Sind Aktien vor Inflation geschützt? - wenn ja, warum?

5 Antworten

Entschuldigung, aber Aktien haben überhaupt nur wenig mit Inflation oder Deflation zu tun.
Die Aktie ist ein Anteil an der Firma (Beispiel Daimler). Der Kurs der Aktie kann in einer Inflation steigen, in einer Deflation fallen oder was auch immer.
Geht die Firma pleite (Beispiel Daimler) dann geht der Aktienkurs auf Null.
Wichtig, Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen und gehen bei einer Pleite der Bank auf Null (Beispiel Lehmann).
Gibt es Staatsanleihen kann der Anleihekurs runter gehen (Beispiel Argentinien oder Ukraine oder Tesla Anleihe!)
Aktienfonds sind Sondervermögen. Geht ein Fondsanbieter pleite (Beispiel Comstage für ETF091) dann ist der Fonds Sondervermögen und man müsste bei der Abwicklung das Geld bekommen oder die Aktien.
Die Fragestellung ist nicht ganz korrekt.
Eher wäre interessanter wie sich Aktien in einer Inflation entwickeln werden (Beispiel Venezuela)
Doch es ist falsch zu denken wenn wir hier eine Inflation in D/Europa bekommen dass dann die Aktienkurse durch die Decken gehen.

Da haben Sie recht. Aber wenn die Inflation steigt , steigt der Umsatz der Unternehmen , da das Geld weniger wert ist. Gleichzeitig steigt doch auch die Aktienrendite , bzw passt sich der Inflation oder dem Geldverfall an ?

@DavidWayne99

Dein Gedanke ist richtig, deine Schlussfolgerungen nicht.

Letztlich unterliegt die genaue Korrelation zwischen einer Aktie und der gegebenen Inflation wirklich vielen Variablen und makro-ökonomischen Zusammenhängen. Du sprichst mit deiner Frage nämlich die Korrelation einer Aktie zur Inflation an. Diese ist natürlich gegeben und höhere Preise für die Herstellung von Waren werden meist auf den Endkunden abgewälzt, was im Endeffekt den Umsatz erhöht. Gleichzeitig aber musst du die Auswirkungen einer höheren Inflation berücksichtigen. Grob gesagt sind die Auswirkungen dann auch dafür verantwortlich, dass bestimmte Aktien mehr, andere weniger (z.B. Dividenden orientierte Aktien, die quasi als Zinspapier betrachtet werden) an Wert verlieren.

Zusätzlich werden die Leitzinsen mit steigender Inflation erhöht, was sich wiederum auf dem gesamten Kapitalmarkt negativ auswirkt und somit auch die individuelle Aktie. Als Folge verändert sich dann noch der Wechselkurs zum Dollar, der Basis für fast alle Ölpreisgeschäfte ist. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Realwirtschaft und kann gestiegenen Leitzinsen und Inflation entgegenwirken und ist damit bis zu einem Grad wieder positiv für den Aktienmarkt.

Von daher kann man zusammenfassend sagen, dass es eine Unzahl von makro-ökonomischen Zusammenhängen in diesem Kontext zu betrachten gilt. Eine Aktie reagiert zwangsläufig auf die Änderung der Inflation aber wirklich geschützt sind fast keine Anlageinstrumente vor der Inflation, Aktien definitiv nicht. Aber wie oben kurz angesprochen werden bei steigender / fallender Inflation bestimmte Aktien bevorzugt. D.h. die positive Korrelation kann z.B. bei dividendenstarken Aktien wesentlich höher ausfallen als bei Aktien ohne Dividenden. Im erweiterten Sinn ist das ein teilweiser Schutz vor der Inflation, da ein Anstieg der Inflation Großanleger dazu zwingt mehr in solche Zinspapiere zu investieren. Gleichzeitig gehen diese Investoren dann bei anderen Aktien und auch Edelmetallen raus und stärker in Zinspapiere (auch T-Bills, etc.)

