Sollte man neben dem Studium arbeiten gehen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Für den Lebenslauf nicht so sehr, aber als Erfahrung schon. Ein bisschen arbeiten neben dem Studium ist nicht schlecht. Man lernt ja in der Praxis die wichtigsten Sachen, oder ?

Ich bin Unternehmerin und hatte immer Studenten die bei mir geringfügig beschäftigt waren. Die haben alle davon unglaublich viel profitiert. Es hängt natürlich vom Arbeitsplatz ab, die Arbeit sollte dir Spaß machen, dich interessieren und das Arbeitsumfeld sollte angenehm sein. Wenns die nicht gefällt, kannst ja wieder kündigen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich musste auch nie neben dem Studium arbeiten, weil meinen Eltern wichtig war, dass ich gut und schnell durch komme und mich nicht noch mit Nebenjobs ablenken soll.

Ein halbes Jahr vor meinem Examen habe ich dann eine Stelle als studentische Hilfskraft angenommen. Das war eine tolle Erfahrung und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Ich bin der Meinung, mache lieber etwas sinnvolles (für die Uni lernen oder später als studentische Hilfskraft arbeiten), anstatt Telle oder sonstiges durch die Gegend zu schleppen.

Kommt immer drauf an als was du arbeitest, wie du das verkaufst und um deine allgemeine Grundeinstellung.

Als Arbeitgeber erwarte ich bei einem Neuling, der im Studium viel nebenbei gemacht hat, dass er hart im nehmen ist und belastbar.

Jemand der nichts macht wirkt oft kindlich. Da hätte ich Angst, dass er nach 8 Stunden darauf besteht zu gehen.

Wie gesagt, dein Lebenslauf sagt immer etwas aus. Aber ob das der Wahrheit entspricht ist nicht sicher. Du kannst im persönlichen Gespräch immer überzeugen, das zählt nämlich mehr als der Lebenslauf.

Ein wirklicher Vorteil ist nur dann gegeben wenn du in deinem Nebenjob Kompetenzen für den Beruf erlernt hast, zB als Werksstudent in dem Betrieb oder in der Branche.

Hier scheint es recht große Unterschiede zwischen verschiedenen Fachgebieten zu geben.

Bei uns Informatikern war ein Nebenjob eigentlich bei den Meisten ganz normal. Ein paar haben am Lehrstuhl gearbeitet, ein paar bei Firmen. Auf diese Weise konnten wir schon frühzeitig einen Einblick in den Berufsalltag bekommen und Erfahrungen aus der realen Welt sammeln. Hier muss ich allerdings sagen, dass man als Werkstudent in der Softwareentwicklung meist wie ein ganz normaler Entwickler behandelt wird und nicht wie ein "Student".

Diese Arbeiten haben mir persönlich viel gebracht. Ich wusste dann bereits was ich bei einem Arbeitgeber sehen möchte und was nicht. Welche Arbeitsweise ich bevorzuge und habe praktische Erfahrungen gesammelt die mich in meinem Feld weiterbringen.

Sollte man also Arbeiten gehen? - Wenn du es dir zeitlich leisten kannst: Ja

Unsinn wie

Wer sein Studium im Sinne der angedachten ECTS Stunden absolvieren will, kann gar nicht groß arbeiten!

kann man aber getrost ignorieren. Ich habe in all meinen Jahren keinen einzigen Studenten getroffen der tatsächlich 40h pro Woche nur mit dem Stoff aus der VL & Übungen beschäftigt war. Die Meisten hatten private Projekte oder eben sehr viel Freizeit.

Kommt in meinen Augen auf das Studium an. In Medizin würde ich das nicht packen, denke ich. Ist auhc nicht notwendig. Auch ist die Frage, wie deine Semesterferien aussehen, wenn du da Luft hast, dann kannst du in der Zeit arbeiten.

Wenn du es aus finanziellen Gründen nicht musst, dennoch Zeit hast, dann suche dir doch etwas was für die spätere Einstellung Sinn hat, wissenschaftliche Hilfskraft wurde hier erwähnt. Oder eben irgendwo als Werksstudent mit einem Bezug zum späterem Beruf, sei es nur durch die Softskills- macht jedenfalls Sinn. Kann aber auch ab dem späteren Semester sein. Du kannst dich aber auch auf Praktika oder freie Mitarbeit konzentrieren.

Was möchtest Du wissen?