Sonderzahlung Gleichbehandlung?

3 Antworten

würde mir dann durch die entstandene Gewohnheit weiter das Weihnachtsgeld zustehen?

Nein!

In Deinem Arbeitsvertrag steht doch, dass die Zahlung des Weihnachtsgeldes eine "freiwillige" Leistung des Arbeitnehmers ist und somit nicht zum laufenden Arbeitsentgelt gehört.

Was Du meinst ist die "Betriebliche Übung". Die wäre entstanden, wenn der AG die letzten Jahre Weihnachtsgelt ohne Hinweis auf die Freiwilligkeit gezahlt hätte.

Bei Euch steht dieser Vorbehalt schon im Arbeitsvertrag und der AG muss daher  nicht bei jeder Zahlung der Weihnachtsgratifikation auf die Freiwilligkeit hinweisen.

https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Weihnachtsgeld.html

Jetzt wurde auf der Betriebsversammlung beschlossen 

Dann gibt es einen Betriebsrat. Was ist das für ein Beschluss? Gibt es darüber eine Betriebsvereinbarung?

Es ist auf alle Fälle möglich, Sonderzahlungen wegen Krankheitstagen zu kürzen. Das steht im § 4a Entgeltfortzahlungsgesetz.

Die Kürzung darf für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit ein Viertel des Arbeitsentgelts, das im Jahresdurchschnitt auf einen Arbeitstag entfällt, allerdings nicht überschreiten.

Wenn man z.B. 120 €/Tag verdient, darf der AG für jeden Krankheitstag max. 30€ von der Sonderzahlung abziehen.

 

Danke erstmal

Laut Google und mehrere Treffer dort ist es nicht so das der Arbeitgeber sich mit dem Vertrag und dem Wort freiwillig aus der Verpflichtung entziehen kann
Die betriebliche Übung sei dabei entstanden das er bereits 5jahre in folge immer gezahlt hat

Naja auf der Betriebsversammlung haben alle diesen Zettel bekommen mit der bitte diesen zu unterschreiben

Einen Betriebsrat gibt es zwar
Von da gibt es aber kein fundiertes Wissen und nur so aussagen wie:
"Ich glaube es ist besser das zu unterschreiben, wenn nichtberufstätig ich nicht wie es geregelt wird"

Und Gibt es zu der kürzungsregelung ein Gesetz?

Es ist nämlich so das laut Vereinbarung die vollständige Sonderzahlung von einem Monatslohn bei 20kranktagen in Jahr auf 0% sinkt

@Dave0000


Einen Betriebsrat gibt es zwar
Von da gibt es aber kein fundiertes Wissen

Nächstes Jahr sind Betriebsratswahlen. Wählt einen neuen Betriebsrat der sich dann auch schulen lässt und nicht zu allem "Ja" sagt, was der AG möchte.

Es ist nämlich so das laut Vereinbarung die vollständige Sonderzahlung von einem Monatslohn bei 20kranktagen in Jahr auf 0% sinkt

Dazu habe ich im anderen Kommentar schon etwas geschrieben. Das könnte, je nach Höhe der Sonderzahlung, ein klassisches "Eigentor" von BR und AG sein ;-))

 

Ok Gesetz gefunden

Er darf also nicht 100% der Sonderzahlung (ein Monatsgehalt) abziehen für 20 Arbeitstage die man krank ist?

@Dave0000

Er darf also nicht 100% der Sonderzahlung (ein Monatsgehalt) abziehen für 20 Arbeitstage die man krank ist?

Wenn die Sonderzahlung z.B. 1000€ beträgt und der AN wie im o.g. Beispiel 120€/Tag verdient, kann der AG 20X30€ = 600€ abziehen aber nicht alles.

Voraussetzungen dass er überhaupt kürzen darf sind, dass es sich um Sonderzahlungen handelt, es eine Vereinbarung über diese Kürzung gibt, es sich um Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit handelt und auch dass die Kürzungen im gesetzlichen Rahmen erfolgen.

Kürzt der AG z.B. mehr als die zulässigen 25 %, wäre die Kürzung nichtig und Du könntest den kompletten Betrag fordern.

Nur das Recht dann zu bekommen....

