Selbständigkeit neben dem Hauptberuf?

3 Antworten

Hallo,

Erst einmal müssen Sie wissen, ob Sie freiberuflich oder gewerbetreibend sind. Freiberuflich sind künstlerische und therapeutische Berufe. Auch Rechtsanwälte, Steuerberater, Ingenieure und beratende Volks- oder Betriebswirte sind „frei“. Gewerbliche Tätigkeiten sind im Prinzip alle anderen wie etwa handwerkliche Arbeiten, Ladengeschäfte oder auch der Verkauf bei Ebay.

Wenn Sie gewerblich tätig werden, melden Sie sich beim Ordnungsamt an. Das kostet zwischen 18 und 40 Euro und führt automatisch dazu, dass das Finanzamt Ihnen Formulare für die Anmeldung einer selbständigen Tätigkeit schickt.

Freiberufler melden sich selbst direkt beim Finanzamt an und füllen dann das Anmeldeformular aus. Sie können es auch aus dem Internet laden, etwa über www.bundesfinanzministerium.de. Sie erhalten dann eine zweite Steuernummer für die Umsatzsteuer.

Lucas!

Wie wirkt es sich auf die Steuerklasse für die Nebentätigkeit aus?

Steuerklassen haben bei einer selbständigen Tätigkeit überhaupt keine Bedeutung. Sie sind nur dafür da, um abzuführende Lohnsteuer zu ermitteln. Bei jemanden der Arbeitnehmer ist und nebenbei selbständig, werden im Zuge der Einkommensteuererklärung alle Einkünfte addiert, die Einkommenssteuer darauf festgesetzt, die gezahlte Lohnsteuer wird als Vorauszahlung abgezogen und schwupp: übrig bleibt die nachzuzahlende Einkommensteuer.

Ist es noch eine freiberufliche Tätigkeit oder fällt es schon unter eine gewerbliche Tätigkeit? Der Jahresumsatz wäre weit unterhalb der 17.500,- € Marke, jedoch ein gutes Stück über 450,- € pro Monat ..

Die Einordnung in Gewerbe oder Freiberuflichkeit hat nichts mit der Umsatz- oder Verdiensthöhe zu tun.

Mag sein, dass das Finanzamt programmieren als Freiberuflichkeit einstuft, das Gewerbeamt aber sicherlich nicht. Leider sind Einordnungen im Steuer- und Gewerberecht oft unterschiedlich. Finde ich unglücklich, ist nun mal aber so... Daher ist für dein Vorhaben ein Gewerbe anzumelden. Damit erübrigt sich auch deine Frage nach der KSK.

KSK ist eine schlechte Abkürzung. KSK könnte auch das Kommando Spezialkräfte meinen. Vielleicht schon mal gehört, was die so treiben und ihre Einsätze mit Amis zusammen... Aber anderes Thema.

Die Künstlersozialkasse hat ja nicht nur Webdesigner dazu bekommen. Oder weil sie die für so unheimlich künstlerisch ansieht. Selbst wenn Du als Werbeagentur anmeldest und dann in der Hauptsache Dich um vollständige Werbeauftritte kümmerst glaube ich nicht an eine Änderung im Ergebnis.

Selbst dann nicht, wenn Du das versuchen würdest, was keine Werbeagentur liefert. Also psychologisch fundierte oder mit Meinungsforschung flankierte Auftritte schaffst. Soweit meine bescheidene Privatmeinung dazu.

Rufe in Bremen an. Das ist am Einfachsten. Nach meiner Erfahrung sind die richtig nett! Brauchst auch keine Angst zu haben, im schlimmsten Fall müsstest Du eine schriftliche Beschreibung einreichen und Du bekämst eine geprüfte Aussage dazu zurück. Kosten paar Euro, erspart aber ein nicht unwesentliches Haftungspotential.

Bitte nicht zu viel von dieser Webprogrammiererei erwarten. Die Starter bauen in aller Regel erst einmal irgendwelche Referenzseiten UND finden dann keine weiteren Abnehmer mehr. Ganz klassisch, platsch auf die Nase gefallen. Soweit da nichts kaputt geht ist alles prima, kann aber auch anders laufen.

Kann nur zu einem wirklich geschliffenen Businessplan raten. Würde den auch nicht allein aufstellen. Weil es gibt nämlich nicht nur im Bereich Marketing unterschiedliche Möglichkeiten der Gestaltung oder des Instrumentemixes. Geht auch um Steueroptimierung, Haftungsoptimierung usw.

Geht um die Feststellung Deiner Vorkenntnisse, was muss also noch nachgelegt werden? Es geht um Deine Mentalität? Es geht um Deine Vorlieben und Abneigungen, um Deine zeitlichen und finanziellen Budgets. Wie man die einsetzen kann usw.

Außerdem geht es bei einem Businessplan um die Formulierung realistischer Ziele und Wege dahin. Das verlangt eine erhöhte Umsicht, die viele neben der Führung eines Kleinunternehmens nicht haben. Einfach weil auch die Kenntnisse darüber fehlen.

In der Regel finden viele, dass Planung in der Größe nicht nötig ist und sowieso nur so ein Geschreibsel ist. Dann überlege mal: Wie können börsennotierte Unternehmen, die weltweit agieren Planungen aufstellen? Warum müssen die so selten Warnungen raus geben? Und wieso passen die Erwartungen in der Regel ganz gut?

Das geht eben auch für kleine Unternehmen und gerade die Nutzung von solchen Zahlenmaterialien ermöglicht in der Regel auch erst den Erfolg.

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