Sind für einen Vollzeitjob 9,25Euro brutto viel Geld?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, das ist knapp über Mindestlohn. Für eine Ungelehrnte stelle ok, oder als Aushilfe. Für eine gelernte Arbeit sollte der Lohn schon über 10 € liegen.

Bei 9,25€ und 160 Stunden im Monat hast du 1480 Brutto. Das mach bei Stkl.1 Laut Brutto-Netto Rechner ca 1100 € Netto.

Damit hättest du eventuell noch ein Anrecht auf ALG2 aufstockung. Je nachdem wie teuer deine Wohnung in deiner gegend sein darf.

Ein Vernünftiger Lohn fängt da an, wo man mit Vollzeit nicht mehr zum Amt muss.

Eben und ich nehme mal ganz stark an, dass ihr der Lohn nicht reicht und trotzdem trotz Vollzeit zum Amt rennen muss. Und das finde ich, ist nicht Sinn und Zweck des Ganzen.

@herzilein35

Der anrechenbar Teil vom Lohn beträgt 80% und die ersten 100 € sind frei. Somit liegt hier der anrechenbare Lohn bei 800 €.

Das macht 300 € mehr , als wenn man nur ALG2 hat. Nun muß man noch bedenken, das man von diesen übrigen 300 € noch das Fahrgeld zur Arbeit abziehen muß. Wenn dann noch ein Plus übrigbleibt, lohnt sich die Arbeit irgendwie doch.

@berlina76

Wieviel es vorher waren weiß ich nicht, auf jedenfall mehr als 416Euro Regelsatz. Sie lebt ja alleine, ist Alleinerziehend mit 1 oder zwei Kindern

@herzilein35

Dann muss sie nicht ständig zum Amt rennen.

@webya

Natürlich, muss sie zum Amt, sie währ dann Aufstockerin.

@berlina76

aber ja nicht ständig. Sie hat einen Job

@Heidrun1962a

Wer ALG2 beziehen will, auch aufstockend muss dem Arbeitsmarkt zur verfügung stehen, auch wenn er Arbeitet. Das Arbeitsamt tritzt diese Leute zu Nebenjobs und Bewerbung auf besser bezahlte Stellen, da braucht man ein dickes Fell.

@berlina76

Wenn sie Aufstocker ist, dann kommt das Amt nicht und prüft regelmäßig und ganz aufwendig. Sie bekommt über den Mindestlohn und da wird kaum ein Arbeitgeber mitgehen. Bei 2 Kinder bekommt sie trotzdem nur eine sehr geringe Aufstockung. Eigentlich sollte auch noch Unterhalt gezahlt werden, dann fällt die Aufstockung ganz weg.

@berlina76

Ich bin selber Aufstocker und brauche mit einem Kind keinen weiteren Job machen. Auch brauche ich nicht regelmäßig zum Amt, lediglich die Verlängerung muss ich einreichen.

@berlina76

Fahrtkosten kann man steuerlich absetzen und wenn das sehr viel ist, kann man da was regeln das man monatlich weniger Steuern zahlt.

Alles eine Frage der Einstellung

Als ich aus der Haft entlassen wurde war mir nur wichtig Arbeit zu haben.

Hab damals für 4.50 Nachtschichten gemacht. Später gab es den Mindestlohn.

Mit einer festen Arbeit in der Hand hab ich weiter gesucht und besser bezahlte Arbeit gefunden

Dann hab ich mich selbständig gemacht und kann sagen man darf nicht nur auf das Geld schauen

Jede Arbeit ist besser als Harz IV denn nur so hat man gute Chancen bessere Arbeit zu finden.

Man kann in diesem Land noch immer alles erreichen wenn man nur gewollt ist zu arbeiten

Nein,

es sollte nur ein Standfuß im Berufsleben sein. Ein Einstieg und dann bemüht man sich eine besser dotierte Qualifikation zu erreichen.

Niemand ist verpflichtet "nur" als Küchenkraft zu arbeiten. Wenn ich allerdings nur verantwortungsbefreite einfache Hilfsarbeiten durchführen möchte/kann werde ich immer im unter(st)en Rand des Lohngefüges liegen.

Die Person möchte als Küchenkraft aber arbeiten, dass ist ihr Traum. Nur weiß sie nicht was sie tun soll. Sie hat denen gesagt sie möchte auf alle Fälle für Vollzeit 10Euro haben. Die sagten 10Euro sind auf keinen Fall drin. Dann sagte sie, dass sie sich das noch überlegt.

Muss sagen die nehmen dort jeden der sich bewirbt, ob Erfahrung oder nicht.

@herzilein35

Wenn der Job ohne Ausbildung und Erfahrung machbar ist, dann ist ein Gehalt um den Mindestlohn herum durchaus gerechtfertigt. Schließlich ist der genau für diese Bereiche gedacht, also für ungelernte Hilfskräfte.

Will die Person mehr Gehalt, muss sie zusehen, dass sie mehr Qualifikationen erwirbt und somit auch verantwortungsvollere, anspruchsvollere Stellen bekommen kann. Eine Ausbildung zum Koch wäre so eine Option, wenn der Job in der Küche Traum und Ziel ist.

