Sind demagogische Äußerungen von Politikern hinzunehmen, wenn sie ihren politischen Zielen dienen?

 - (Politik, Umwelt, Verkehrsregeln)

5 Antworten

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Zweifellos ist das meiste, was Ministerdarsteller Scheuer (dies gilt auch für den Dreitagelindner) öffentlich abdrückt, demagogisch, bei Scheuer fast immer im Sinne der Autoindustrie. Hinnehmen muss man das auch nicht. Das Dilemma ist: Wie kann man widersprechen, ohne ungewollt die demagogische Absicht noch zu bestärken, indem man sie nämlich bewirbt? Es ist wie mit demagogischen Diffamierungs-Fragen hier, die durch die "guten" Antworten, die sie häufig all zu rasch erhalten, auf das Niveau "ernstzunehmen" gehoben werden. Man muss aber gegen Gestank nicht anstinken. Metaphorisch weiter geführt, kann man das Fenster öffnen ... und die Demagogie so lächerlich verwehen lassen, wie sie es eh schon ist.

In einer Demokratie kann man niemandem verbieten (auch Politikern nicht), sich so zu äußern, dass seine Interessen und Ideen eine Mehrheit bekommen können. Das Schöne an der Demokratie ist, dass sich niemand dieser Meinung anschließen muss. Und vielleicht entscheiden verantwortungsvolle Wähler sich beim nächsten Mal anders. Es lebe die Meinungsfreiheit und mit ihr die freien Wahlen!

Die Aussage von Scheuer ist sicherlich demagogisch, ziemlich schlicht und auch, aus meiner Sicht, dumm. Aber ich kann nicht erkennen, dass sie demokratietheoretisch problematisch sei. Ich würde es als erlaubter Zuspitzung auf niedrigem Stammtischniveau betrachten. Es geht dabei auch nicht nur um Partikularinteressen, sondern vertritt ja durchaus den Willen eines großen Bevölkerungsteils.

Demagogie wird immer dann problematisch, wenn Menschen persönlich angegriffen, die Demokratie und der Rechtsstaat untergraben, Nationalsozialismus verharmlost oder dessen Verbrechen sogar geleugnet oder allgemein völkisch/ethnische Ansichten vertreten werden.

"

Demagogie bedeutet Volksverführung im Sinne von ideologischer Hetze. So ein Satz ist bestimmt intolerant gegenüber anders lautenden Meinungen doch sicher nicht auf einem Level mit Hetze. Demagogen machen Menschen nieder nicht nur deren Meinungen

Gegen Glauben ist noch niemand angekommen.

ich glaube, dass Deutschland ein Tempolimit auf Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen einführt.

Mal sehen, ob die Brücken dann noch bröckeln....

Ich glaube außerdem, dass die EU mit den Afrikanischen Staaten sich zusammenschließt.

mit Haiti

@456mnb

Bist du etwa Ramona?

@sexy1111

Nein, Robert, wieso?

Warum fordert keine Partei, insbesondere die Grünen, gegen Kreuzfahrtschiffe vorzugehen?

Es gibt Pläne, namentlich genannt durch die SPD (die Grünen hauen aber schon seit eh und je in diese Kerbe), den Spritpreis (aber auch Heizöl!) höher zu besteuern. Wegen Klimawandel, CO2 usw.

Die DUH, ein dubioser Verein, will ferner Fahrverbote in Innenstädten oder gar Tempolimits auf Autobahnen.

Das sind alles Dinge, die den Großteil der Bevölkerung betreffen und einschränken. Die allerwenigsten fahren zum Spaß mit dem Auto in die Stadt, entweder gehen sie dort arbeiten oder einkaufen oder kombinieren beides.

Diese Leute sollen die Zeche zahlen?

