Setzrisse in der Wohnung. Wer zahlt die Fliesen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da muss erstmal nachgeforscht werden, warum sich was setzt. Das können Hohlräume unter den Fundamenten sein oder Wasserschäden oder Setzungen wegen Bergbau.... Je nachdem woher die Setzungen kommen zahlt natürlich der Verursacher und nicht die Mieter. Bei Bergbauschäden zahlt z.B. das Bergamt. Ist der Kanal unter dem Haus kaputt muss der Eigentümer das Instandsetzen und natürlich die Reparatur bezahlen. Oder wohnst du in Köln über der U-Bahn-Baustelle? Dann würde ich da schnellstens verschwinden.

Lach... Werder noch! Schleswig-Holstein- kein Bergbau, keine U-Bahn,... Wer kann denn sowas prüfen?

@ramona80

Da gibt´s Ingenieurbüros die sowas machen, Bausachverständige. Da kann ja nur unter dem Kellerfußboden was an den Leitungen sein, oder ist das ein Neubau? Wurde da eine Baugrunduntersuchung gemacht? Wie sieht´s denn in den Nachbarhäusern aus? Haben die auch Risse? Wenn schon die Fliesen Risse haben, kannst du dir vorstellen wie die Wand darunter ausschaut? Das nützt ja nix einfach neue Fliesen drauf zu packen. Da muss erstmal die Ursache für die Risse beseitigt werden. Kamerabefahrung durch die Kanäle wäre erstmal die günstigste Untersuchung.

@Bause2404

Wie schaut´s denn mit Wasser aus? Öfter mal Überschwemmung bei euch? Oder feuchte Kellerwände? Und dann sind da natürlich noch die netten Kanalratten, die sich schonmal ganz gerne durch´s Gemäuer fressen.

@Bause2404

Das Haus ist 15 Jahre alt, der erste kleine Riss war wohl bereits vor 8 Jahren zusehen. Dann wurde die Wohnung vermietet und der Riss mit nem Teppich überdeckt. Jetzt ist der Mieter ausgezogen und der Riss im Boden deutlich länger. Bei den Nachbar Häusern weiß ich nicht, wie es aussieht. Ich weiß es nichtmal bei den anderen Wohnungen. Diese ist im DG. Frage mich wie da Risse im Boden entstehen können.

@ramona80

Ui, auch noch im Dach. Ich würde erstmal bei dem Mieter darunter schauen ob er Risse in der Decke hat. Wennn da nix ist, kannst du eigentlich davon ausgehen dass der Fußboden in der Wohnung einfach im Eimer ist. Da müssen dann die Fliesen und der Estrich komplett runter und neu gemacht werden. Und zahlen muss natürlich der Eigentümer. Wenn der Nachbau Risse in der Decke hat würde ich auf jeden Fall auch die anderen Bewohner befragen wie es bei ihnen ausschaut. Da muss ja dringend was gemacht werden.

@Bause2404

Nein, keine Überschwemmungen, keine Ratten, Untergrund soll auch gut und trsgfest gewesen sein beim Bau.

@Bause2404

Okay, da frag ich dann mal nach, ob die anderen auch Risse in dieser Art haben.

@ramona80

Fix mal beim Mieter darunter angerufen... Keine Risse in der Decke. Lediglich am Erkerfenster 2 kleine, die sich aber seit Jahren nicht verändert haben.

@ramona80

Na dann ist ja alles klar. Boden raus, nicht nur die Fliesen. Schwimmenden Estrich aufbringen.

Günstige Alternative wäre Laminat, aber gut dämmen, sonst bekommt der Nachbar darunter Geräuschtechnisch einen Anfall.

Schönen Tag noch G.B.

@Bause2404

Nochmals vielen Dank für die Hilfe!

Entweder die Fliesen sind zu alt oder echt scheiße gesetzt. Somit ist das Fehler des Setzers. Wenn es älter Fliesen sind, dann ist es eine Instandhaltung der Wohnung un der Vermieter muss den Prei alleine Tragen. Wenn sich die Mieter beteiligen wollen, können Sie das ja gerne machen aber ich würde es nicht.