@HappyMe1984

Die bezahlen auch jeden gleich. Egal ob Schüler, Studenten, ausgelernte oder Erfahrene. Im ersten Jahr gibt es grundsätzlich 9,25Euro brutto.

Ich weiß nicht, aber soviel ich weiß hat sie Hauswirtschaftlerin gelernt.

@HappyMe1984

Die lernen jeden an, hauptsache die müssen nicht viel bezahlen.

@herzilein35

"Im ersten Jahr" d.h. jeder der Durchhält erhält später auch eine Lohnerhöhung. Wenn dort regelmäsige Lohnerhöhungen angesagt sind kann sich das schon lohnen, den Job anzunehmen.

@berlina76

Ja im zweiten und dritten Jar dann 9,45Euro brutto/pro Stunde, danach weiß ich leider keine Zahlen mehr.

@herzilein35

Wie gesagt - wenn für die Tätigkeit simples Anlernen ausreicht, ist es völlig okay, wenn die Entlohnung dafür im unteren Bereich angesiedelt ist. Im Zweifel auch dann, wenn sich z.B. ein Neurochirurg dort anlernen lässt :).

@herzilein35

Studenten bekommen garantiert nur Mindestlohn. Minderjährige Schüler sicher auch noch keinen Mindestlohn.

@herzilein35

Du schreibst es ist ihr Traumberuf. Sie scheint ja im Moment keinen Job zu haben, warum sollte sie den Job dann nicht annehmen.

@Heidrun1962a

Die haben einen Zettel wo dies draufsteht, dass alle gleich bezahlt werden. Da gibt es keine Ausnahme in der Bezahlung. Die stellen auch generell keine Personen über 40 Jahren ein.

@Heidrun1962a

Warum? Weil sie sich nicht ausnutzen lässt! Jeder kann sich da bewerben und wird auch genommen. Das sagt schon alles aus!

@herzilein35

Warum? Weil sie sich nicht ausnutzen lässt! Jeder kann sich da bewerben und wird auch genommen. Das sagt schon alles aus! Dann hat sie noch vom Vorstellungsgespräch erzählt. Die Chefin am Telefon weil sie keinen Bock hatte zu kommen und der Schichtleiter neben ihr. Also das geht garnicht. Entweder sind alle da oder garkeiner

@herzilein35

Es gibt sicher keinen Zettel, auf dem steht, dass alle gleich bezahlt werden. Das gibt es in keiner Firma. "Merkzettel" mit den Löhnen drauf für Jedermann zum Mitnehmen?!

Sie nehmen garantiert nicht jeden, denn dann würde das JC dort alle hin schicken und man hätte keine Probleme mehr.

Wie du aber selber schreibst, ist es ihr Traumberuf und Hauswirtschaftlerinnen werden nicht höher bezahlt.

Das kommt auf die Begleitumstaende an wie:
- Alter
- Ausbildung
- persoenliche Situaion (Notlage?)

  • u.s.w.
  • Was fuer Einem viel ist, ist fuer einen Anderen wenig.

Das sind gerad eeinmal 35 Cent über dem Mindestlohn.

Rechne es dir einmal aus was du bei 9,19€ BRUTO an Netto rausbekommen wirst.

Du kannst danvon locker 35% an Abgaben und Srteuern rechnen. Das dawären ca. 3,15 die abgehen. Dann hast du gerade einmal 6,04€ NETTO die Stunde. Und das ist absoluter Hunderlohn.

Ja und das für Vollzeit so sehe ich das auch. Deswegen stellen die auch jeden ein, hauptsache viel Arbeit, für wenig Geld. Jeder sieht es anders. Im zweiten und dritten Beschäftigungsjahr war das Buttoeinkommen 9,45Euro pro Stunde. Die anderen Zahlen weiß ich leider nicht mehr.

Bei Mindeslohn kommen nicht 35% an Abgaben heraus. Wie kommst du darauf?

@webya

Egal welchen Lohn du hast, du hast KV,PV, RVund Arbeitslosenversicherung, und Lohnsteuer zubezahlen. Und das wird vom Lohn abgerechnet. Und das gibt sumarum ca. 30-35% des Lohnes.

@Griesuh

Nein Lohnsteuer wird erst ab einem bestimmten Betrag fällig. Alle anderen zahlen Sozialversischerungsabgaben aber keine Steuern.

@Griesuh

Sozialversicherung sind rd. 20%, Lohnsteuer in dieser Gehaltsklasse ist fast gen 0.

@webya

Ob Steuern zuzaheln sind, zeigt sich bei der Einkommenssteuererklärung. Denn die Steuer ist eine Jahressteuer.

Und der AG wird die Lohnsteuer abziehen, denn würde er es nicht machen, so käme unter umständen eine erhebliche Nachzahlung auf den Frager zu. Brauch er keine Steuerzahlen, so freut er sich über die Rückerstattung.

@Griesuh

trotzdem fällt bei dieser Gehaltshöhe mit Kind(ern) fast nichts an.

Ich habe nie bestritten, dass der Arbeitgeber diese nicht abführt.

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