Sonderzahlung nach Beschäftigungsende?

3 Antworten

Wie kommst du denn auf Steuerklasse 6?

Die Steuerklasse VI unterscheidet sich wesentlich von den vorhergehenden Steuerklassen I bis V. Die Steuerklasse VI wird eingetragen, wenn ein Arbeitnehmer eine Lohnsteuerkarte für ein zweites oder weiteres Dienstverhältnis benötigt. Das bedeutet, dass zusätzlich zur Steuerklasse VI immer auch eine andere Steuerklasse vorhanden sein muss, die für das erste Arbeitsverhältnis gilt. Werden mehrere Nebentätigkeiten ausgeübt, so muss jeder Arbeitgeber eine eigene Lohnsteuerkarte mit der Steuerklasse VI erhalten.

Was soll das denn für eine Nachzahlung sein? Gekündigt heißt: Ende Gelände, Schicht im Schacht, nichts geht mehr!

Der Arbeitnehmer hat Steuerklasse 4. Diese hatte er beim ehemaligen Arbeitgeber bis Ende März 2019 und beim neuen Abeitgeber ab April 2019 natürlich ebenfalls Steuerklasse 4. Vom alten Arbeitgeber erhält der Arbeitnehmer im April 2019 noch eine Sonderzahlung (öffentlicher Dienst). Diese steht jedem Arbeitnehmer zu, der am 01. Dezember des Vorjahres beschäftigt war. Auszahlung immer April des Folgejahres. Da diese Sonderzahlung nach Beschäftigungsende erfolgt, teilte der Arbeitgeber auf telefonische Nachfrage mit, dass diese Sonderzahlung mit Klasse 6 versteuert wird. Nicht korrekt?

@mich14

Davon, dass der AN im April 19 bereits eine neue Stelle hat, hast du nichts von geschrieben. Außerdem ist deine Aussage bzgl. der Sonderzahlung so nicht richtig. Die Jahressonderzahlung berechnet sich grundsätzlich aus den Tabellensätzen des Durchschnittsentgeltes (ohne Zuschläge) der Monate Juli bis September und wird mit dem Novembergehalt ausbezahlt. Voraussetzung für die Gewährung ist, dass das Dienstverhältnis am 1. Dezember des Jahres besteht. Für jeden Monat des Jahres, in dem kein Anspruch auf Entgelt bestand, wird die Sonderzahlung um ein Zwölftel gemindert.

@lillypaladies

Bei diesem Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes wird sowohl im November (Weihnachtsgeld) als auch im April (Sonderzahlung) ausgezahlt. Das ist definitiv korrekt, da ich es der AN auch jahrelang so erhalten hat. Und auch dafür ist der 01. Dezember des Vorjahres maßgebend. Diesbezüglich keine Zweifel!

@mich14

Absolut korrekt. Eine kortigierte Bescheinigung erhält man nicht. Aber eine für die Sonderzahlung.

@sassenach4u

Ok! Danke👍

@sassenach4u

Also eine „zusätzliche Lohnsteuerbescheinigung“ auf der nur die Daten der Sonderzahlung vorhanden sind? Richtig?

Dann muss die Endabrechnung korrigiert werden bzw. neu erstellt werden.

Danke für die Rückmeldung. Kann denn eine bereits übermittelte Lohnsteuerbescheinigung überhaupt so ohne weiteres korrigiert werden?

Hätte der Arbeitgeber nicht warten können oder vielleicht sogar müssen mit der Übermittlung, wenn klar ist, dass noch nachträgliche Zahlungen nach Beschäftigungsende erfolgen?

@mich14

Natürlich, Korrekturen sind immer möglich. Der Arbeitgeber kann einen Fehler gemacht haben oder wie hier hat sich eben noch was geändert.

Ich hatte mal eine ungerechtfertigte fristlose Kündigung und hinterher wurde da auch einiges korrigiert einschließlich Abfindung.

@mich14

Nicht ohne weiteres aber möglich wie man dem Text entnehmen kann.

Mein Fall liegt allerdings vor der Gesetzesänderung und daher kann ich nicht sagen ob das jetzt auch noch so ist.

Vielleicht war es bei mir ein spezieller Fall.

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