5 Antworten

Sonderurlaub kann es nur geben, wenn

  • es tariflich festgelegt und der Arbeitgeber an den Tarif gebunden ist, oder
  • eine entsprechende Betriebsvereinbarung existiert.

Ansonsten ganz einfach nein, es sei denn, der Vorgesetzte / Arbeitgeber ist so kulant.

Sonderurlaub kann es auch geben, wenn sich der Arbeitnehmer auf das Bürgerliche Gesetzbuch BGB § 616 "Vorübergehende Verhinderung" - d.h. also, sofern die Anwendung dieser Bestimmung vertraglich nicht ausgeschlossen wurde (was leider erlaubt ist).

Für deine eigene Hochzeit ja, aber wohl eher nicht für die des Bruders. Da wirst du wohl einen Tag vom Urlaub opfern müssen.

Das steht Dir auch nicht zu.

Kannst aber normalen Urlaub beantragen - den Dir Dein AG aber nicht geben muss.

Das steht Dir auch nicht zu.

Woher willst Du das wissen?

Ob dem Arbeitnehmer Sonderurlaub zusteht, ist davon abhängig, ob er sich auf Regelungen nach Arbeits- oder Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Betriebsordnung, betrieblicher Übung, oder Gesetzesanwendung (BGB § 616) berufen kann!

Im übrigen ist das keine verbindliche und abschließende Liste.

@Familiengerd

Beerdigung ist was ganz anderes als Hochzeit.

Als ich heiratete, bekam nur mein Mann Sonderurlaub - sein Bruder nicht.

@beangato

Hatte das schon korrigiert.

Aber es ist richtig: Sonderurlaub bei der Hochzeit des Bruders ist tatsächlich eher unwahrscheinlich - aber nicht alleine deswegen, weil sie in dieser Liste nicht aufgeführt ist, sondern weil sie allgemein nicht als ausreichender Anlass gesehen wird.

Richtig - weil es keinen Sonderurlaub für Hochzeit der Geschwister gibt.

So pauschal kannst Du das nicht wissen!

Wenn sich ein Arbeitnehmer für einen Anspruch auf Sonderurlaub nur auf das BGB § 616 "Vorübergehende Verhinderung" berufen kann, ist das richtig.

Ansonsten kommt es aber nur darauf an, was dazu arbeits- oder tarifvertraglich, nach einer Betriebsvereinbarung usw. geregelt ist

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