Da sie ein Nettogehalt an Sonderzahlung kriegen soll
Wären 100% bei 20tagen Abzug ja völlig überzogen
Sie hat ja nur etwas über 20arbeitstage im Monat

@Dave0000

Wie schon geschrieben:

Wenn die rechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind, ist der Abzug nicht rechtens und das Geld kann eingeklagt werden.

Ihr solltet Euren Betriebsrat mal darauf ansprechen. Ich vermute, die wollen wieder gewählt werden. Dann sollen sie auch in die Gänge kommen und ihren Verpflichtungen nachkommen.

Ansonsten: Selbst zur Wahl aufstellen lassen, Gleichgesinnte motivieren mitzumachen und anschließend mit dem AG reden und eine ordentliche, gültige BV aushandeln (wenn der Abzug denn schon sein muss).

Da es in der ganzen Situation um meine Frau geht ist es schwer da selbst aktiv zu werden
Und sie ist ehr die schüchterne ...

De Voraussetzung scheint ja nicht gegeben zu sein
Soll sie den Wisch denn überhaupt unterschreiben ?

@Dave0000


Sorry, ich kenne die Umstände im Betrieb Deiner Frau nicht. Wenn ich jetzt sage, sie soll das nicht unterschreiben wird sie es sehr wahrscheinlich trotzdem tun, wenn die Kollegen alle unterschreiben.

Ihr bleibt der Klageweg aber ob sie soweit gehen will, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich kann hier nur die rechtliche Seite aufzeigen. Was man daraus macht, bzw. machen kann ist eine andere "Baustelle".

Wie auch eingangs schon gesagt, der AG ist nicht zur Zahlung des Weihnachtsgeldes verpflichtet, es ist keine betriebliche Übung entstanden, da diese Zahlungen immer "freiwillig" geleistet wurden.

In Deinem Arbeitsvertrag steht doch, dass die Zahlung des Weihnachtsgeldes eine "freiwillige" Leistung des Arbeitnehmers ist

Alleine der Hinweis auf die "Freiwilligkeit" einer Leistung reicht nicht aus, um das Entstehen einer betrieblichen Übung zu verhindern.

Dass die Leistung freiwillig ist, wenn sie nicht arbeits- oder tarifvertraglich (oder gesetzlich) verpflichtend ist, versteht sich von selbst.

Um das Entstehen einer betrieblichen Übung zu verhindern, hätte der Arbeitgeber schon regelmäßig darauf verweisen müssen, dass durch die Gewährung der Leistung kein Rechtsanspruch entstehen soll!

@Familiengerd

Ergänzung:

hätte der Arbeitgeber schon regelmäßig darauf verweisen müssen, dass durch die Gewährung der Leistung kein Rechtsanspruch entstehen soll!

Das gilt natürlich nicht, wenn er den Rechtsvorbehalt im Arbeitsvertrag formuliert hat.

@Familiengerd

@Familiengerd,

Das gilt natürlich nicht, wenn er den Rechtsvorbehalt im Arbeitsvertrag formuliert hat.

Genau das hat der AG doch getan (steht in Kommentaren des Users) und darauf habe ich geantwortet und den entsprechenden Link geschickt.

Ich vermute mal, jetzt ist @Dave0000 total verwirrt.

@Hexle2

@ Hexle:

Genau das hat der AG doch getan (steht in Kommentaren des Users)

Wo ist denn in den Kommentaren irgendwas von "Rechtsvorbehalt" die Rede?

Es wird immer nur auf die "Freiwilligkeit" verwiesen.

Dieser Verweis alleine ist aber völlig ungeeignet, das Entstehen einer betrieblichen Übung zu verhindern, weil die Freiwilligkeit selbstverständlich ist, wenn es keine vertragliche Verpflichtung zur Leistung gibt.

Hier fehlt überall eine Aussage, dass der Arbeitgeber neben der "Freiwilligkeit" auch darauf hingewiesen hätte, dass durch seine Zahlung kein Rechtsanspruch für die Zukunft auf diese Leistung entstehen soll!

In dem von dir genannten Link heißt es auch:

[...] kann der Ar­beit­ge­ber auch bei der Aus­zah­lung des
Weih­nachts­gel­des je­des Mal dar­auf hin­wei­sen, dass die Zah­lung
frei­wil­lig er­folgt und [!!!] kei­nen Rechts­an­spruch für die Zu­kunft be­gründet.

