

sozialgeld für erwerbsgeminderte?

Lebt als unter 25 jähriges Kind bei der Mutter die ALG - 2 bezieht, dann wird auch das Kind das bekommen was ihm unter Berücksichtigung von eigenem anrechenbaren Einkommen zusteht.

Empfehlung des Arbeitsamtes für meine Freundin ernüchternd d.h. sie wäre noch mindestens 6 Jahre auf Sozialhilfe angewiesen?

Erst mal zu den Fragen:

  • Wie würdet ihr den Vorschlag des Arbeitsamtes als neutrale Ausenstehende beschreiben?
  • Wie würder ihr den Ablauf schätzen/vorhersehen insofern meine Freundin diesen Weg durchzieht?
  • Hättet ihr eine Alternative zum Vorschlag?

Jetzt zur Sachlage:

Freundin (22) ist seit ihrer Volljährigkeit auf Sozialhilfe angewiesen, ist psychisch krank und bekam eine Empfehlung einer Therapie bezüglich zur Eingliederung. Diese Empfehlung vom ärztlichen Dienst besagt, dass erst eine mindestens 1-jährig andauernde Psychotherapie und eine medikamentöse Einstellung nötig wären. Sobald diese Therapie vorbei ist, wird der Aufenthalt von mindestens zwei Jahren in einer Rehabilitationseinrichtung empfohlen. Wärend diesen Aufenthaltes soll im 1. Jahr eine Berufsorientierung und eine Arbeitserprobung stattfinden. Im 2. Jahr soll sie während des stationären Aufenthaltes stufenweise in eine Ausbildung (2. Arbeitsmarkt, geschützte Rahmenbedingungen) eingegliedert werden.

Mit diesen ganzen stationären Aufenthalten soll also eine Eingliederung am 2. Arbeitsmarkt in eine Ausbildung erzielt werden. Sobald meine Freundin die Rehabilitationseinrichtung verlässt, wäre sie im 1. Lehrjahr dieser Ausbildung. Die Ausbildung würde danach noch weitere 2 Jahre andauern. Da diese Ausbildung vom Amt kommt, wäre sie in dieser ganzen Zeit auf Sozialhilfe angewiesen.

Wichtig: Wartezeit für diese Psychotherapie ist lange. Teapiebeginn ist erst nächtes Jahr. Zwischenzeitlich wird übergangsweise eine ambulante Therapie empfohlen.

Zusammenfassung: Insofern sich meine Freundin an die Empfehlung des Amtes hält, beginnt ihre Prozedur zur Eingliederung erst nächstes Jahr im Alter von 23. Diese Prozedur würde dann mindestens 5 Jahre dauern; wenn nicht sogar länger, denn es könnte ja sein dass die Therapie länger dauert. Am Ende dieser 5 Jahre wäre ihr einziges erreichtes Ziel, dass sie sich im 1. oder 2. Ausbildungsjahr einer geschützten Ausbildung evtl. als Fachpraktikerin befindet. Da wäre sie schon 28. Abgeschlossen hätte sie diese Ausbildung erst mit fast 30. Verdienen würde sie während dieser ganzen Zeit nichts und wäre stets auf Sozialhilfe angewiesen.

Sie selber und ihr Umfeld halten diese Empfehlung übrigens für Humbug. Sie wäre, wenn sie diesen Weg einschlägt wahrscheinlich auch noch weit über das 30. Lebensjahr hinaus auf Sozialhilfe angewiesen.

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