Sind Verträge die man online abschließt ohne Unterschrift überhaupt rechtsgültig?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das kommt auf die Vertragsgrundlage und Art und Weise des Vertragsabschlusses an (offene oder verdeckte Tatsachen)! Grundsätzlich können sie rechtsgültig sein, dafür sind aber bestimmte Richtilinien einzuhalten. Und das halten viele nicht ein, versuchen aber so die VP's abzuzocken in der Hoffnung dass diese das nicht merken oder es nicht wissen.

Natürlich wird das oft ausgenutzt für Unsinn, aber im Wesentlichen ist es so: Ist der User über den Vertrag und die entstehenden Kosten (ausreichend) informiert, dann ist der Abschluss auch absolut rechtsgültig.

@svanny

Stimmt! Allerdings stimmt & funktioniert es dann nicht, wenn es verdeckte Tatsachen gibt = der Kunde nicht oder nicht ausreichend informiert wird oder wenn Kosten versteckt werden. Für sowas sind bestimmte Firmen bekannt!

Der juristische Fachbegriff lautet: "konkludentes Verhalten: Wenn es üblich und jedem anderen verständlich ist, durch das Annehmen von Geld gegen Ware einen oder mehrere Verträge geschlossen zu haben, ist das (sind die) Rechtsgeschäfte auch gültig. In vielen Gemeinden Niedersachsens ist noch heute der Viehhandel per Handschlag die "gängige Form".

konkludentes verhalten reicht völlig aus: der supermarkt macht dir durch seine waren-auslage ein angebot,das du dadurch annimmst, dass du die waren, die du haben willst auf das förderband an der kasse legst. durch die kassiererin wird dir der rechnungsbetrag mitgeteilt und du zahlst. vertrag abgeschlossen, alle sind zufrieden obwohl nichts schriftlich vereinbart wurde.

Ja deshalb hast du für online-Verträge ein 14 tägiges Rücktrittsrecht.

bei aldi oder im media markt unterschreibst du auch nichts, trotzdem sind diese verträge gültig.

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