(im Abschnitt "Kann der Ar­beit­ge­ber die Gewährung ei­nes Weih­nachts­gel­des un­ter den Vor­be­halt der Frei­wil­lig­keit stel­len?")

Dass der Verweis alleine auf die Freiwilligkeit aus oben genannten Gründen nicht genügt - wenn sogar die Kombination von "Freiwilligkeit" und "jederzeitiger Widerrufbarkeit" unzulässig und damit gegebenenfalls eine Zahlungspflicht entstanden ist (siehe Kapitel "Kann ei­ne Leis­tung als „frei­wil­lig und je­der­zeit wi­der­ruf­lich“ erklärt wer­den?" auf  https://www.hensche.de/Rechtsanwalt\_Arbeitsrecht\_Handbuch\_Freiwilligkeitsvorbehalt.html#tocitem6 ) -, sollte logisch sein.

Den letzten Satz bitte erklären

Wonach suche ich wenn ich nach dem rechtsvorbehalt suche ?

@Dave0000

Vorab:

Wenn Du auf einen Kommentar antwortest, benutze doch bitte die  3 Punkte rechts darunter und dann > "Kommentieren", dann weiß man, worauf sich Deine Erwiderung konkret bezieht.

Zur Sache:

Wonach suche ich wenn ich nach dem rechtsvorbehalt suche ?

Du hat geschrieben, dass im Vertrag auf die Freiwilligkeit der Leistung verwiesen wird.

Dort müsste dann  so etwas wie "Durch die Zahlung der Sondervergütung/des Weihnachtsgeldes/des Urlaubsgeldes/der Gratifikation entsteht kein Rechtsanspruch auf die Zahlung für die Zukunft." oder ähnliches stehen - jedenfalls in der Art, dass der Arbeitnehmer erkennen kann, dass der Arbeitgeber zwar eine freiwillige Leistung gewährt, der Arbeitnehmer aber keinen Rechtsanspruch daraus ableiten kann, dass der Arbeitgeber diese Leistung auch in Zukunft gewähren muss.

Steht so etwas dort nicht - sondern nur der Hinweis auf die Freiwilligkeit - dann wird das Entstehen einer betrieblichen Übung mit der Folge, dass der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch hat, nicht verhindert.

Andererseits gehört zum Entstehen einer betrieblichen Übung (außer dem Fehlen des Ausschlusses eines Rechtsanspruches) aber auch, dass die Leistung - über mindestens 3 Jahre - immer in tatsächlich oder proportional gleicher Höhe erbracht wurde und die Mehrzahl der
Beschäftigten betraf.

Da ich GF über die App Nutze habe ich so Funktionen anscheinend nicht
Kann auch keine persönlichen Nachrichten schreiben und so...
Daher zitiere ich im Normalfall zuerst wenn ich mich auf etwas beziehe
Habe ich diesmal Leider nicht
Oder gutes darum das du dann eine Meldung bekommst?
Da kann ich leider über die App nichts machen

Zur Sache:
Ich werde nach dieser oder ähnlicher Formulierung gleich schauen
Ich vermute er ist da abgesichert
Ich danke vielmals für diesen entscheidenden Hinweis
Sollte dies drinstehen sollte sie die Vereinbarung doch auf jedenfall unterschreiben

@Dave0000

@Dave0000

Dein AG hat sich abgesichert und die Freiwilligkeit im Arbeitsvertrag festgeschrieben (wie Du selbst gepostet hast).

Wie Du bei "Hensche" (s. Link) lesen kannst, ist daher keine betriebliche Übung entstanden. Ich vermute mal, er hat evtl. sogar bei der jährlichen Zahlung noch einen Satz bezüglich der Freiwilligkeit geschrieben.

Also es stimmt das ich bisher nur davon sprach das der Arbeitgeber "freiwillig" im Vertrag formulierte
Nach den vorangegangenen hinweisen habe ich genauer geschaut und er hat dort formuliert das daraus kein Rechtsanspruch entsteht
Ich kann mich nur noch als bedanken, dies hat schon ein ganzes Stück geholfen

@Dave0000

er hat dort formuliert das daraus kein Rechtsanspruch entsteht

Dann - in der Tat - hat der Arbeitgeber aus seiner Sicht alles richtig gemacht und sich so abgesichert, dass für die Arbeitnehmer kein Rechtsanspruch auf weitere Zahlung der Sonderleistung besteht.