Grundsätzlich gehören Fliesen zum Sondereigentum. Und zum normalen Risiko gehört, dass sie reißen können. Damit die Gemeinschaft dir kosten übernimmt muss ein Verschulden nachgewiesen werden. Läuft wohl dann auf eine Klage hinaus.

Wer eine Eigenumswohnung kauft geht ein Risiko ein.

Haftungsgrundlage nach Deutschem Recht ist eine rechtswidrige Pflichtverletzung (Ausnahme: verschuldensunabhängige oder Gefährdungshaftung, z.B. im Straßenverkehr).

Um Ansprüche gegen die Gemeinschaft geltend machen zu können, müßte diese schuldhaft, also vorsätzlich oder fahrlässig im Sinne des Zivilrechts gehandelt haben.

Gegenüber der Gemeinschaft besteht somit kein Anspruch zur Kostenübernahme o. -beteiligung.

Tatsächlich ist ersteinmal die Ursache der Rißbildung zu ermitteln. Planung- o. Ausführungsfeher? Bewegungsfugen? Usw. usw.

Ggf. kannst Du bei einer der ausführenden Stellen Schadenersatz fordern.

Das Haus ist 15 Jahre alt, der erste kleine Riss war wohl bereits vor 8 Jahren zusehen. Dann wurde die Wohnung vermietet und der Riss mit nem Teppich überdeckt. Jetzt ist der Mieter ausgezogen und der Riss im Boden deutlich länger. Gewährleistung ist längst abgelaufen.

Hallo Geige, bin bzgl. der Schadenübernahme durch die Eigentümergem. anderer Meinung als Du. Die Fliesen sind ja nicht von alleine kaputt gegangen, sondern aufgrund eines Mangels im Estrich bzw. im Mauerwerk. Diese Teile gehören aber ins Gemeinschaftseigentum. Währe lediglich der Boden- oder Wandbelag betroffen, gibts keine Frage, dann ist es Sondereigentumssache. Hier scheint mir aber die Ursache in dem genannten Gemeinschaftseigentums zu liegen, vergleichbar mit einem undichten Terrassenbelag. Die Frage des Verschuldens dürfte hiervon unabhängig sein. Meines Erachtens klare Sache für die Kostenübernahme durch die WEG. Gruß, peuteneuer von ObjektV.de ;-)

@peuteneuer

Ich habe mit den Mietern der Wohnung darunter gesprochen, weil die Risse in der oberen Wohnung ja den Fußboden betreffen. In der unteren Wohnung sind keine Risse erkennbar.

@ramona80

Hallo peuteneur, gem. herrschender Rechtsprechung sind Wohnungseigentümer ohne Verschulden untereinander grundsätzlich nicht zum Schadensersatz verpflichtet, wenn durch Mängel am gemeinschaftlichen Eigentum Schäden am Sondereigentum entstehen (z.B. Rohrbruch, Wassereintritt durch das Dach (trotz regelm. Wartung)in die WE usw.)

Anderes nur, wenn die Sanierung des gemeinschaftlichen Eigentums zwangsläufig zu Beschädigungen von Teilen des Sondereigentums führt (z.B. im Zuge d. Erneuerung Abdichtungsbahn o. Trittschallestrich - dann muß zerstörter Oberflächenbelag ersetzt werden)

Das ist einzig und allein dem Vermieter/Eigentümer seine Angelegenheit. Der Mieter muß hiervon keine Kosten übernehmen.

Der Mieter sowieso nicht. Die Frage ist, ob die Gemeinschaft an den Kosten beteiligt werden kann

@ramona80

Es kommt jetzt auch mal darauf an, ob diesen Fliesen noch in der Garantiezeit liegen, dann ist es Sache vom Handwerker. Sonst ist es Sache vom Eigentümer und auf keinen Fall vom Mieter oder der Gemeinschaft. Gut, wenn die meinen sich zu beteiligen, dann sollen sie das tun, ich würde es nicht machen und mein Geld sparen.

Was möchtest Du wissen?