Kreuzfahrtschiffe sind ein Paradebeispiel für völlig sinnfreie Emissionen. Damit muß wirklich KEINER fahren, mir fällt da auch wirklich kaum eine Rechtfertigung ein (Den Geschäftsreisenden mit Flugangst, der auf nen anderen Kontinent muß, könnte man sich vielleicht noch zusammenspinnen)

Warum fordert man nicht darauf mehr Steuern? Verbieten kann man sie nicht, dann fahren sie eben unter anderer Flagge, ebenso gelten jenseits der 12 Meilen Grenze auch keine nationalen Gesetze mehr. Aber man könnte z.B. den Kauf von Tickets besteuern, von mir aus 100 Euro pro Ticket - das tut der Zielgruppe nicht weh, im Gegensatz dazu, wenn Normalverdiener sogar noch viel mehr drauflegen sollen (über höhere Spritpreise und Heizölpreise).

Ebenso, der Binnenflugverkehr. Nicht ganz so schwachsinnig wie Kreuzfahrtschiffe, aber dennoch ein "Luxus", der für 90 % der Bevölkerung völlig uninteressant ist. Wer von Frankfurt nach München fliegt statt mit dem Auto zu fahren (oder der Bahn), der hat es wohl besonders eilig. Wenn es ein Geschäftsmann ist, für den jede Stunde Zeit = Geld ist, der müßte dann eben neu kalkulieren, ob es sich noch lohnt, würde man z.B. auf Kerosin auch Steuern erheben.

Die Steuern auf Kerosin können ja trotzdem unter dem Durchschnitt der Nachbarländer liegen, um durch "Tanktourismus" noch zusätzliche Einnahmen zu generieren. Im Gegenzug die Mehrwertsteuer um den Wert senken, den die Mehreinnahmen hergeben.

Das wäre doch eigentlich der "Job" der Grünen und Linken, sowas zu fordern, oder? Die AfD hingegen macht es auch nicht richtig, wenn sie sagt, man solle nur die Ökosteuer abschaffen. Natürlich sollte man auf Dauer Alternativen entwickeln, aber doch nicht auf Kosten von Normalbürgern und Pendlern. Da gibt es ganz andere Umweltsauereien.

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Wieso bekommt man im Supermarkt immer automatisch einen Kassenbon gedruckt?

Ich hab vor einiger Zeit kurz im Supermarkt an der Kasse gearbeitet. Dort ist mir aufgefallen, dass ca. 50% aller Kunden, den Kassenbon gar nicht haben wollen, weshalb man nach kurzer Zeit dazu übergeht zu fragen, ob der Kunde einen Kassenbon haben will oder nicht, und ihn dann gegebenenfalls direkt wegschmeißt. Seitdem hab ich auch mal bei mir selbst drauf geachtet, und ich lass den Kassenbon ebenfalls oft da, und wenn nicht, landet er solang in der Tasche, bis er den Weg in den Müll findet. Was ich jedoch nicht versteh: Wieso wird der Kassenbon immer automatisch gedruckt?

Denn eigentlich ist das doch die reinste Rohstoffverschwendung: Die meisten Kassenbons sind aus speziellen Thermopapier d.h. sie enthalten nicht nur normales Papier, welches Bleichmittel enthält und wofür Waldflächen abgeholzt werden, sondern ne zusätzliche Kunststoffschicht und Chemikalien wie z.B. das umweltschädliche Bisphenol-A. Darüber hinaus besteht die Druckertinte zu einem nicht unwesentlichen Teil aus Wasser und weiteren bedenklichen Chemikalien, die Herstellung ist energieintensiv und die Patronen sind aus Plastik und landen meist im Müll wenn sie leer sind.

Klar, ein Kassenbon ist sinnvoll, um z.B. seine Finanzen im Überblick zu behalten. Jeder der unbedingt 'nen Kassenbon haben will, soll auch gerne einen bekommen. Aber es ist doch technisch überhaupt kein Problem, den Bon erst dann zu drucken, wenn der Kunde ihn auch wirklich haben will. So ein einzelner Bon macht natürlich nicht viel aus, aber wenn man das ganze mal auf mehrere Jahre für alle Supermärkte in ganz Deutschland/Europa hochrechnet, kann man die Umwelt dadurch doch auf jeden Fall entlasten. Und eigentlich wäre so etwas doch auch im Interesse des Supermarkts, denn der würde dadurch Kosten sparen

Also, wieso wird der Kassenbon immer automatisch gedruckt?

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