Er kann also mit dem Betriebsrat neue Regularien vereinbaren , wie und unter welchen Voraussetzungen die Sonderleistungen gezahlt werden sollen.

Letztendlich sind dann also die Ausführungen von Hexle2 zutreffend (auch wenn bis zur ihrer Antwort die Voraussetzungen noch nicht bekannt waren).

Das Weihnachtsgeld steht dir zu, wenn es zuvor 3 Jahre infolge gezahlt wurde und es keinen Hinweis dazu gab, dass es eine freiwillige Leistung war. 

Sind diese Bedingungen erfüllt ? 

Im Arbeitsvertrag steht das Weihnachtsgeld nur freiwillig gezahlt wird

Dies ist die letzten 5 Jahre in Folge auch so gelaufen

Laut eigen Recherche ist mir mitlerweile bewusst das sie eine gewohnheitsrecht hat mittlerweile

Aber wenn 99mitarbeiter die Vereinbarung unterzeichnen und damit auf dieses "recht" verzichten und ich aber nicht. Hat er sich dann mit der neuen Sonderzahlung da rausgeredet ?

@Dave0000

Eine wichtiger Frage ist, ob bei der Mitteilung über die Sonderzahlungen irgendwo dabei stand, dass es sich um eine freiwillige Leistung handelt. Dann würde nämlich das Gewohnheitsrecht nicht greifen.

Dann wer hat diesen Beschluss getroffen ? Die Belegschaft ? Das klingt mir doch unwahrscheinlich, da es euch doch zu benachteiligen scheint.

@AnglerAut

dass es sich um eine freiwillige Leistung handelt. Dann würde nämlich das Gewohnheitsrecht nicht greifen

Alleine der Hinweis auf die "Freiwilligkeit" einer Leistung reicht nicht aus,

um das Entstehen einer betrieblichen Übung zu verhindern.

Dass die Leistung freiwillig ist, wenn sie nicht arbeits- oder tarifvertraglich (oder gesetzlich) verpflichtend ist, versteht sich von
selbst.

Um das Entstehen einer betrieblichen Übung zu verhindern, hätte der Arbeitgeber schon regelmäßig darauf verweisen müssen, dass durch die Gewährung der Leistung kein Rechtsanspruch entstehen soll!

@Familiengerd

Genau das habe ich doch angefragt, gab es außerhalb der vertraglichen Reglung weitere Aussagen bzgl. der Freiwilligkeit.

Und wenn du den halben Satz abschneidest, dann verdrehst du den Sinn ...

@AnglerAut

Das ist jetzt ein ziemlich unsinniger Einwand.

Der volle Satz lautet: "Eine wichtiger Frage ist, ob bei der Mitteilung über die Sonderzahlungen irgendwo dabei stand, dass es sich um eine freiwillige Leistung handelt."

Und da steht nichts von "gab es außerhalb der vertraglichen Reglung weitere Aussagen bzgl. der Freiwilligkeit.", wie Du jetzt behauptest!

In Deinen Nachfragen ging es ausschließlich um den Punkt der Freiwilligkeit, auf den ich mich bezogen habe!

Da ist also nirgendwo der Sinn verdreht, weil der "abgeschnittene" Satzteil für meine Aussage irrelevant ist.

@Familiengerd

"bei der Mitteilung über die Sonderzahlung"

Damit meinte ich die Gehaltsabrechnung auf der das Weihnachtsgeld vermerkt wurde und das wäre offensichtlich außerhalb des Vertrages.

Insofern hast du durchaus den wesentlichen Teil abgeschnitten, wobei man wohl darüber streiten kann, ob ich mich eindeutig genug ausgedrückt habe.

@Dave0000

@ Dave0000:

Im Arbeitsvertrag steht das Weihnachtsgeld nur freiwillig gezahlt wird

Wenn der Arbeitsvertrag tatsächlich nur den Hinweis enthält, dass die Leistung "freiwillig" sei, reicht das nicht aus, um das Entstehen einer betrieblichen Übung zu verhindern.

Dass die Leistung freiwillig ist, wenn sie nicht arbeits- oder tarifvertraglich (oder gesetzlich) verpflichtend ist, versteht sich von selbst.

