Sollte ich lieber arbeitslos bleiben oder einen Job annehmen, von dem ich (langfristig) nicht leben kann?

5 Antworten

Also HartzIV heißt € 399,00 pro Monat zum Leben. Ich weiß da werden noch Miete Teile der Nebenkosten etc. bezahlt, aber war es das für Dich?

Es werden doch Lehrer gesucht, bewirb Dich halt überall. Gerade Baden-Württemberg braucht Lehrer.

Wenn Du jetzt schon aufgibst zeigst Du einem künftigen Arbeitgeber, dass Du keine Lust hast, auf gar nichts. Dieses Null-Bock wird Dir in Deinem Beruf oft genug begegnen.

Derzeit wird sehr viel von Inklusion gesprochen, mach doch eine Zusatzausbildung, diese Lehrer werden mehr als gebraucht und sie haben Schüler die gerne zur Schule gehen, die das als Privileg betrachten.

Ich weiß wovon ich spreche, ich habe einen erwachsenen mehrfach behinderten Sohn, der liebte die Schule.

Du durftest studieren, schon das ist ein großes Privileg. Weißt Du was ich im ersten Jahr der Ausbildung verdient habe? Das war 1967 es waren 18,00 DM, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen herumzujammern. Übrigens eine Strumpfhose kostete 5,00 DM. Im letzten Lehrjahr verdiente ich 78,00 DM.

Bleib einfach am Ball, und sieh diese Zeit als Übergang.

LG

Aus eigener ERfahrung weiß ich ,es sieht nicht gut aus wenn eine Lücke im Lebenslauf ist. ...wenn wirklcih eine wichtige höhere rechnung kommen sollte kannst du damit immernoch zum amt gehen

Es kann so manches geben im Leben, dass nicht gut aussieht. Und doch ist es so. Shit happens - und weitermachen! Letztlich muss jeder seine Entscheidungen allein treffen - und die Konsequenzen tragen, denn das macht hier definitiv keiner.

Ich weiß jetzt nicht in welchem Bereich Du studiert hast.

Ich finde es reizvoll selbständig zu sein (bin es ja selbst) ., Auch aus dieser Position ist es auch gut um eine Festanstellung zu suchen. Ich denke, sich komplett arbeitslos melden und in die "soziale Hängematte" legen macht sich nie gut bei Bewerbungsgesprächen .

Sehr erfolgversprechend ist auch der Einstieg ins Berufsleben über einen "Seelenverkäufer".Also Du arbeitest für ein Jobcenter - aber in deinem  erlernten Beruf meist übernehmen einen dann die Firmen .

Schlecht ist es (mMn) in anderen Berufen zu "jobben" das signalisiert dem potentiellem Arbeitgeber evtl. "der hat kein Interesse an seinem Beruf" (was natürlich Unsinn ist) 

Nein, ist kein Unsinn - ist genau sein Problem. Er schreibt nur vom Verdienen - was er studiert hat, erwähnt er nicht mal. Scheint nicht wichtig zu sein. Manchmal ist es besser, sich ganz "auszuklinken" - natürlich nicht um sich hinzulegen, sondern um sich hinzusetzen und sich zu bemühen, seine wahren Ziele zu erreichen. Manchmal kann eine Situation, so wie sie ist, hinderlich dafür sein ("Manchmal ermöglicht erst ein Fall den freien Aufstieg", William Shakespeare). Man darf auch den Lebenslauf nicht als "Garantie" für irgendewas ansehen. Ich schreibe das so natürlich vorausgetzt, dass man für seine Ziele wirklich brennt, mit Leidenschaft (gibt schon ein paar, die mich verstehen) und auch bereit ist, dafür Verzicht hinzunehmen und Opfer zu bringen - und das scheint mir das Problem des FS zu sein. Er hat einfach sehr wenig Bock auf seine Lehrtätigkeit, denn sonst würde er sich dem, was er hat (und da ist ja etwas), mit Freude widmen, statt hier solche Fragen zu stellen. Tschüß!

@Semanolid

@Semanolid

So ganz unrecht hast Du natürlich nicht - vielleicht ist auch ein Problem , dass sich Akademiker vorher etwas Anderes gewünscht haben - so wie sie es sich im Studium so vorstellten .Geld allein macht nicht glücklich, jedoch beruhigt es ungemein .Wer jahrelang studiert hat, um einen Traumjob zu erlangen, dann"draußen" erleben muss, dass die Realität total anders aussieht als gedacht, den ereilt der Frust besonders hart.

Ein Studium ist heute nicht die Garantie um massig Geld zu verdienen .

@Huflattich

Da sehe ich genauso. Ich glaube fest daran, dass man herausfinden muss, WAS man machen WILL. Dann ist man wenigsten erfüllt von seinem Tun und das ist sehr wichtig - es ist das, womit ich meine Lebenszeit fülle. Geld ist zwar wichtig, aber immer nur eine Nebensache. Wenn man es als Hauptinteresse sieht, muss man wohl Banker werden oder so etwas.

Mag manchen hier viel vorkommen - die 20 Euro pro Stunden. Aber man muss das mit der Versicherung, Steuer usw. bedenken, was du selber schon erwähnt hast. Handwerker haben deshalb ja teils noch viel höhere Sätze (vor allem weil die auch Werkstatt finanzieren müssen und evtl. Angestellte).

Gar nix machen käm nicht gut - dann mangelts an Erfahrung und es werden dir andere Mitbewerber vorgezogen.

Bleib dabei auf 20 Stunden und versuch halt nebenher dich auf Vollzeit zu bewerben oder noch weitere Tätigkeiten freiberuflich dazuzunehmen, um mehr Stunden zu kriegen (irgendein Vertrag bei dem derjenige dem du die 20 Stunden leistest dir vorschreiben will dass du nix anderes dir suchen kannst für weitere 20 Stunden würd ich aber generell ablehnen).

Als Freiberufler steht es dir frei, mehr als einen Job zu machen, und 20 Unterrichtseinheiten pro Woche sind noch ausbaufähig. 20 Euro sind für eine Lehrkraft mit entsprechender Ausbildung auch nicht gerade üppig - meine Frau nimmt mehr als das Doppelte. Aber da kommt natürlich auch die Erfahrung ins Spiel, als Berufsanfänger muss man erst mal kleinere Brötchen backen.

Arbeitslosigkeit erhöht deine Aussichten auf eine Vollzeitstelle nicht, ganz im Gegenteil. Du solltest jetzt deine Chance nutzen, irgendwann einem potenziellen Arbeitgeber darlegen zu können, was du drauf hast.

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