Geht die Firma pleite (Beispiel Daimler)

Das sind ja interessante Neuigkeiten, grade noch den höchsten Gewinn und höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte gehabt und nun pleite. Ist es möglich, dass hier eine Verwechslung vorliegt? :D

Doch es ist falsch zu denken wenn wir hier eine Inflation in D/Europa bekommen dass dann die Aktienkurse durch die Decken gehen.

Aja, wenn die Butter eine Million Euro kostet, wirst du weiterhin Daimler Aktien für 66 Euro kaufen können? Wenn nein, liegst du hier

Entschuldigung, aber Aktien haben überhaupt nur wenig mit Inflation oder Deflation zu tun.

komplett falsch.

@napoloni

daher ist es ja auch unsinnig solch pauschale Aussage zu Aktien i.V.m. Inflation zu geben. Es gibt immer eine mal höher, mal niedrigere Korrelation einer Aktie zur Inflation und weiterhin sehr komplexe Abhängigkeiten, wie sich Inflation auf indirektem Wege auf den Aktienkurs auswirkt.

@Ivan69

Es ist aber in fast allen Fällen so, dass es sich bei einer Aktie um einen Sachwert handelt, hinter welchem Grund, Gebäude, Maschinen, Fuhrpark, Patente und weitere Dinge stecken, die eine Aktie davor schützen, genau so entwertet zu werden wie inflationsgepeinigtes Geld. Und es wird noch besser: Die meisten Gesellschaften arbeiten mit einem ordentlichen Anteil Fremdkapital. Damit würden sie durch eine Inflation sogar entschuldet!

@napoloni
Es ist aber in fast allen Fällen so, dass es sich bei einer Aktie um einen Sachwert handelt

Nein, das stimmt einfach nicht und es ist auch wirklich altes Gedankengut. Würde man den S&P 500 heute nur am Sachwert der Firmen bemessen, dann gäbe es eine riesengroße Diskrepanz. Natürlich schützt der Sachwertanteil vor der Inflation aber heutige Bewertungen und heutige Geschäftsmodelle sehr vieler Firmen (erst recht der mit den größten Marktkapitalisierungen weltweit) lassen diesen Punkt stark in den Hintergrund rücken.

Damit spreche ich nicht nur Internetfirmen an, genauso Pharma, wo Patente und deren rechlicher Schutz auf ein paar Jahrzehnte Milliarden bringt, oder Airlines, wo die geschäftliche Vernetzung, das fast nicht käufliche Startrecht auf Startbahnen mit hunderten von Millionen bewertet werden kann. Versicherungen, wo eine bestehende Clientel und deren Kapitalisierung unabdingbar bei Betrachtung eines fairen Aktienwertes sind. Hier sind insbesondere Rückversicherer zu nennen.

Oder Banken und auch dediziert Investmentgesellschaften.

Bei keiner dieser Beispiele würde man mit dem Sachwert weit kommen und das würde auch niemand ernsthaft machen wollen, da die Bewertung viele andere Dinge umfasst.

Von daher ist die Inflation hinsichtlich Sachwerte gegeben aber die berechenbare Korrelation in Bezug auf den Börsenwert dann eben nicht mehr so hoch.

@Ivan69

Ja, wobei ich einen laufenden Geschäftsbetrieb auch als Sachwert empfinde. Wir wollen ja nicht Betriebe stilllegen und dann unseren Anteil an Ziegelsteinen aus der Firmenzentrale herausschlagen. Der wirkliche Wert ist der laufende Betrieb. Und Rechte, Patente und Lizenzen sind selbstverständlich auch Sachwerte!

@napoloni
Ja, wobei ich einen laufenden Geschäftsbetrieb auch als Sachwert empfinde.

das ist ja auch faktisch so nur eben die Relation zur Gesamtbewertung ist entscheidend, wenn es um die Korrelation zur Inflation geht.