Um das Entstehen einer betrieblichen Übung zu verhindern, hätte der
Arbeitgeber schon regelmäßig darauf verweisen müssen, dass durch die Gewährung der Leistung kein Rechtsanspruch entstehen soll!

Andererseits gehört zum Entstehen einer betrieblichen Übung (außer dem Fehlen des Ausschlusses eines Rechtsanspruches) aber auch, dass die Leistung - über mindestens 3 Jahre - immer in tatsächlich oder proportional gleicher Höhe erbracht wurde und die Mehrzahl der Beschäftigten betraf.

@AnglerAut

Insofern hast du durchaus den wesentlichen Teil abgeschnitten

Himmelnochmal! Das ist der gleiche Unsinn wie vorher!

Egal was, wie und wo Du was geschrieben hast:

Es drehte sich bei Dir immer nur um die Frage der "Freiwilligkeit" - und alleine darauf habe ich mich bezogen.

@Familiengerd

Ich gebe es auf, dir etwas erklären zu wollen, manchmal bist du ein Dickschädel und willst nicht verstehen, was andere sagen.

@AnglerAut

Ich kann mich nur auf das beziehen, was Du schreibst - und das hat nichts mit "Dickschädel" zu tun.

Wenn Du etwas anderes meist als das, was Du schreibst, oder das Gemeinte nicht deutlich genug darstellen kannst, ist das doch nicht mein Problem!

In keiner einzigen Aussage von Dir ist von etwas Anderem die Rede als vom "Freiwilligkeitsvorbehalt". Es ist nirgendwo die Rede davon, ob der Arbeitgeber noch andere Vorbehalte oder einschränkende Klauseln formuliert hätte!

Und nun reicht es mir bei so viel Unvermögen ...

Im Arbeitsvertrag (vor 5jahrwn) stand drin das Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld freiwillig sind

Laut eigen Recherche kann der Arbeitgeber sich damit aber nicht rausreden wenn er die 5jahre in folge immer gezahlt hat

Den Beschluss hat wohl der Arbeitgeber getroffen
Und diesen dann in Form eines zu unterschreibenden Zettels verteilt

@Dave0000

Er kann sich rausreden, wenn er die Freiwilligkeit zu einem späteren Zeitpunkt angemerkt hat, deswegen die Frage.

Nein gab es nicht meines Wissens
Lediglich im Vertrag steht das
Die zusätzlichen Zahlungen wurden kommentarlos getätigt

@Dave0000

Dann könntest du das Risiko eingehen und den harten Weg gehen. Nicht unterschreiben und das Weihnachtsgeld einfordern.

Auf der Abrechnung steht drauf "Weihnachtsgeld" und dann halt ne Summe

Aber keine zusätzlichen Mitteilungen über freiwilligkeit oder Einmaligkeit

@Dave0000

Dann hast du 2 Ansatzpunkte die Sache anzugreifen. Denn auch dürfte pro Krankheitstag in einer solchen Vereinbarung nur 1/3 Tageslohn abgezogen werden. Dies ist wohl überschritten.

5jahre lang
Und prozentual zum Bruttogehalt

Und meines Wissens an alle Mitarbeiter

Ich habe sogar gelesen nur max. 1/4

@Dave0000

Das ist Rechtsprechung, die ist nicht genau, da kann es gerne verschiedene Urteile geben.

@AnglerAut

Das ist nicht "Rechtsprechung" und da gibt es auch nicht "gerne verschiedene Urteile" zur Höhe, sondern das ist eindeutig festgelegt im Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 4a "Kürzung von Sondervergütungen".

Ich wurde verwiesen auf Paragraph 4a

Kürzung von Sondervergütungen

1Eine Vereinbarung über die Kürzung von Leistungen, die der Arbeitgeber zusätzlich zum laufenden Arbeitsentgelt erbringt (Sondervergütungen), ist auch für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit zulässig. 2Die Kürzung darf für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit ein Viertel des Arbeitsentgelts, das im Jahresdurchschnitt auf einen Arbeitstag entfällt, nicht überschreiten.

Also habe ich selbst wenn kein Anspruch auf Weihnachtsgeld besteht ... das Anrecht auf eine Auszahlung der Sonderzahlung in entsprechend angepasster Höhe sobald die Vereinbarung unterschrieben ist ? Auch wenn in der Vereinbarung höhere Abzüge vereinbart wurden ?

