Sind Kosten einer erfolglosen Zwangsvollstreckung für den Gläubiger steuerlich absetzbar?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du Gewerbetreibender oder Freiberufler bist und in dieser Eigenschaft gehandelt hast, kannst du die Ausgaben bei der Einkommensteuer geltend machen.

Wenn du jedoch als Privatmann verkauf hast, wirst du Pech haben. Dann kannst du die Kosten nicht von der Einkommensteuer absetzen.

Letztlich bleibt dir nur dein Titel. Diesen kannst du 30 Jahre lang vollstrecken lassen. Das ist eine seeeeehr lange Zeit. Du solltest du darauf achten, in regelmäßigen Abständen zu vollstrecken, da dir ansonsten die Zinsen und die Vollstreckungskosten verjähren. Im Gegensatz zu der titulierten Forderung verjähren diese bereits nach 3 Jahrn.

und wenn er nicht regelmäßig einmal im Jahr vollstreckt, verwirkt er trotz Titel seinen Anspruch und jeder Pfändungsversuch kostet erneut Geld, dass er wieder in den Sand setzt. Wer nichts hat, der hat meist später auch nichts.

@petrapetra64

Zur Wahrung der Ansprüche reicht der Vollstreckungsversuch alle 3 Jahre, denn die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre. 

Wer heute nichts hat, der geht kaum in die Privatinsolvenz, da er kaum eine Möglichkeit hat, Schulden zu machen. 

Im Übrigen sehe ich es nicht so, dass derjenige, der heute kein Geld hat, auch die nächsten 30 Jahre kein Geld haben wird. Das ist eine Annahme, die von der Realität oft widerlegt wird. 

Bekommt der Schuldner einen Job mit Bezahlung über dem Existenzminimum, ist schlagartig die Vollstreckung möglich. 

Wenn es betriebliche Ausgaben waren, ja. Im privaten Bereich gehört es zum Lebensrisiko.

Was möchtest Du wissen?