Seminar Fahrtkosten und Hotelzimmer

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grundsätzlich klärt man solche Fragen vor Antritt einer Dienstreise!

Aber nun ist es geschehen. Wenn der Sonntag ein offizieller Seminartag (mit Unterricht) war, und Du in der Folgewoche von Donnerstag bis Samstag wieder gearbeitet hast, steht Dir für den Sonntag mindestens ein zusätzlicher freier Tag zu.

Wenn vorher nichts Gegenteiliges vereinbart wurde, steht Dir außerdem für die genannten Auslagen (Fahrtkosten, Hotelunterkunft und Verpflegungskosten) selbstverständlich eine Auslagenerstattung zu.

Ich würde das Unternehmen schnellstmöglich nach einem Reisekostenformular fragen, mit dem Du Deine Auslagen für das Seminar geltend machen kannst.

Nebenbei: Du wirst ja wohl eine Seminarbestätigung (auf Deinen Namen lautend) erhalten haben. Diese steht Dir im Original (!) zu. Der Arbeitgeber kann davon eine Kopie einfordern und zu Deiner Personalakte nehmen - schließlich wird diese Teilnahme ja eines Tages auch in Deinem Arbeitszeugnis zu würdigen sein.

Alles klar?

Gruß @Nightstick

Ja super danke. Hab irgendwas vorher im Internet gegooglet und da stand, dass Weiterbildungen anders verlaufen. Da muss der ag die Kosten nicht tragen für hotel etc

@nandobudi

Die Fundstelle würde mich schon interessieren...

Grundsätzlich ist es natürlich so, dass insbesondere Weiterbildungen beiden (!) Vertragsparteien nutzt - dem Unternehmen insofern, als dass es seinen Kunden qualifizierte Mitarbeiter bieten kann, und dem Mitarbeiter dergestalt, dass er, wenn er das Unternehmen eines Tages verlässt, das Wissen letztendlich "mitnimmt" - deshalb die persönliche Seminarbestätigung.

In der Fragestellung hattest Du gesagt, dass das Seminar "angeordnet" wurde. Davon abgesehen, dass dies ein schlechter Führungsstil ist (der Mitarbeiter soll das Seminar ja motiviert absolvieren), kann es in bestimmten Konstellationen allerdings sein, dass bestimmte Lehrgänge vorgeschrieben sind, entweder durch eine Berufsorganisation, oder durch eine Zertifizierungsgesellschaft (z.B. ISO 9001). Wenn das so ist, ist aus meiner Sicht eine Erstattung durch den Arbeitgeber zu leisten.

Die Kehrseite der Medaille: Hier ist zu entscheiden, ob man sich (abhängig von der Höhe der eigenen Kosten) deswegen mit dem Arbeitgeber anlegen will, oder die Erstattung ggf. sogar gerichtlich geltend machen will. Soll dies alles nicht geschehen, kann man sich die Kosten auf jeden Fall am Jahresende (teilweise) beim Lohnsteuerjahresausgleich bzw. über die Einkommensteuererklärung vom Finanzamt wiederholen.

Üblich ist es, das alle anfallenden Kosten dafür vom Arbeitgeber übernommen werden, Du Dich aber im Gegenzug verpflichtest, z.B im nächsten halben Jahr nicht zu kündigen, denn ansonsten würde Deinem Chef ja ein Schaden entstehen, schliesslich will er ja von Deinem Mehr an Wissen profitieren. Selbstverständlich sind Seminarzeiten Arbeitszeiten - wie das nun mit dem Sonntag sich verhält, das weiß ich gar nicht so genau - hab da nie was gesagt wegen, da meist das Seminar und die Verpflegungskosten hoch genug waren - aber bei so einem Chef käme ich schon auf die Idee, das mal zu hinterfragen - es gilt auf jeden Fall als Arbeit, das ist sicher!

Was möchtest Du wissen?