@Dave0000

Auch wenn in der Vereinbarung höhere Abzüge vereinbart wurden?

Die Höhe des Abzugs nach EntgFG § 4a ist abschließend festgelegt.

Davon darf vertraglich nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers abgewichen werden (§ 12 "Unabdingbarkeit")!

Streitet doch Nicht wegen nem Halbsatz
Ihr scheint beide zu wissen was richtig ist und wisst jetzt was gemeint ist
Oder habt ihr zwei verschiedene Ansichten de für mich interessant sind?

Wenn "freiwillig" dann muss jedesmal extra drauf hingewiesen werden oder im Vertrag ne Klausel dazu stehen
Und es sind laut Gesetz 1/4

Oder Ist daran jetzt was verkehrt ?

@Dave0000

Nicht auf die "Freiwilligkeit" muss hingewiesen werden, sondern darauf, dass durch die Zahlung des Arbeitgebers kein Rechtsanspruch des Arbeitnehmers darauf für die Zukunft entstehen soll!

Entweder muss das im Arbeitsvertrag so vereinbart sein, oder der Arbeitgeber muss - wenn es zur Gewährung der Leistung keine grundsätzliche schriftliche Vereinbarung gibt - das Verneinen der Entstehung eines Rechtsanspruches jedes mal neu erklären.

Ich kann mich bis dahin erstmal nur bei euch bedanken

Entscheidend scheint also zu sein ob er sich bei der Formulierung im Vertrag abgesichert hat
Sollte dies der Fall sein besteht kein Anspruch für mich
Dann würde aber mit der Sondervergütung die jetzt angeboten wurde ein Anspruch entstehen
Und zwar über mehr als es nach seiner Staffelung ist

Ich lese natürlich euren Streit mit ...
Verstehe ihn aber nicht

Ich steh doch Nicht auf dem Schlauch und davon geht irgendwas an mich oder?

@Dave0000

Der Streit ist für dich unerheblich, weil es ja keine Mitteilung deines AG in irgend einer Weise gibt, die hier ein Problem schaffen würde.

Es geht nur um Wortklauberei, Gerd findet meine Formulierung nicht eindeutig genug und meint deswegen hier Kritik üben zu müssen. In der Sache ist es aber komplett unwesentlich.

In dem Punkt mit dem 1/4 liegt er aber richtig, das hatte ich falsch im Kopf.

@AnglerAut

Gerd findet meine Formulierung nicht eindeutig genug und meint deswegen hier Kritik üben zu müssen. In der Sache ist es aber komplett unwesentlich.

Das ist - sorry - völliger Unsinn und zeugt eigentlich von leider ziemlicher Unkenntnis!!

Du hast immer nur vom Verweis auf die "Freiwilligkeit" gesprochen, die das Entstehen einer betrieblichen Übung verhindern würde, von nichts anderem!

Und ich habe darauf hingewiesen, dass der Verweis auf "Freiwilligkeit" alleine nicht reicht - worauf Du überhaupt nicht eingehst, obwohl ich es jetzt mehrere male erklärt habe - das ist ja wie das sprichwörtliche "Einreden auf ein krankes Pferd"!

Naja
Eure Diskussion über diese Kleinigkeit hat aber dazu gebracht das ich den Absatz im Vertrag nochmal genauer nachschaute
Und den Rechtsanspruch hat er ausgeschlossen
Damit spricht ja nichts dagegen diese Vereinbarung zu unterschreiben

Die Höhe der Staffelung für Abzüge wäre dann der nächste Punkt
Aber das scheint ja recht eindeutig zu sein
Bin Gespannt wie es sich in der Praxis auswirkt wenn man den Arbeitgeber darauf hinweist das die Vereinbarung in dieser Form nicht korrekt ist

@Dave0000

@ Dave0000:

So ist es!!

Nett gemeint
Aber da wir leider nicht ganz mein Fall beschrieben

Die Sondervereinbarung beinhaltet den Verzicht auf bisher gezahltes weihnachts und Urlaubsgeld

Wenn es die Sonderzahlung einfach so on top geben würde, dann würd ich natürlich kein Problem damit haben

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