Sind unsere Gesetze zu milde?

5 Antworten

Nehmen wir nur man den Fall des Geiselgangsters aus Gladbeck Dieter Degowski. Der hatte seinerzeit einen 15jährigen Italiener durch Kopfschuss getötet, läuft aber jetzt nach 30 Jahren wieder frei herum.

Ich würde da eine ganz andere Rechnung aufmachen: Rest-Lebenserwartung = Haftzeit. Der Junge hatte vermutlich noch ca. 65 Jahre zu leben, genau diese Zeit, die Herr Degowski dem Jungen genommen hat, hätte er mindestens hinter Gittern verbringen müssen, wie ich finde. Bei mir bekäme der Mann sogar nach 5 Jahre obendrauf, allein für seine Bemerkung: "Ist ja nicht schade drum, war ja eh' nur ein Itaker". Dann wären wir also schon bei 70 Jahren. Falls der die überlebt, darf er gerne wieder raus und direkt ins Pflegeheim.

Nein, unsere Gesetze sind nicht zu milde!

Aber das "persönliche" (Rache) Gefühl das eine unsinnige Haftstrafe von 150 Jahren den Rechtsfrieden für eine barbarische Tat wieder herstellt entspricht nicht mehr unserer Zeit.

Wenn von dem Täter nach der Haftstrafe immer noch eine Gefahr für die Gesellschaft ausgeht gibt es immer noch die Sicherungsverwahrung. Damit ist der Schutz der Gesellschaft gewahrt.

Es ist nicht die Aufgabe der Justiz "Rache" am Täter zu verüben sondern den Rechtsfrieden durch Sühneleistung herzustellen. Auch wenn das schnell mal mit Täterschutz verunglimpft wird.

Irgendwo hast du schon recht: Bei bewusstem Mord sollte es echt lebenslang geben. Resozialisierung ist zwar schön und gut und machmal auch ok.

Es gibt zwar auch bei uns lebenslang mit anschließender Sicherungsverwahrung. Aber das Urteil wird eher selten gefällt.

auch dürfte es nicht Tateinheit geben sondern es müssten IMMER (wenn es denn mehrer Taten sind) biede extra bestraft werden.

Unsere Gesetzte sind eh recht lasch, nicht nur wenn es um Mord und Vergewaltigung geht. Auch bei "Kleinigkeiten" kommt man ja recht gut weg (siehe nur die Strafen im Straßenverkehr)

Muss und soll ja nicht gleich die Todesstrafe wieder her, aber etwas mehr - auch zur Abschreckung - dürfte es dann schon sein.

Bei bewusstem Mord sollte es echt lebenslang geben. 

Was wäre denn unbewusster Mord?

Unsere Gesetzte sind eh recht lasch, nicht nur wenn es um Mord und Vergewaltigung geht.

Auf Mord steht die lebenslange Freiheitsstrafe, ist das lasch? 'echte' Vergewaltigung 2-15 Jahre, darüber kann man sich freilich streiten.

@AuroraAlpha

Lebenslang bedeutet 15 Jahre, wenn es nicht zur anschließenden Sicherungsverwahrung kommt.

Das mit dem bewussten Mord war etwas doof ausgedrückt, das stimmt. Ich meinte zum Beispiel um damit eine andere Straftat zu vertuschen.

@Nordseefan

Lebenslang bedeutet, dass man nach frühstens 15 Jahren raus kommt. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Ohne den Fall ins Detail zu kennen, das müsste man aber eigentlich um sich ein Urteil zu erlauben können, kann man bei einer ähnlichen Faktenlage auch in Deutschland davon ausgehen, dass es für so ein Vergehen lebenslange Haft plus Sicherungsverwahrung gibt. Natürlich ist alles vom einzelnen Fall selbst abhängig. Aber zu sagen "Unsere Gerichte lassen so einen nach 15 Jahren raus" ist wohl falsch.

"Warum gibt es bei uns keine derartigen Gesetze die solche Taten der Schwere entsprechend bestrafen ?" - Weil bei uns die Gefängnisse nicht privatisiert sind und es darum keinen so hohen Bedarf an kostengünstigen Arbeitern gibt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4ngnisindustrie

Polizeiaufgabengesetz- der Schritt in eine totalitäre Diktatur?

Hallo, am 10.5. 2018 findet in München eine Demo gegen das geplante Polizeiaufgabengesetz statt. Das Gesetz (vorerst auf Bayern beschränkt) soll der Polizei u.a. ermöglichen, Gefährder im Volke zu bestimmen (Gefähder ist ein schwammiger Begriff der alles bedeuten kann, von angebl. gewaltaffinen Menschen bis hin zu pol. Gegnern ob rechts ob links.. bspw.), welche nachdem sie von der Polizei als Gefährder ernannt wurden bis auf unbestimmte Zeit im Gefängnis untergebracht werden können, zwar erst nur für 3 Monate, jedoch kann die Dauer von 3 Monaten sich nach Ablauf der 3 Monate u. schlechten Umständen, d.h. bei negativer psych. Beurteilung bis zum letzten Tag im Leben des Gefangenen erneuern, somit bekommt einer ohne jeden richterlichen Schuldspruch evtl. eine lebenslange Freiheitsstrafe nur auf einen Verdacht hin, der Gefangene könnte eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen, so ähnlich hab ich das jedenfalls verstanden. Hört sich doch ziemlich gespenstisch an, da fragt man sich, worin wir uns in der Hinsicht dann noch von sog. Unrechtsstaaten wie China, Nord Korea usw. unterscheiden, von denen bekannt ist, das politsche Gegner ebenfalls eingesperrt werden, teilweise reicht auch dort lediglich ein Verdacht, z.B. basierend auf Hören sagen und schon steckt er in politischer Gefangenschaft. Glaubt ihr das Gesetz wird tatsächlich erlassen, weil dann könnte wie gesagt jeder einzelne Bürger willkürlich hinter Gitter gesteckt werden. Die Polizei darf laut DRK (D. Radio Kultur) sogar in Wohnungen einbrechen und z.B. Interneteinträge fälschen usw. also Beweise fälschen usw. Was kommt Euch bei dem Gesetz so alles in den Sinn?

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