Sozialhilfe - Freund zieht ein, was wird gestrichen?

4 Antworten

Wahrscheinlich wäre es günstiger, der Freund würde seine Wohnung behalten. Man kann ja trotzdem öfter zusammen sein. Sozialhilfe wird sonst sicher gekürzt. Wohngeld ebenfalls, oder fällt ganz weg. GEZ wäre wohl noch das kleinste Problem. So viel ich weiß, sind seit Januar 2013 ohnehin nur Taub-Stummen-Blinde befreit (sehr großzügige Regelung) sowie Bewohner von Pflegeheimen.

Was gekürzt wird berechnen die Behörden vom Gehalt des Freundes es ist unter schiedlich von Ort zu Ort und GEZ muss er wohl bezahlen auch wenn die Oma befreit ist am besten nachfragen bei GEZ.Aber gekürzt wird auf jeden Fall da sind die schnell

Der Freund kommt auf jeden Fall bei den Unterkunftskosten ins Spiel (an denen er sich kopfanteilig beteiligen muss). Ob er (bzw. sein Einkommen) über die Wohnkosten hinausgehend relevant wird, hängt davon ab, wie die beiden ihr finanzielles / wirtschaftliches Zusammenleben gestalten werden. Wird aus einem Topf gewirtschaftet und stehen sie finanziell auch für die Bedarfe des Anderen ein.. oder werden sie sich nur die Wohnkosten teilen und haben ansonsten getrennte Kasse/Kosten, leben also wirtschaftlich im Sinne einer Wohngemeinschaft zusammen.
Siehe auch § 20 SGB XII und § 39 SGB XII.

Das oben bezog sich auf Leistungen nach dem SGB XII (da du in der Überschrift "Sozialhilfe" nanntest = im allgemeinen Sprachgebrauch Grundsicherung nach SGB XII).

Bei deinen Frage-Tags hast du aber auch "Hartz IV" angegeben = ALG2/ Grundsicherung nach SGB II.

Auch bei ALG2-Bezug deiner Oma käme der Freund auf jeden Fall bei den Unterkunftskosten ins Spiel. Und auch da wäre alles Weitere davon abhängig, ob die beiden gemeinsam wirtschaften und somit eine Verantwortungs-und Einstehensbedarfsgemeinschaft nach § 7 Abs. 3a SGB II darstellen... oder nicht. http://www.gutefrage.net/frage/wohngeld-beste-konstellation-wohngemeinschaft-oder-lebensgemeinschaft#answer58095198

Deine Oma sollte dich diesen Schritt sehr genau überlegen.

Leider ist die Sozialgesetzgebung so, dass sie einen unverheirateten Leistungsempfänger in die totale finanzielle Abhängigkeit des Partners treibt, ohne ihm irgendwelche Rechte zuzugestehen. Konkret bedeuet das, dass Einkommen und Vermögen des Partner beim Zusammenleben voll angerechnet wird, also ihre Leistungen drastisch evtl. auf Null reduziert werden und er dann sogar ihre Krankenversicherung bezahlen muss, sie aber keinerlei Anspruch auf sein Geld erheben kann.

Wenn es also irgendwann mal bösen Streit gibt und er nicht sie nicht mehr versorgen will, dann hungert sie, häuft Mietschulden an und ist nicht krankenversichert.

Also erst heiraten, oder jeder behält seine Wohnung - Besuch ist praktisch unbegrenzt erlaubt.

GEZ spielt keine Rolle - er bleibt zahlungspflichtig.

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