Selbstständigkeit als EU-Bürger in Deutschland

2 Antworten

Hast du eine alte - auflagenfreie - Aufenthaltserlaubnis ? Dann ist es kein Problem. Wenn nicht, musst du eine Freizügigkeitsbescheinigung beantragen.

Wenn du hier geboren bist, solltest du aber noch die alte Aufenthaltserlaubnis (Aufkleber im Pass) haben. Dann kannst du problemlos ein Gewerbe anmelden. Nimm aber deine Meldebescheinigung mit zum Gewerbeamt.

Das Aufenthaltsgesetz und das Freizügigkeitsgesetz Europäische Union regelt in Deutschland die Frage, wer als Ausländer eine selbstständige Tätigkeit ausüben darf und wer nicht.

Als Mitglied eines Landes der Europäischen Union bist du rein rechtlich bei der Existenzgründung den deutschen Staatsbürgern gleichgestellt – du bist somit im Besitz der sogenannten Freizügigkeit. EU-Bürger dürfen daher in allen EU-Mitgliedstaaten ohne besondere Formalitäten ein Unternehmen gründen. Dieser Personenkreis genießt die Niederlassungsfreiheit. Somit ist jederzeit die selbstständige Tätigkeit als Freiberufler, oder mit Gewerbeabsicht möglich.

Für EU-Bürger, die aufgrund der gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften Freizügigkeit genießen, gilt das Ausländerrecht nicht. Da alle EU-Bürger die Niederlassungsfreiheit besitzen, verfügen sie somit über das dauerhafte Aufenthaltsrecht in Deutschland. Eine Aufenthaltsgenehmigung wird somit von Rechts wegen erteilt.

Zu deiner Frage: Du kannst den Antrag als EU-Bürger also einfach so wegschicken.

Näheres zum Vergleich EU-Bürger / nicht EU-Bürger erfährst du auch in dem folgenden Link:

http://www.gruenderlexikon.de/magazin/auslaender-als-existenzgruender-was-ist-zu-beachten?utm_source=gutefrage&utm_medium=link&utm_campaign=rahlf

Was möchtest Du wissen?