Ich habe so viele Beispiele aufgelistet und du suchst dir etwas aus, das als Sacheinlage gehandhabt wird, ignorierst die anderen Beispiele und damit den Gros meiner eigentlichen Aussage, das ist Cherry picking. Nun, Patente u. Lizensen sind Sacheinlagen und wie verhält es sich bei Inflation. Solche Patente sind nicht die üblichen Dinge wie Immobilien z.B. was sehr gut gegen Inflation zu empfehlen ist. Das verhält sich bei Patenten anders. Auch Lizensierungsgebühren lassen sich anpassen aber es ging hier um Sachwerte, die vor Inflation Schutz bieten und da sind Patente nicht an erster Stelle zu nennen, bei weitem nicht. Ich habe viele andere Beispiele genannt, an denen sich die Bewertung einer Firma festmachen lässt, was eben nicht mit Sachwerten untermauert ist. Du willst das ignorieren, gut!

Der Inflation unterliegen alle geldbasierten Assets.

Aktien sind jedoch Sachwerte, deren Werthaltigkeit Schwankungen unterworfen sind.

Der laufende Ertrag aus Aktien (Dividenden) hängen stark vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ab.

Dieser kann sowohl über als auch unter der Inflationsrate liegen.

Günter

Jede Menge Antworten die das grundsätzliche Problem des Fragers nicht aufnehmen.

Dem Verständnis: Was ist Inflation? (Genauere Definition gibt es bei wikipedia)

Inflation bedeutet, dass man mehr von einer Währung (Euro, Dollar oder was auch immer) für eine Sache ausgeben muss. Der Wert des Geldes also im Verhältnis zu den Dingen die wir kaufen (Autos, Fernseher, Dienstleistungen wie Frisör) sinkt.

Und eine Aktie ist ein Anteil an einem Unternehmen (das z.B. Autos Fernseher usw) herstellt. Damit ist auch der Wert des Geldes zu der Aktie gesunken.

Das bedeutet nicht, dass ein einzelnes Sachgut (Aktie, Auto usw.)bei einer Inflation nicht im Wert verfallen kann. Wenn die Aktiengesellschaft keine Gewinne mehr macht oder das Auto zu Schrott gefahren wird dann wird dieser Sachwert trotzdem wertlos.

Nur wenn die Aktiengesellschaft weiterhin genauso produziert und verkauft, das Grundstück weiterhin genauso gut für seinen Zweck ist, das Auto weiterhin in gutem Zustand ist dann muss man halt mehr Euro, Dollar usw. für diesen Sachwert ausgeben.

Aktien haben keinen festen Wert. Der Wert einer Aktie verändert sich stetig,. Dadurch kann eine Aktien auch keine Inflation erleiden.

ja, sind sie

weil sie teile des unternehmes sind, aktien sind kein papiergeld, aktien sind anteile an sachwerten

wenn du eine aktie hast, gehört dir zb 0.00001% des unternehmes

das sind doch reale werte, die dir gehören, maschinen, grundstücke, gebäude, fuhrpark, rohstoffe, produkte, material

das sind doch sachwerte, ist doch kein geld

Und wenn die Firma Konkurs anmeldet?

@danitom

das macht soviel sinn, als wenn ich fragte

und was machst du mit deinem gold, wenn räuber es dir stehlen?

@SatanasAsmodis

Ja, was mach ich denn mit meinem Gold, wenn Räuber vor mir stehen?

@napoloni

ich schieße dann auf sie, was du machst, weiß ich nicht

@danitom

Das ist ein anderes Risiko/eine andere Baustelle.

Von der Inflation betroffen ist man allerdings nicht und das war ja die Frage.

bei Aktien geht es doch nicht ausschliesslich um Sachwerte. Viele Aktien haben ja im Vergleich zum Unternehmenswert kaum Sachwerte.

@Ivan69

dann musst du halt gute kaufen

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